
- Andrew Mason,Groupon - Kress
Verbraucher und Kleinunternehmer haben im Internet die Möglichkeit, zum Beispiel beim Marktführer Groupon City-Deal, Geld, in Form von Rabatt-Coupons, beim Einkauf von Waren und beim Ordern von Dienstleistungen zu sparen. In Deutschland gehört auch Daily-Deal zu den Marktführer bei den Couponing-Plattformen. Weitere sind Amazon, die 2010/2011 für günstige 175 Millionen Dollar den Groupon-Klon Living-Social, der derzeit nach Europa expandiert, kaufte. Living-Social hatte vor dem Verkauf schon das spanische Lets-Bonus vereinnahmt. Couponing Plattformen scheinen auch in Deutschland eine gute Zukunft zu haben, denn es sind namhafte Firmen wie der "Kölner Express" (DuMont-Gruppe), ebenso wie seit Anfang dieses Jahres der TV-Sender Pro Sieben, die mit Daily-Deal kooperieren. Eine weitere amerikanische Plattform, Google Offers, wie der bei Google als Chef eingestiegene Larry Page bekannt gibt, ist in der Entwicklungsphase. Im günstigen Fall kann sie auch eine Firmenpräsentation bei Xing, Facebook und Twitter, die besonders für Kleinunternehmer wichtig sind, ergänzen. Xing wird in Deutschland am Meisten genutzt.
Verbraucher, die gerne direkt shoppen, können sich Quellen für Schnäppchen aus einem speziellen Schnäppchenführer heraussuchen. Auch bei Fabrikverkäufen kann Geld gespart werden.
Die Couponing Plattform Groupon City-Deal
Andrew Mason, ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Couponing-Plattform Groupon. Dieser Firmenname bildet sich aus den beiden Begriffen Gruppe und Coupon. Mit ihm erklärt sich die Funktionsweise des Dienstes. Denn Groupon bietet jeden Tag, wenn sich genügend Interessenten für eine bestimmte Ware finden, für diese einen Rabatt, in Form von Coupons, an. Mason bündelt die Kaufwünsche, erhandelt beim Einkauf einen Rabatt und gibt diesen, nach Abzug einer Provision, an seine Kunden weiter. Das Außergewöhnliche: Erstmalig können kleine Unternehmen auch Marketing-Konzepte buchen und Werbung schalten. Werbung im Internet ist preisgünstiger und kommt, bei Groupon, nur auf Anforderung, mit regionalen Angeboten, direkt, durch das Internet, zum Kunden ins Haus. Eine Zahlung wird erst dann gefordert, wenn Gutscheine angenommen werden.
Wie funktioniert Groupon MyCityDeal?
Kinder lernen schon den richtigen Umgang mit Geld in der Schule. Sie wissen, dass ein guter Umgang mit dieser Ressource auch im Internet sinnvoll ist. Auf der Homepage von Groupon City-Deal kann sich jeder User mit seiner Mailadresse zeitlich begrenzte Rabatte, die bis zu 90 Prozent des Verkaufspreises betragen können, für bestimmte Städte in Deutschland herunterladen. Die Registrierung bei Groupon City-Deal ist kostenfrei. Wer sich einträgt, bekommt anschließend eine Mail, die er bestätigen muss. Anschließend erhält der User seinen ersten Rabatt, bei dessen Verwendung er 35 Euro sparen kann. Wer keine Lust mehr an den aktuellen lokalen und nationalen Angebote von Groupon hat, kann die Mails jederzeit abbestellen.
Geschäftserfolge von Groupon in Amerika und Deutschland
Im Jahr 2008 startete Andrew Mason mit seinem Geschäftsangebot auf seiner Website, zuerst in Chicago. Da das Angebot gut ankam, wurde es auf die Großstädte Boston, dann New York City und schließlich Toronto/Kanada, ausgeweitet. In Deutschland wurde My-City-Deal im Mai 2010, von Groupon übernommen und ist, Stand Januar 2011, in mehr als 20 Städten, unter dem Namen Groupon City-Deal, bekannt. Es wird schon von mehr als 50 Millionen Verbrauchern genutzt. Im April 2010 investierte Digital Sky Technologies 135 Millionen US-Dollar in Groupon. Andrew Mason lehnte, wie Kress im Januar 2011 berichtete, für Groupon, im Dezember 2010, ein Übernahmeangebot von Google in Höhe von rund 6 Milliarden Dollar ab. Statt dessen stockten im Januar 2011 hochrangige Investmentfirmen, wie Kleiner Perkins Caufield & Byers, Greylock Partners und Andreessen Horowitz, das Betriebskapital mit rund 950 Millionen Dollar auf. Nach einem Bericht der New York Times vom Januar 2011 ist in absehbarer Zeit eine Börsengang der Firma, mit einer Bewertung von bis zu 15 Milliarden Dollar, geplant. Nach seinem Geschäftsmodell befragt, erklärt Mason lachend: Überraschung sei sein Geschäftsmodell. Er habe noch viel im Geschäftsleben vor und wolle, dass seine noch ungeborenen Kinder sich ein Leben ohne Groupon nicht vorstellen könnten. Nicht alle Finanzexperten stimmen mit ihm überein, dass die Ablehnung sinnvoll war.
Wie unterscheidet sich die Google Couponing Plattform Offers von den anderen
Den Betreibern des Blog "Mashable" liegt ein Google internes-Strategie-Schriftstück vor. In ihm wird "Google Offers als Produkt angekündigt, mit dem die potenzielle Kundschaft, per Mail, über regionale Schnäppchen informiert wird. Der Unterschied zu anderen Plattformen liegt darin, dass Google eine gut funktionierende Vertriebs-Mannschaft aufstellen kann. Damit sei, so die Vermutung von Finanzbeobachtern, das letzte Puzzelstück zu einer besseren Vermarktung von Google Maps und Google Places gefunden. Google, dessen Geschäft stark an den Einnahmen aus der Suchmaschinen-Werbung hängt, könnte damit im Social Web, das bei Google im Vergleich zu Groupon, Facebook und Zynga weit weniger zu melden hat, einen Fuß in die Tür bekommen. Beobachter, die den Informationen von "Mashable" Glauben schenken, sind davon überzeugt, dass der Dienst bald gestartet werden kann.
Quelle: kress, Christian Meier, Nico Kunkel
