
- Daniel Hope und Matthias von Hülsen - Festspiele MV
Im Jahre 2010 blicken die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auf zwei Jahrzehnte erfolgreiches Bestehen zurück. Gegründet von dem aus Ostholstein stammenden Kinderarzt Matthias von Hülsen – Mitbegründer des Schleswig-Holstein Musikfestivals und „Vater“ der dortigen Musikfeste auf dem Lande – hat diese Konzertreihe mit ihrer bewussten zahlenmäßigen Beschränkung in dieser Zeit einen herausragenden künstlerischen Ruf erlangt. Viele junge Künstler konnten sich als Junge Elite und Preisträger qualifizieren. Seit Anfang 2009 ist von Hülsen auch wieder Intendant der Festspiele, nachdem sein Versuch, Künstlerischer Direktor der Eutiner Festspiele zu werden, an der Beschränktheit der finanziellen Mittel ebenso wie an mangelnden Bereitschaft der Eutiner Gesellschaft, sich neuen Ideen zu öffnen, gescheitert war. Interimsintendant Sebastian Nordmann hat bereitwillig dem Meister wieder Platz gemacht…
Daniel Hope als Künstlerischer Partner
Im Jubiläumsjahr haben die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in Daniel Hope – Preisträger in Residence des Jahres 2006 – einen „Künstlerischen Partner“ gewonnen. Der will mit seiner Reihe „Hope’s Music“ seine vielfältigen Verbindungen und Kontakte zur internationalen Künstlerszene „unterm Eekboom“ umsetzen. Die Festspiele wollen mit ihm eine musikalische Brücke zwischen Amerika und dem Bundesland an der Ostsee schlagen und ihren Nachwuchsbereich internationalisieren. Mit den Kulturstätten Carnegie Hall, Julliard School und dem Lincoln Center gehen die Festspiele eine langfristige künstlerische Partnerschaft ein. Deren junge Talente kommen nach Mecklenburg-Vorpommern und werden hier die amerikanische Kunst vorstellen. In diesem Rahmen kommt das Ensemble ACKW nach Deutschland.
Gábor Boldoczki Preisträger in Residence
„Preisträger in Residence“ ist in der fünften Auflage dieser Institution der Trompeter Gábor Boldoczki. Als seine Freunde hat er Albrecht Mayer und Boris Berezovsky eingeladen. Neben HK Grubers „Frankenstein“ wird er „Die Geschichte vom Soldaten“ aufführen.
Beim sechsstündigen Festkonzert zum 20jährigen Bestehen in Ulrichhusen am 24. Juli 2010 sind neben Gábor Boldoczki und Daniel Hope, Viviane Hagner, Veronika Eberle, Nikolay Borchev, das Kungsbacka Piano Trio und das Fauré Quartett zu erleben. Weitere erlauchte Namen in diesem Sommer sind Armin Mueller-Stahl, Max Raabe, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Roger Willemsen und Sol Gabetta. Erwartet werden Klangkörper wie das Deutsche Symphonie Orchester Berlin, das Kammerorchester Basel, die Klazz Brothers und die Cuba Percussions.
Den Auftakt des Jubiläumsjahres bildet ein Neujahrskonzert in Ulrichhusen am 31. Januar 2010 mit dem Theophil Ensemble Wien und dem Klarinettisten Matthias Schorn. Beim Abschlusskonzert in der St. Georgen Kirche in Wismar am 12. September 2010 wird als Auftragskomposition der Festspiele das Trompetenkonzert des türkischen Komponisten Fazil Say uraufgeführt. Say ist auch ein herausragender Pianist und zwei Wochen zuvor in Stolpe mit dem Gstaad Festival Orchestra zu erleben. Die erlauchten Sponsoren halten offenbar auch in der Krise die Treue.
