Wie schon tausende neue Trends zuvor hat der Spring Break jetzt endgültig den Sprung nach Europa vollzogen. Vom 21. bis 24. Mai trafen sich 10.000 Besucher zur europäischen Extremparty des Jahres.

Spring Break Europa 2010 in Kroatien

Die kleine Stadt Rovinj in Kroatien war die Hochburg des zweiten europäischen Spring Break rund um das Pfingstwochenende. Vier Tage lang wurde getanzt, getrunken und sich der freizügigen Partystimmung überlassen. Denn nicht zuletzt stand - wie auch bei den Kultevents in den USA – das Ausleben exhibitionistischer und voyeuristischer Neigungen mit auf dem Programm.

Es war das zweite Event dieser Art in Europa. Bereits im Jahr 2008 waren tausende junger Männer und Frauen nach Lignano an die italienische Adria gepilgert, um sich drei Tage lang den Beats unter mediterraner Sonne hinzugeben.

Das Motto „Sex & Drugs & Rock'n Roll“ im Jahr 2010

Auschweifen und den Alltag vergessen war der Plan der internationalen Partygäste, die anhand der Versprechung des Veranstalters „eine gigantische Party, exzessiv und ohne Tabus“ allerhand erwartete. Um das Partyziel umzusetzen, konnten namhafte Stars der Szene gewonnen werden.

Nicht nur Darius & Finlay, das österreichisch-amerikanische DJ-Trio und „König von Mallorca“ Jürgen Drews mischten die Stimmung an den beiden Party-Hotspots auf. Mit House-DJ David Guetta und Hits wie „One Love“ und „Sexy Bitch“ brachten die Veranstalter am Sonntag Nachmittag das größte Event-Highlight auf die Bühne. Mit klassischen Sex - Veranstaltungen wie der Miss Bikini-Wahl und einem wet-T-Shirt Contest boten sich zudem Gelegenheiten, nackte Haut zu präsentieren und ungeniert zu betrachten.

Perfekte Organisation der ausgebuchten Veranstaltung

Nicht nur Bus-, Zug und die eigene Anreise mit dem PKW wurden von den Veranstaltern bis ins Detail durchorganisiert. Auch der Ablauf vor Ort unterlag strengen, im Voraus per Internet einzusehenden Richtlinien. So wurden feste Check-In-, und Check-Out-Zeiten für die jeweiligen Anreisemöglichkeiten, Sicherheitshinweise und eine Eventhotline eingerichtet. Auch formale Informationen über Einreisebestimmungen und der Reisewetterbericht fehlten nicht.

Zur Anreise stand den Besuchern aus Deutschland und Österreich ein organisierter Partyzug zur Verfügung. Gestartet in Norddeutschland und mit 14 Zustiegsstellen auf 1.500 Kilometern Strecke brachte der voll ausgebuchten Reisezug die Kurzurlauber schon während der Anreise in Stimmung. Kaum weniger feucht-fröhlich gestaltete sich die Anreise per Sonderbus, der von zahlreichen bayerischen und österreichischen Städten aus startete.

Spring Break Veranstaltungen der 1980er Jahre führten zum Eklat

In den 1980er Jahren ursprünglich als Entspannungsferien für amerikanische Studenten und Collegeabsolventen initiiert, entwickelte sich der Spring Break in den USA bald zum mehrtägigen Partyevent während der Frühlingsferien. Berühmt – berüchtigte Bekanntheit erlangte der Spring Break durch reichlich fließenden Alkohol und tabulose Freizügigkeit.

Als 1985 die vornehmlich in Florida veranstalteten Spring Break Partys den Groll vieler Einwohner auf sich zogen und gesetzliche Vorschriften zum legalen Alkoholkonsum erst ab 21 Jahren die Partys einzuschränken drohten, übersiedelten die Veranstaltungsorte in die vorgelagerten Gebiete der Karibikküste. Noch heute sind Cancún, eine Stadt an der Küste im südöstlichen Mexico und Panama City bekannte Spring Break Locations, die nicht nur Partygäste aus den USA, sondern Jahr für Jahr auch tausende europäischer Frauen und Männer anlocken.

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