Für den März des Jahres 2012 kündigte der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche die Markteinführung der nächsten Generation des 911 Cabriolets vor. Auf Basis des erst auf der 64. Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt präsentierten neuen Coupés entwickelten die Zuffenhausener die Modelle 911 Carrera Cabriolet und 911 Carrera Cabriolet S, die sämtliche Designmerkmale des neuen Neunelfers übernehmen. Genauso wie das Coupé wurde auch das Cabrio völlig neu entwickelt: Inklusive der Dachkonstruktion, die nach Herstellerangaben durch den Einsatz von Magnesium Gewicht und Verbrauch des Fahrzeuges senkt. Die typische 911-Dachkontur bleibt damit erstmals in vollem Umfang erhalten. Auch bei den offenen Elfern sei es Porsche gelungen, die Gewichtsspirale umzukehren und die neuen Cabrio-Modelle deutlich leichter als ihre Vorgänger zu machen. Und das war auch nötig, denn der neueste Neunelfer mit der internen Baumusternummer 991 hat an Größe zugelegt: Der Radstand wurde um zehn Zentimeter verlängert; das Auto ist auch in der Breite gewachsen. Dennoch versprach der Hersteller noch sportlichere Fahreigenschaften, mehr Präzision und Agilität. Dass dieses Versprechen gehalten wurde, davon haben sich Pressevertreter wie Birte Karalus der Sendung "Auto mobil“ auf VOX inzwischen überzeugt. Den Neunelfer als Cabriolet gibt es seit dem Modelljahr 1983.

Neues 911 Cabriolet: Daten und Fakten

Die beiden neuesten Cabriolets verfügen jeweils über den gleichen Antrieb wie die neuen Coupés. Im Heck des 911 Carrera arbeitet ein 3,4-Liter-Boxermotor mit 350 PS (257 kW), dessen Kraft über ein Siebengang-Schaltgetriebe auf die Hinterräder wirkt. Der offene 911 Carrera S hat einen 3,8-Liter-Sechszylinder mit 400 PS (294 kW) und ebenfalls serienmäßig ein Siebengang-Schaltgetriebe. Damit setzen sich auch die offenen Elfer in ihrer Effizienz weiter vom Wettbewerb ab, erklärte der Hersteller, denn beide Modelle verbrauchen weniger als zehn Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Für die Cabriolets steht alternativ das Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) zur Wahl, mit dem geringere Verbräuche und verkürzte Beschleunigungszeiten möglich sind.

Neuer 911: Änderungen bei den Abmessungen

Der Porsche 911 der Baureihen 997 und 997/2 basierte immer noch auf dem Porsche 911/996 aus dem Jahr 1997. 2004 aufwändig an Front, Heck und Innenraum aufgefrischt, konnte die Baureihe so noch weitere Absatzerfolge einfahren. Der Nachfolger folgt dem bisherigen gestalterischen Grundkonzept, überträgt es aber auf eine Karosse, die mit einer Länge von 4,49 Metern, einer Breite von 1,87 Metern und einer Höhe von 1,29 Metern um 56 Millimeter länger, 65 Millimeter breiter und 11 Millimeter flacher ist als die des Vorgängers. Der Radstand des neuen Porsche 911 / 991 wuchs um 100 Millimeter; zehn Zentimeter mehr Raum für etwas mehr Platz im Fond, aber auch für besseren Geradeauslauf sowie die Umsetzung der Zulassungsbestimmungen des US-Marktes.

Porsche 911 Preise

Denn die US-Verbrauchsgrenzwerte berücksichtigen selbst Kriterien wie Spurbreite und Radstand, wenn es um die Einstufung neuer Kraftfahrzeuge geht. Dass der neue Neunelfer dennoch unverändert dynamisch wirkt, hängt damit zusammen, dass Porsche ihn gleichzeitig um elf Zentimeter niedriger gemacht hat. Für die Markteinführung der beiden Cabrioletvarianten des neuen 911 hat der Stuttgarter Sportwagenhersteller den 03. März 2012 ins Auge gefasst. Die Preise für das 911 Carrera Cabrio mit 350 PS beziehungsweise 257 kW beginnen bei 100.532 Euro; das 400 PS beziehungsweise 294 kW starke 911 Carrera S Cabrio startet bei 114.931 Euro einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Panamera GTS: Sportwagen mit vier Türen

Zwei Tage vor der Präsentation des neuen Porsche 911 Cabriolet brachte der Stuttgarter Premiumhersteller mit dem Panamera GTS eine neue Hochleistungsvariante seines Viertürer-Modells Panamera. GTS, so der Autobauer, stünde bei Porsche für Gran Turismo Sport; seit dem legendären 904 Carrera GTS von 1963 ein Symbol für außergewöhnliche Porsche-Performance, so die Firma. Konkret heißt das: Mehr Leistung und verstärkte Bremsen, eine um zehn Millimeter tiefergelegte Karosserie und das besonders sportlich abgestimmte Fahrwerk mit Luftfederung und PASM sind die wesentlichen technischen Modifikationen, die ihn zu dem Panamera-Modell auch für den Rundkurs machen, ohne an Alltagstauglichkeit zu verlieren.

In seinem Auftreten zeigt der neue Panamera GTS Eigenständigkeit durch Designmerkmale im Bug-, Seiten- und Heckbereich sowie schwarze Kontraste. Auch das Interieur ist mit adaptiven Sportsitzen, SportDesign-Lenkrad mit Schaltpaddles und GTS-Lederausstattung mit Alcantara-Oberflächen auf den sportlichen Charakter zugeschnitten. Der neue Panamera GTS wird von einem modifizierten V8-Saugmotor mit 4,8 Litern Hubraum angetrieben, der 430 PS beziehungsweise 316 kW bei 6.700 Umdrehungen pro Minute leistet und damit das Triebwerk der Schwestermodelle Panamera S/4S um 30 PS (22 kW) überbietet. Auch das maximale Drehmoment steigt im Vergleich von 500 Newtonmeter (Nm) auf 520 Nm.

Panamera GTS: Markteinführung und Preis

Das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) übersetzt die Motorleistung ohne Zugkraftunterbrechung zum Allradantrieb (PTM). Diese Zusammenarbeit versetzt den Panamera GTS in die Lage, innerhalb von 4,5 Sekunden auf Tempo 100 zu spurten und bis zur Höchstgeschwindigkeit von 288 Kilometer pro Stunde weiter zu beschleunigen. Er soll 10,9 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen; mit Leichtlaufreifen sind es derer nur 10,7. Fünf Millimeter starke Distanzscheiben zwischen Rad und Radträger verbreitern die Spur an der Hinterachse. Porsche kündigte die Markteinführung des Panamera GTS für Februar 2012 und 116.716 Euro brutto an. Das bereits in der Fachpresse avisierte Facelift bietet der GTS jedoch noch nicht.