
- Der längste Tag des Jahres - Stephan Böttcher
Mitten im Juni findet der längste Tag des Jahres statt. Die Sonne scheint am 21. Juni im Himmel rasten zu wollen. Der Tag ist lang und die Nacht kurz. Allerdings ist es ein Kraus zu wissen, dass es von diesem Tag an wieder heißt, sich dem kalten Winter zu nähern. Dennoch, bevor den Deutschen der Schnee und Frost wieder droht, gilt es erst einmal Freibäder aufzusuchen, knappe Kleidung zu tragen und die strahlende Sonne zu genießen.
Bedeutung der Sommersonnenwende
In Deutschland findet die Sommersonnenwende, und somit der längste Tag des Jahres, immer am 21. Juni statt. Die Sonne hat an diesem Tag den größten nördlichen Abstand zum Himmeläquator. Sie steht also fast senkrecht zur nördlichen Erdhalbkugel. Von dem Punkt an, werden die Nächte wieder länger und die Tage kürzer. Erst ab dem 21. Dezember, an dem die Wintersonnenwende stattfindet, dreht sich der Spieß wieder um.
Das Aufstehen fällt leichter
Im Winter ist alles trist, kalt und dunkel. Ein Wecker, dem es befohlen wurde, um 6 Uhr seinen Herrscher zu wecken, wird im Sommer nicht vor lauter Müdigkeit und dem Fakt, dass nichts gesehen werden kann, zertrümmert. Meistens werden die Arbeitsschaffenden sowieso von den Vogelgesängen geweckt. Das kuschelige Bett ist ebenfalls Nebensache, da die Wärme des Sommers die Decken überflüssig machen und man sich eher nach einer kalten und erfrischenden Dusche sehnt. Danach kann kraftvoll und munter bei strahlendem Sonnenschein der Tag gestartet werden.
Den Sommer und die Helligkeit nutzen
Der 21. Juni ist also der längste Tag im Jahr. Da mit diesem Tag gleichzeitig der Sommer herbeigerufen wird, muss nicht getrauert werden, dass bereits ein Tag danach die Sonne etwas kürzer scheint. Mindestens noch im Juli bekommt man davon so gut wie nichts mit. Da die Nacht am 21. Juni ziemlich kurz ist, können Frühaufsteher sowie Menschen, die es bevorzugen erst spät zu Bett zu gehen diesen längsten Tag wunderbar nutzen. Ein abendlicher Spaziergang kann noch länger ausgedehnt werden, das morgendliche Jogging kann schon beizeiten stattfinden, da die Sonne schon sehr früh aufgeht. Wer die Nacht und die Dunkelheit fürchtet, kann an diesem Tag die lange Helligkeit feiern.
Im Sommer kann der Garten wieder gepflegt werden, es können späte Grillfeste stattfinden und die lauwarmen Nächte lassen auch Lebendigkeit bei Dunkelheit auf den Straßen aufblitzen. Die Jugend, die auf Party geht, kann im Hellen zur Nachtschwärmerei losziehen. Gleichzeitig kann sie aber auch im Hellen nach Hause torkeln, ohne sich der Gefahr auszuliefern von der Dunkelheit schwer zu erkennbare Gegenstände nicht zu bemerken und schlussendlich gegen zu laufen.
Der Sommer erheitert die Menschen
Im Winter leben viele Menschen eingekauert in ihren eigenen vier Wänden und vor lauter Kälte nicht ansprechbar – ein Fall von Winterdepression. Doch der Sommer bringt gegenteilige Qualitäten mit sich. Er fordert die Menschen dazu auf, nach draußen zu gehen. Sobald Sonnenstrahlen das vom Winter getrübte Deutschland erhellen, findet man an jeder Ecke einen lachenden und glücklichen Menschen. Die Sonne schlägt sich positiv auf das Gemüt nieder. Ob im Park, am See, in Freibädern oder beim Spaziergang durch die Stadt – überall liegen, sitzen und gehen Menschen, die einfach nur die Wärme genießen. Das Glück scheint in einem einzigen Sonnenstrahl vielfach vorhanden zu sein. Und wem es doch einmal zu warm wird, kann auf ein frisches Sommergewitter hoffen.
