
- Geheimdienste: Ermitteln und zufassen... - Stefan Bayer/Pixelio
Eigentlich sollte die neue ZDF-Dukumentationsreihe „ZDFzeit“ im Mai 2011 beginnen und wurde auf den Herbst verschoben. Um Tiefe in der Dokumentation zu erreichen, wurde der Projektbeginn auf endgültig Mitte Januar 2012 festgelegt und startete am 17. Januar mit dem Bericht „Auf der Jagd nach verlorenen Schätzen“. Es ging um den den seit Kriegsende verschollenen Weltliner Schatz in der Eremitage in Sankt Petersburg. Nach dem Kriegsende war der viele Millionen wertvolle Schatz auf verschlungenen Wegen nach Russland gelangt.
„ZDFzeit“: „Schätze und Geheimnisse“
ZDFzeit schildert episodenhaft aufbereitete Themen aus verschiedenen Blickwinkeln
Die neue Doku-Reihe will möglichst viele Facetten der Wirklichkeit näher bringen und Menschen und ihre Handlungsmotive darstellen. Die Meinung der Menschen zu bestimmten Themen ändert sich. Deshalb werden die verschiedenen Themenbereiche durch Umfragen der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen, die auch für die aktuellen Politbarometer verantwortlich zeigt, untermauert
„Der Spion, den ich liebte“
In der Dokumentation "Der Spion, den ich liebte" geht es am 31. Januar 2012 von 20.15 Uhr bis 21.00 Uhr um die Macht und Möglichkeiten der Geheimdienste. Fernab aller Hollywood- Klischees gibt der Film von Kirsten Hoehne und Robert Wortmann mit Hilfe von Insidern einen tiefen Einblick in die ernüchternde, empörende, staunenswerte und oft unheimliche reale Welt der Spionage. Der Bericht ist nicht zuletzt durch die zwielichtige Rolle des Verfassungsschutzes bei der Beobachtung von 27 Bundestagsabgeordneten der Linken und bei den Neonazi-Morden der Zwickauer Zelle hoch aktuell. Günther Jauch fragte "Jagt der Verfassungsschutz die Falschen?" Allerdings sind die Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen vor Bekanntwerden der Neonazimorde durchgeführt worden. Überraschend sind die Ergebnisse dennoch.
Den Geheimdiensten mehr Macht zugestehen
In der Sendung werden am 31. Januar Ergebnisse der Meinungsumfragen präsentiert, wonach 54 Prozent der Bevölkerung der Meinung sind, dass zur Abwehr großer Gefahren der deutsche Geheimdienst auch töten dürfte. 70 Prozent der Befragten im Alter unter 24 Jahren
akzeptieren auch Killerkommandos. 68 Prozent der Befragten wissen die Abkürzung BND für den Bundesnachrichtendienst richtig zu deuten. 75 Prozent bejahen die Notwendigkeit eines Geheimdienstes für Deutschland; dabei sehen bei jüngeren Befragten nur 52 Prozent, bei älteren aber eine überwältigende Mehrheit Sinn und Nutzen eines Geheimdienstes.67 Prozent der Bevölkerung meinen , der BND schütze hervorragend vor Terroristen. 19 Prozent sind der Gegenmeinung.
Allerdings können sich nur 15 Prozent der Befragten vorstellen, als Geheimagent zu arbeiten. 82 Prozent schließen eine Mitarbeit rigoros aus.
Die internationalen Geheimdienst aus Sicht der Deutschen
Die guten Umfragewerte für den BND halten aber aus Sicht der Befragten einem internationalen Vergleich nicht stand. Am meisten Schlagkraft und Effektivität wird mit 27 Prozent dem israelischen Mossad zugesprochen, gefolgt von der CIA der USA mit 20 Prozent. Der BND liegt mit 12 Prozent an dritter Stelle.
Die Welt der Agenten und Geheimdienstler geriet durch Filme mit Hauptdarsteller Sean Connery als 007-Agent James Bond in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. James Bond im Dienste Ihrer Majestät besaß die Lizenz zum Töten. Der britische Geheimdienst MI6 aber liegt in der Beurteilung abgeschlagen mit fünf Prozent auf dem letzten Platz.
Die nächsten Themen von „ZDFzeit“
Auch die nächsten Sendungen ranken sich thematisch um Schätze und Geheimnisse. Das sind im Sinne der Sendung Orte, die ein Geheimnis in sich bergen oder niemals für „Otto Normalverbraucher“ zugänglich sind. Das Fernsehteam führt den Zuschauer in einen Atombunker oder in ein Notkrankenhaus unter einem Schulhof. Die Dokumentation widmet sich aber auch dem Wahnsinn illegaler Autorennen.
Quellen: ZDF-newsletter, ZDF-Pressemeldung, Forschungsgruppe Wahlen
