10 Tipps für Online-Pressemitteilungen - Tipp 3: Der Sprachstil

Mit Pressemitteilungen in die Öffentlichkeit - pixelio.de/Martin Müller
Mit Pressemitteilungen in die Öffentlichkeit - pixelio.de/Martin Müller
Pressemitteilungen beeinflussen das Unternehmensimage. Ein guter Sprachstil macht einen guten Eindruck in der Öffentlichkeit.

Gut geschriebene Texte machen immer einen guten Eindruck. Das gilt auch für Pressemitteilungen. Mit Pressemitteilungen treten Unternehmen in die Öffentlichkeit. Sie sollen die Bekanntheit steigern und das Image verbessern. Um einen guten Eindruck bei den Lesern zu hinterlassen, ist nicht nur der Inhalt, sondern auch ein professioneller und regelkonformer Schreibstil wichtig. Gut aufbereitete Pressemitteilungen mit leicht verständliche Inhalten sind die Basis für eine erfolgreiche Pressearbeit.

Pressemeldungen sollten stets sachliche Informationen und klare Aussagen enthalten. Allgemein verständliche Formulierungen und ein professioneller Sprachstil tragen zum Erfolg einer Pressemitteilung bei. Eine entscheidende Rolle spielen dabei einfache Sätze, präzise Formulierungen und eine verständliche Sprache.

Hier einige Tipps zum Sprachstil:

Sachliche und nüchterne Ausdrucksweise

In Pressemitteilungen gehören auf keinen Fall werbende Formulierungen. Rein werbliche Inhalte sind wenig erfolgsversprechend, denn sie liefern meistens keine überzeugenden Argumente. Daher gehören auch Übertreibungen und Superlative wie „bahnbrechend“ oder „sensationell“ oder wertenden Adjektive wie „hervorragend“ und „besonders“ nicht hinein. Viel überzeugender wirkt eine Pressemitteilung mit einer sachlichen und nüchternen Ausdrucksweise, die interessante und überzeugende Inhalte vermittelt.

Aktualität durch Präsens

Das Schreiben einer Meldung in der Vergangenheitsform erweckt den Eindruck einer veralteten Information. Daher ist das Präsens ist die beste Zeitform für Pressemitteilungen. Die Gegenwartsform verleiht der Pressemeldung Aktualität.

Schreiben in der dritten Person

Die Formulierung in der Dritten Person verleiht der Pressemitteilungen die Aura einer neutralen Berichterstattung. Statt „Wir erweitern unser Produktangebot“ ist „Das Unternehmen Mustermann erweitert das Produktangebot“ somit die bessere Formulierung.

Fachbegriffe, Fremdwörter und Abkürzungen erklären

Fachausdrücke und Fremdwörter erschweren nur unnötig das Verständnis einer Pressemitteilungen, da nicht jeder Leser ein Experte ist. Werden Fachausdrücke dennoch verwendet, sollte eine kurze Definition folgen. Fremdwörter sollten mit einer Übersetzungen versehen werden. Abkürzungen sollten zumindest einmal zu Beginn des Textes in der ausformulierten Form des Begriffs erscheinen. Die Abkürzung wird in diesem Fall in Klammern hinter den ausformulierten Begriff geschrieben.

Überflüssige Wörter streichen

Pressemitteilungen sollten frei von Wörtern ohne Aussagewert sein. Daher ist es wichtig, stets beschreibende und aussagekräftige Wörter zu verwenden. Füllwörter wie „eigentlich“, „nun“, „ziemlich“, „irgendwann“, „irgendwie“, etc. sind überflüssig.

Aktiv statt Passiv verwenden

Formulierungen im Passiv wirken unpersönlich und sind schwerer verständlich als im Aktiv. Aktive Formulierungen machen die Mitteilung lebendiger. Statt der Formulierung: „In Hamburg wird eine neue Niederlassung von dem Unternehmen XY eröffnet“ ist „Das Unternehmen XY eröffnet eine neue Niederlassung in Hamburg“ die bessere Alternative. Ist die handelnde Person bekannt, ist es sinnvoll, sie auch zu nennen.

Verben erleichtern die Verständlichkeit

Die substantivierte Form von Verben wirkt oft statisch und erschwert unnötig das Textverständnis. Daher sollte man auf die Substantivierung von Verben zu Wörtern mit den Endungen -ung, -heit, -keit, -ät, und -mus möglichst verzichten. Stattdessen sind die entsprechenden Verben meist die bessere Wahl. Zum Beispiel wirkt die Formulierung „Gestern wurde eine Versammlung der Arbeitnehmer durchgeführt“ etwas hölzern. Dagegen ist die Formulierung ohne die Substantivierung “Gestern versammelten sich die Arbeitnehmer“ direkter und somit leichter verständlich:

Kurze, leicht lesbare Begriffe verwenden

Lange zusammengesetzte Wörter wie „Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft“ erschweren die Lesbarkeit im Internet. Besser geeignet sind zerlegte Wörter wie „Finanzierungsgesellschaft für die Verkehrsinfrastruktur“.

Kurze Sätze erleichtern das Textverständnis

Lange verschachtelte Sätze erschweren die Lesbarkeit und machen den Satz oft unnötig kompliziert. Besser für Pressemitteilungen sind daher kurze Hauptsätze ohne Nebensätze und unnötige Verschachtelungen.

Zahlen von 1 bis 12 in Buchstaben

Zahlen von eins bis zwölf werden in einer Pressemitteilung in Buchstaben geschrieben und Zahlen ab 13 in Ziffern. Werden Zahlen in Ziffern in einer Pressemitteilung verwendet, schreibt man sie möglichst nicht an den Satzanfang.

Rechtschreibung und Grammatik

Pressemitteilungen sollten vor allem den Regeln der Rechtschreibung und Grammatik folgen. Regelkonforme Pressemitteilungen hinterlassen nicht nur beim Leser einen guten Eindruck, sondern sie unterstützen auch die Suchmaschinen-Optimierung. Zum einen werden die Suchmaschinen-Algorithmen immer besser und setzen ständig neue Maßstäbe an die Qualität von Texten. Dazu gehört auch die Regelkonformität. Zum anderen können nur korrekt geschriebene Schlüsselwörter den entsprechenden Suchbegriffen zugeordnet werden. Damit eine Pressemitteilung in den Suchmaschinen besser gefunden und höher gelistet wird, ist es also wichtig, die grundlegenden Regeln der Rechtschreibung und Grammatik zu beachten.

Mit Pressemitteilungen treten Unternehmen in die Öffentlichkeit. Pressemitteilung sollten daher immer so professionell wie möglich gestaltet sein. Gut formulierte Mitteilungen mit verständlichen und überzeugenden Inhalten sind die Basis für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit.

Melanie Tamblé, Melanie Tamblé

Melanie Tamble - Melanie Tamblé ist Online-Marketing Expertin und Mitgründerin sowie Gesellschafterin der ADENION GmbH. Sie studierte ...

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