
- 9. Französische Filmwoche Berlin, Plakat - Französische Filmwoche
Das Bureau du Cinéma der Kulturabteilung der Französischen Botschaft, präsentierte 20 aktuelle französischsprachige "Leckerbissen“ aus Frankreich, Belgien, Québec und der Schweiz, die zusammen ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm im Cinéma Paris und Filmtheater am Friedrichshain bildeten und mehr als 3300 Zuschauer ins Kino lockten. Neben ausgeklügelten Komödien, lustigen Krimis, abenteuerlichen Kinderfilmen und anspruchsvollen Autorenfilmen boten sich nach den Veranstaltungen spannende Publikums-Gespräche mit Regisseuren und Schauspielern des französischen Unterhaltungskinos.
Geheimtipps und Entdeckungen des französischen Films
- "Seraphine“ (mit Yolande Moreau und Ulrich Tukur)
Der Künstlerfilm "Séraphine“ blickt in die Lebensgeschichte der französischen Malerin Séraphine Louis (1864-1942), auch Séraphine de Senlis genannt. Ihre floralen Motive, die sie auf Befehl ihrer Schutzengel malte, zählen zu den Vertretern der naiven Kunst. Die deutsch-französische Koproduktion "Séraphine“ war bei den "Cáesars“ der große Abräumer und gewann in sieben Preiskategorien (unter anderem für Jolande Moreau als die beste Schauspielerin, bester französischer Film, bestes Originaldrehbuch)!
- "LOL“ - Liebenswerte, chaotische Komödie im Stil von "La Boum – Die Fete“
LOL? Das heißt "Laughing out Loud“ (Lauthals lachen) in der Internet- und SMS-Sprache. So wird Lola (Christa Theret), die gerade aufs Gymnasium wechselt, auch von ihren Freunden genannt. Das Leben der 16-Jährigen ist eine Gefühls-Achterbahn aus Unterricht, Schulfreunden, Verliebtheit und Familienbeziehungen. Nach "La Boum – Die Fete“ und "Die Studentin“ wechselt Sophie Marceau die Seiten und spielt die (kiffende) Mutter in dieser Teenager-Komödie, die in Frankreich bereits Kult ist und für Zuschauer von 7 – 77 Jahren geeignet ist.
- "Mia et le migou“ - Neuer Trickfilm von Jacques-Rémy Girerd ("Die Weisheit der Frösche“)
Mias Vater arbeitet weit entfernt im Wald, deshalb wird sie von den alten Frauen des Dorfes aufgezogen. Mia (erinnert an die Trickfilmfigur "Heidi“) hat eines Nachts einen Alptraum und eine schlimme Vorahnung, so macht sie sich alleine auf die Suche nach ihrem Vater. Der Weg ist weit und es begegnen ihr viele ungewöhnliche Gefährten. Wird Mia mit dem wundersamen Migou (Stimme von Dany Boon/“Willkommen bei den Sch'tis“) ihren Vater retten?
Jacques-Rémy Girerd wurde für seinen vorletzten Trickfilm "Die Weisheit der Frösche“ (Einarmige Schildkröte synchronisiert von Nina Hagen) mehrfach ausgezeichnet und hatte in Frankreich über eine Million Zuschauer.
- "Versailles“ – Einer der letzten Filme mit Guillaume Depardieu
Das heutige Paris. Eine junge arbeitslose Mutter (Aure Atika) treibt mit ihrem Kind obdachlos und ohne sozialen Halt durch die Metropole. Die Irrfahrt führt in den Wald von Versailles, wo sie den von der Außenwelt abgeschnittenen und in einer Waldhütte lebenden Damien (Guillaume Depardieu) begegnet. Nach einer Nacht mit ihm, verlässt sie ihren Sohn und verschwindet. Der Mann und das Kind müssen nun lernen, miteinander zu leben... Das Drama "Versailles“ ist einer der letzten Filme mit Guillaume Depardieu (César-Nominierung als bester Schauspieler), denn Gérard Depardieus Sohn verstarb im Alter von nur 37 Jahren im Oktober des Jahres 2008 überraschend an einer Lungenentzündung, die durch eine Virusinfektion ausgelöst wurde.
