9 Tipps für eine gelungene Präsentation

Wie Sie anhand einiger einfacher Tipps eine Präsentation erstellen und halten, an die man sich erinnert.

Wer kennt das nicht? Gähnend langweilige Präsentationen, bei denen sich das Publikum lieber mit dem Mobiltelefon beschäftigt, Schifferversenken spielt oder den Notausgang sucht. Jeder hat das schon einmal erlebt. Was ist nun, wenn Sie in der Rolle des Präsentierenden sind? Sie möchten es besser machen und wollen, dass das Publikum an Ihren Lippen klebt und mit einem guten Gefühl nach Hause geht. Hier sind neun einfache und schnelle Tipps für eine unvergessliche Präsentation:

1. Ohne Ziel ist jeder Weg der richtige

Das sagte schon Konfuzius. Legen Sie schon zu Beginn fest, was das Ziel Ihrer Präsentation ist. Worauf möchten Sie die Aufmerksamkeit des Publikums lenken? Welche Botschaft oder Aufforderung möchten Sie Ihren Zuhörern mit auf den Weg geben?

2. Entwickeln Sie eine Geschichte

Wir Menschen lieben Geschichten. Vor allem, wenn sie spannend und authentisch sind. Versetzen Sie sich in Ihre Zuhörer: Mit wem haben Sie es zu tun? Welche Art Geschichte könnte sie interessieren und Ihnen bei der Erreichung Ihres Zieles helfen?

3. Schalten Sie Ihren Computer aus

Sobald Sie direkt in Powerpoint oder Keynote arbeiten, setzen Sie Ihrer Kreativität automatisch Grenzen: Sie gestalten Form und Inhalt der Präsentation nach Ihrem Können oder nach den in der Software zur Verfügung stehenden Vorlagen. Das machen alle anderen auch. Ergebnis: Langeweile.

4. Nehmen Sie Papier und Bleistift

... oder Ihren Lieblingsstift und skizzieren Sie auf einem leeren Blatt die Geschichte, die Sie erzählen möchten, unabhängig von den technischen Restriktionen der Software oder Ihren Fähigkeiten. Wenn Sie mit dem Entwurf zufrieden sind, können Sie den Rechner wieder einschalten und mit der Umsetzung beginnen.

5. Machen Sie kreative Pausen

Manchmal ist es gut, den Entwurf etwas liegen zu lassen und ihn später wieder zur Hand zu nehmen. Gute Ideen kommen häufig in einem ganz anderen Zusammenhang – etwa unter der Dusche.

6. Setzen Sie Ihre Ideen um

Wenn Sie nicht alles selbst so umsetzen können, wie Sie es sich auf dem Papier vorgestellt haben, suchen Sie sich Unterstützung. Freunde, Kollegen oder entsprechende Foren im Internet können da hilfreich sein.

7. Weniger ist mehr

Wenn Sie eine Geschichte erzählen, verwenden Sie Bilder. Wir können uns Bilder meist besser merken als einen Faktenfriedhof. Wenn Sie Zahlen verwenden müssen, heben Sie nur die bedeutendsten hervor. Für Detailübersichten verwenden Sie die Handouts. Wenn Sie möchten, dass Ihr Publikum einschläft, verwenden Sie viel Text in kleiner Schriftgröße. Wenn nicht: Verwenden Sie maximal 5 bis 7 Worte auf einer Folie. Mehr Informationen kann unser Gehirn ohnehin nicht gleichzeitig bewusst verarbeiten. Beherzigen Sie den "Weniger-ist-mehr-Grundsatz" auch bei der Folienanzahl: Sie sind kein Filmvorführer!

8. Wenn alles fertig ist

... kommt die Stunde der Wahrheit: Ihre Präsentation. Wer hat gesagt, dass eine Präsentation genau 45 oder 60 Minuten zu dauern hat? Sprechen Sie einmal genau 21 Minuten. Kündigen Sie es genau so an und halten die Zeit ein. Übrigens: Ständig auf die Uhr zu sehen ist für alle Beteiligten nervig. Nutzen Sie Laserpointer und Fernbedienungen, die 5 Minuten vor Ablauf der Redezeit einen kleinen Vibrationsalarm aussenden (etwa von Logitech). Sie wissen dann, wo Sie zeitlich stehen und werden nicht ständig abgelenkt.

Damit Sie sich nicht bei jedem Folienwechsel umdrehen und auf die Leinwand gucken müssen, richten Sie sich einen Rednermonitor ein, den Sie im Blick haben, wenn Sie zum Publikum sprechen. Das kann auch Ihr Notebook sein. Achten Sie auf gute Verständlichkeit. Vielleicht benötigen Sie aufgrund Ihrer Stimme und der Größe des Saales ein Mikrofon. Dann sollten Sie den Umgang damit vorher schon einmal geübt haben.

9. Eigentlich klar, oder?

Verteilen Sie niemals vor der Präsentation die Handouts. Niemand wird Ihnen noch zuhören. Perfekte Handouts enthalten neben den vorgestellten Folien auf jeden Fall Zusatzinformationen (Tabellen, Texte, Verweise, die Sie angesprochen, nicht jedoch mit auf die Folien geschrieben haben) oder sogar den Vortrag als Zusammenfassung.

Quellen: eigene Recherche

Bertold Raschkowski, (Foto: Erik Hinz)

Bertold Raschkowski - Bertold Raschkowski betreibt auf Five By Nine (www.5by9.org, Twitter @5by9) ein Fachgeschäft für Ideen, Anregungen rund um Work, ...

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