
- Deutscher Filmpreis 2010 - Deutsche Filmakademie e.V.
Die Mitgliederversammlung der im Jahr 2003 gegründeten Deutschen Filmakademie e.V. entschied sich im Februar 2010 dafür, die Schauspielerin Iris Berben und ihren Kollegen Bruno Ganz zum neuen Präsidentenpaar des durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzierten Vereins zu ernennen. Berben und Ganz traten damit die Nachfolge von Schauspielerin Senta Berger und Produzent Günter Rohrbach an. Zeitgleich wurde der Vorstand um die Drehbuchautorin Dorothee Schön, den Mischtonmeister Martin Steyer, den Schauspieler Burghart Klaußner, die Szenen- und Kostümbildnerin Monika Bauert, den Produzenten Hans W. Geißendörfer sowie die Regisseurin Connie Walther erweitert.
Der Deutsche Filmpreis 2010
Bereits seit dem Jahr 2005 ist die Deutsche Filmakademie e.V. auch für die Vergabe des Deutschen Filmpreises zuständig: Der Termin für die 60. Ausgabe der Preisverleihung wurde auf den 23. April 2010 gelegt. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll die Trophäe in der Kategorie Bester Spielfilm im Berliner Friedrichsstadtpalast überreichen. Die künstlerische Leitung der Veranstaltung obliegt dem Produzenten Benjamin Herrmann und dem Regisseur Florian Gallenberger. Für die Moderation des Abends wurde Barbara Schöneberger verpflichtet. Die ARD überträgt ab 21:45 Uhr.
Lesen Sie hier alles zur Verleihungsgala und den Gewinnern vom 23. April 2010!
Am Freitag den 19. März 2010 wurden von Iris Berben, Bruno Ganz, Benjamin Herrmann, dem Staatsminister für Kultur Bernd Neumann sowie Filmakademievorstand Thomas Kufus in der Deutschen Kinemathek Berlin die Nominierungen zum 60. Deutschen Filmpreis bekannt gegeben, der von den Sponsoren s.Oliver, der Volkswagen AG, Estée Lauder, der Zeitschrift Gala und der Medienboard Berlin Brandenburg GmbH sowie von der ARD und dem rbb-Fernsehen unterstützt wird. Nominiert für den 60. Deutschen Filmpreis sind:
Bester Spielfilm / Programmfüllende Spielfilme
- "Alle anderen“ – Janine Jackowski, Maren Ade, Dirk Engelhardt, Komplizenfilm / Regie Maren Ade / Drama
- "Die Fremde“ – Independent Artists Filmproduktion / Regie Feo Aladag / Drama
- "Soul Kitchen“ – Fatih Akin, Klaus Maeck, Corazón International / Regie Fatih Akin / Komödie
- "Sturm“ – Britta Knöller, Hans-Christian Schmid, 23/5 Filmproduktion / Regie Hans-Christian Schmid / Drama
- "Das weiße Band“ – Stefan Arndt, X-Filme, Wega Film / Regie Michael Haneke / Drama
- "Wüstenblume“ - Desert Flower Filmproduktion / Regie Sherry Hormann / Drama
Beste darstellerische Leistung / Weibliche Hauptrolle
- Corinna Harfouch in "This is Love“
- Sibel Kekilli in "Die Fremde“
- Susanne Lothar in "Das weiße Band“
- Birgit Minichmayr in "Alle anderen“
Beste darstellerische Leistung / Männliche Hauptrolle
- Fabian Hinrichs in "Schwerkraft“
- Henry Hübchen in "Whisky mit Wodka“
- Burghart Klaußner in "Das weiße Band“
- Devid Striesow in "So glücklich war ich noch nie“
Beste darstellerische Leistung / Weibliche Nebenrolle
- Maria-Victoria Dragus in "Das weiße Band»
- Hannah Herzsprung in "Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“
- Jördis Triebel in "Die Päpstin“
