Hunderte Presseinformationen landen tagtäglich auf den Tischen der Redakteure: von Agenturen oder von Unternehmen, via Post, Fax und e-Mail. Damit bei der herrschenden Informationsflut eine Pressemitteilung nicht sofort untergeht, gilt es einige Regeln zu befolgen.
Regel 1: Die Zielgruppe des Unternehmens definieren
Bevor eine Presseinformation erstellt wird, sollte das Unternehmen genau abklären, wer seine Zielgruppe ist, mit welchen Themen das Interesse dieser Personengruppen geweckt werden kann und welche Informationen gelesen, gehört oder gesehen werden. In weiterer Folge heißt es herauszufinden, mit welchen Medien man diese Zielgruppen am besten erreichen kann.
Regel 2: Unterschiedliche Medien für unterschiedliche Inhalte
Nicht nur bekannte Tages- und Wochenzeitungen, die hohe Auflagen erzielen und eine breite Öffentlichkeit erreichen, sind für die Pressearbeit eines Unternehmens von Interesse. Oft sind kleinere und speziellere Medien, wie lokale Zeitungen oder Fachmagazine, die besseren Kanäle, um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen.
Wenn ein Unternehmen junge Menschen ansprechen möchte, ist es wahrscheinlich, dass ein Artikel in einer Studentenzeitung mit geringerer Auflagenzahl oder auf einem Onlineportal auf mehr Resonanz trifft, als eine Pressemeldung in einer großen Tageszeitung. Senioren werden oft besser mit einem Artikel in einer lokalen Bezirkszeitung, als mit einer Erwähnung in einem renommierten Wirtschaftsmagazin erreicht. Ein Artikel in einer lokalen Gratiszeitung kann oft mehr Kunden bringen, als einige Zeilen in einem internationalen Magazin.
Regel 3: Gute Presseinformationen sind aktuell und haben Lesernutzen
Die meisten Journalisten müssen unter Zeitdruck arbeiten und sehen gute Presseinformationen durchaus als Bereicherung. Vorausgesetzt diese enthalten aussagestarke Informationen nach dem Motto: In der Kürze liegt die Würze. Das gilt für eine e-Mail-Information ebenso, wie für eine gut aufbereitete Pressemappe. Wichtig ist, dass von Lobhudelei und Selbstbeweihräucherung Abstand genommen wird. Sind die Informationen aktuell und für die jeweilige Zielgruppe des Journalisten von Interesse und von Nutzen, dann hat die Pressemitteilung gute Chancen berücksichtigt zu werden.
Regel 4: Pressetexte sollen auf die jeweiligen Medien abgestimmt werden
Der Redakteur eines trendigen Wirtschaftsmagazins hat in der Regel einen anderen Schreibstil als jener eines konservativen Blattes. Für die einen sind zum Beispiel Prominente ein Lesernutzen, für andere wiederum ein rotes Tuch. Daher ist es sinnvoll, sich vor dem Versenden einer Presseinformation über einen längeren Zeitraum mit den Inhalten, den Schwerpunkten und dem Schreibstil der verschiedenen Medien zu befassen und den Pressetext gemäß diesen Anforderungen vorzubereiten.
Regel 5: Welcher Journalist ist für welche Themen zuständig?
Journalisten müssen ein vielfältiges Wissensspektrum abdecken. Wer eine Pressemitteilung aussenden will, sollte sich daher genau informieren, an welches Ressort er diese schickt und noch besser, für wen konkret welche Informationen von Interesse sein könnten. Einen ersten Ansatzpunkt liefern die Websites der Medien, auf denen zumeist die Kontaktpersonen für die einzelnen Sachgebiete angegeben sind. Eine allgemeine Presseaussendung, die im Gießkannensystem an sämtliche Redaktionen geschickt wird, findet sicher weniger Beachtung, als eine Information, die an einen zuständigen Journalisten persönlich adressiert wird.
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