3. Jugendlandtag NRW

Plenarsaal, Jugendliche - Tanja Figlus
Plenarsaal, Jugendliche - Tanja Figlus
Der Jugendlandtag NRW fand nun schon zum dritten Mal statt. Rund 181 Jugendliche konnten sich einen der begehrten Plätze eines Landtagsabgeordneten sichern.

„Politik verstehe ich nicht, außerdem ist das doch eh nur eine Sache für die ältere Generation!“ So lautet das Vorurteil vieler Jugendlichen in Deutschland. Etwas im Land bewirken, eine Meinung haben und dies nicht nur bei Wahlen, sondern aktiv Gesetzesvorlagen diskutieren und einen positiven Einfluss auf meine Umgebung haben. Auch so kann der Wunsch vieler junger Leute sein. Doch wie bekommt man die Möglichkeit zu einem aktiven Umgang mit Politik? Eine mögliche Antwort ist der Jugendlandtag NRW. Vom 7.10. bis 9.10.2010 fand nun schon der dritte Jugendlandtag NRW in Düsseldorf statt. Rund 181 Jugendliche nahmen auf einem der begehrten Plätze eines Landtagsabgeordneten Platz und vertraten diesen mit allem nötigen Engagement.

Einmal hinter die Kulissen schauen und den Platz eines Mitglied des Landtages einnehmen

Besonders für Politik-Neulinge war die Veranstaltung eine gute Möglichkeit, um den Wissensstand in aktuellen Debatten aufzufrischen. Aber auch bereits politisch aktive Jugendliche sind voll auf ihre Kosten gekommen. Die meisten wollten gar nicht mehr aufhören mit Parteimitgliedern zu diskutieren und ihre Meinung vor anderen Jugendlichen kund zu tun. Einmal die Möglichkeit bekommen, von den „Senior Politikern“ angehört zu werden, aber auch mit anderen Altersgenossen die Meinung des Volkes zu vertreten, standen im Vordergrund der Interessen. Heiße Diskussionen ließen die Teilnehmer in geradezu euphorische Debatten vertiefen. So zeigten die jungen "Volksvertreter", wie gut sie über aktuellen Themen informiert sind. Allerdings wurden auch schon erste abweisende Haltungen gegen andere Fraktionen erkennbar. Des Weiteren ließ der vollgespickte Terminplan keine Wünsche für die ehrgeizigen Schülerinnen und Schüler offen.

Der Tagesablauf beim Jugendlandtag NRW

Nachdem man sich am ersten Tag gerade einmal mit der Umgebung vertraut gemacht hatte, stand auch schon die erste Fraktionssitzung an, gefolgt von zahlreichen Fototerminen und natürlich erste Versuche des Kennenlernens. Des Weiteren musste jede Partei einen Fraktionsvorsitzenden wählen, sowie einen Stellvertreter und zwei Schriftführer.

Noch aufregender schien aber der zweite Tag: „Fraktionssitzung, Arbeitskreis Sitzung, Pressekonferenz, Mittagessen, öffentliche Anhörung von Experten, Arbeitskreis-Sitzung, Fraktionssitzung, Ausschusssitzung und wieder Fraktionssitzung“. Wer danach noch nicht müde war, konnte sich am Buffet stärken und der Liveband lauschen.

Besonders der letzte der drei Tage stellte einen Höhepunkt dar. Einige freiwillige jeder Partei hatten die Möglichkeit, eine Rede vorzutragen und so einmal selber die Plätze ihrer politischen Vorbilder einzunehmen. Diese waren natürlich stets dabei und standen den Teilnehmer/innen ständig zur Verfügung, um in kritischen Situationen Hilfestellung zu leisten.

Fazit zum 3. Jugendlandtag NRW

Besonders dieses Erlebnis weckte bei den Jugendlichen das Gefühl ernst genommen zu werden. „Ich habe eine Stimme und die will ich auch nutzen“, lautet die Aussage eines Teilnehmers. Abschließend lässt sich sagen, dass die meisten Jugendlichen die drei Tage nutzen konnten, um neue Kontakte zu anderen politisch Interessierten zu knüpfen, sowie neue Kenntnisse zu erwerben oder bereits vorhandene Kenntnisse zu vertiefen.