- Nadja Uhl in "Männerherzen“ mit Florian-David Fitz
Beste darstellerische Leistung / Männliche Nebenrolle
- Rainer Bock in "Das weiße Band“
- Justus von Dohnányi in "Männerherzen“
- Ulrich Noethen in "Henri 4“
- Settar Tanriögen in "Die Fremde“
Beste Kamera / Bildgestaltung
- Christian Berger für seine Arbeit für "Das weiße Band“
- Hagen Bodganski für seine Arbeit in "Hilde“ mit Heike Makatsch
- Jana Marsik für ihre Arbeit für den Kinderfilm "Lippels Traum“
- Reinhold Vorschneider für seine Arbeit in "Der Räuber“
Bester Schnitt
- Andrew Bird für den Schnitt des Werkes "Soulkitchen“
- Andrea Mertens für den Schnitt des Filmes "Die Fremde“
- Andreas Radtke für den Schnitt des Werkes "Die Tür“
- Hansjörg Weißbrich für den Schnitt des Filmes "Sturm“
- Monika Willi für ihren Schnitt des Werkes "Das weiße Band“
Beste Filmmusik
- Ali N. Askin für die Vertonung von "Salami Aleikum“
- The Notwist für die Musik zu "Sturm“
- Fabian Römer für seine Arbeit bei "Die Tür“
- Ralf Wengenmayr für die Filmmusik zu "Wickie und die starken Männer“
Beste Tongestaltung
- Michael Kranz und Ben Rosenkind für "Wickie und die starken Männer“
- Jörg Krieger, Richard Borowski und Kai Storck für "Die Tür“
- Guillaume Sciama und Jean-Pierre Laforce für "Das weiße Band“
- Roland Winke, Stefan Busch und Michael Kranz für "Die Päpstin“
Bestes Drehbuch
- Feo Adladag für das Skript zu "Die Fremde“
- Michael Haneke für das Drehbuch zu "Das weiße Band“
- Wolfgang Kohlhaase (Ehrenpreisträger Berlinale 2010) für "Whisky mit Wodka“
- Bernd Lange und Hans-Christian Schmid für "Sturm“
Programmfüllende Dokumentarfilme
- "Die Frau mit den fünf Elefanten“ - Thomas Tielsch / Filmtank / Regie Vadim Jendreyko
- "Das Herz von Jenin“ - Ernst L. Ganzert, Ulli Pfau / Eikon Südwest / Regie Marcus Vetter
Programmfüllende Kinderfilme / Bester Kinder- und Jugendfilm
- "Lippels Traum“ - Ulrich Limmer / Collina Filmproduktion / Regie Lars Büchel
- "Vorstadtkrokodile“ - Lena Olbrich, Christian Becker / Rat Pack / Regie Christian Ditter
Bestes Szenenbild
- Thomas Freudenthal für "Hilde“
- Christoph Kanter für "Das weiße Band“
- Bernd Lepel für "Die Päpstin“
- Matthias Müsse für "Wickie und die starken Männer“
Bestes Maskenbild (wird erstmals ausgezeichnet)
- Wolfgang Boge und Heiko Schmidt für "Hilde“
- Georg Korpás für "Wickie und die starken Männer“
- Waldemar Pokromski und Anette Keiser für "Das weiße Band“
- Gerhard Zeiss für "Henri 4“
Bestes Kostümbild
- Lucie Bates für "Hilde“
- Moidele Bickel für "Das weiße Band“
- Esther Walz für "Die Päpstin“
- Ursula Welter für "Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“
Beste Regie
- Maren Ade für "Alle anderen“
- Feo Aladag für "Die Fremde“
- Michael Haneke für "Das weiße Band“
- Hans-Christian Schmid für "Sturm“
Die Nominierungen in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Kinderfilm und Bester Dokumentarfilm sind bereits mit projektgebundenen Preisgeldern in Höhe von 1,95 Millionen Euro verknüpft. Insgesamt ist der Deutsche Filmpreis mit seinen 2,855 Millionen Euro Preisgeld die höchstdotierte Auszeichnung des Filmgeschehens hierzulande.
Hier finden Sie einen Rückblick auf den Deutschen Filmpreis 2009!
