Schon seit vielen Jahren widmen die Vereinten Nationen ein Jahr oder einen Tag einer Sache, die wichtig für die globale Gesellschaft ist. Im Jahr 2011 soll das Augenmerk der Menschen weltweit auf eine der schönsten Ressourcen gelenkt werden, die unsere Erde zu bieten hat: unsere Wälder.
Wälder - genutzte Natur, gelebte Vielfalt, wertvoll für jeden
Nicht nur der Schutz der Wälder ist Anliegen dieser Wahl, sondern vor allem ein Reflektieren, wie mit den Wäldern umgegangen wird. Nutzung und Schutz dürfen und müssen sich nicht ausschließen. Der Nutzen unserer Wälder hat viele Gesichter: Holz für Bau und Möbel, Nahrungsmittel wie Wild und Pilze und nicht zuletzt Erholung. Das Ökosystem Wald bietet mehr als nur das. Grund genug, die Wälder global ins Bewusstsein zu rücken. Der Wald hat für den Menschen eine hohe Bedeutung. Doch resultiert daraus zugleich eine große Verantwortung. Für die Gesellschaft wie für jeden Einzelnen.
Veranstaltungen in Deutschland
Das ist auch das Anliegen der deutschen Aktivitäten im Jahr der Wälder. Durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist eine Kampagne zu diesem Zweck ins Leben gerufen worden. Der Wald in seiner vielschichtigen kulturellen Bedeutung ist Mittelpunkt. Mit einer Internetseite ist eine Plattform geschaffen worden, die zum Bekanntmachen von großen und kleinen Veranstaltungen einlädt. Sie können per E-Mail gemeldet werden. Große Aktionstage sind ebenso willkommen wie kleine Wanderungen. Informationen und Links sind bereits jetzt erhältlich. Es wird im Lauf der Zeit mehr werden. Denn Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Links und Materialen zur Information vervollständigen das Angebot. Druckvorlagen et cetera gehören ebenfalls dazu. Bei der Verwendung muss jedoch immer ein konkreter Bezug zu den Wäldern vorhanden sein.
Rein in den Wald…
Den Wald für sich mit der Familie zu erleben, ist ein gesundes, erholsames und spannendes Vergnügen. Dabei ist es gleichgültig, ob ein bewirtschafteter Stadtwald schnell besucht wird. Oder ein sich selbst überlassener Wald wie in einem Nationalpark. Selbst Parks, die ein wenig wie künstliche Wälder sind, haben viel zu bieten. Einfach einmal wieder auf einem Waldweg spazieren gehen, die frische Luft atmen und auf die Geräusche der Vögel, der Rehe und der Blätter lauschen. Tief die verschiedenen Gerüche nach Erde, Blüten oder Laub in sich aufnehmen. Das Spiel von Licht und Schatten in den Blättern der Bäume. Das Gefühl, über ein Moospolster zu streicheln.
Mit Kindern ist das ein besonderes Erlebnis
Das Alter spielt keine Rolle. Das Baby im Kinderwagen wird durch die verschiedenen Eindrücke von Licht und Schatten, durch die Geräusche in seinen Sinnen angeregt. Das sanfte Schaukeln beim Spaziergang wiegt das Kind in den Schlaf, in dem das Gehirn weiter seinen vornehmsten Pflichten folgt: Entwickeln, Wachsen. Später gibt es viele Möglichkeiten zum Rennen und Klettern, Forschen und Erkunden. Sind es noch anfangs die unbekannten Formen, die verschiedenen Oberflächen, die faszinieren, kommen später die vielen Erfahrungen hinzu, die Kinder im Wald machen können. Ein Bestimmungsbuch für die Pflanzen und Tiere ist dann ein guter Begleiter. Das Ganze durch ein Picknick gekrönt, ist für Kinder ein herrliches Vergnügen. Ganz nebenbei lernen sie, den Wald zu schätzen und in seiner gesamten kulturellen Dimension zu begreifen: Als bewahrenswertes Ökosystem und genutzten Lebensraum.
