
- Nightmare - Mörderische Träume (1984) - Warner Home Video
Horrorfilm-Remakes gibt es inzwischen jedes Jahr zuhauf. Aber selten wird die Qualität des Originals auch nur annähernd erreicht. Die neue Fassung des Klassikers "Nightmare – Mörderische Träume" wird jedoch bereits jetzt heiß erwartet.
"Nightmare – Mörderische Träume": Wes Craven lässt Freddy Krueger auf Teenies los
Als Regisseur Wes Craven ("Hügel der blutigen Augen", "Das letzte Haus links") im Jahr 1984 mit "Nightmare – Mörderische Träume" seinem Lieblingsgenre einen weiteren Horrorfilm hinzufügte, konnte noch niemand ahnen, was er damit lostritt: Freddy Krueger, der von einer Kleinstadt gelynchte Kindermörder, der Teenager in ihren eigenen Träumen jagt, wurde zum kultigen Killer. Darsteller Robert Englund wird überall auf der Welt auf seine Rolle angesprochen – das Pizzagesicht Krueger machte ihn zum Star. Sechs direkte Sequels zog der Schocker nach sich, wurde diesbezüglich auf seinem Gebiet lediglich von der endlosen "Saw"-Reihe, "Halloween" und "Freitag, der 13." überholt. Mit "Freitag"-Killer Jason Voorhees lieferte sich Krueger im Spin-Off "Freddy vs. Jason" im Jahr 2003 gar einen unterhaltsamen Crossover-Zweikampf. Vorteil Freddy: 1988 wurde ihm die Ehre einer eigenen TV-Serie zuteil.
Horror-Sequels vom Fließband: Von "Texas Chainsaw Massacre" bis "Freitag, der 13."
Der große Erfolg von "Texas Chainsaw Massacre" (2003), dem Remake des Ekelstreifens "Blutgericht in Texas" (1974), trat eine enorme Welle los: Hollywood stürzte sich plötzlich auf jeden Horrorfilm, der je produziert wurde: Klassiker wie "Das Omen" und "Wolfman" erfuhren genauso eine Überarbeitung wie miese Filmchen à la "Prom Night". Wirtschaftlich lukrativ waren die Neuauflagen bisher selten, doch die zufrieden stellenden Einnahmen von Filmen wie "Amityville Horror" und "My Bloody Valentine" bestärkten die Filmwelt, ihren Weg weiter zu gehen. Zuletzt schafften es mit "Halloween" und "Freitag, der 13." auch Freddy Kruegers Erzrivalen mit einem Neubeginn auf die Leinwand. Nach ordentlichen Besucherzahlen war es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Killer mit der Krallenhand wieder auftauchen würde.
"Nightmare on Elm Street" 2010 – Jackie Earle Haley statt Robert Englund
Am 20. Mai 2010 ist es nun endlich soweit: Der vielleicht beliebteste Killer der Filmgeschichte kehrt auf die Leinwand zurück. Doch Fans sind noch unschlüssig, ob sie sich wirklich auf das Remake freuen sollen: Freddy Krueger ist Robert Englund – das war schon immer so. Während die Hauptdarsteller von "Halloween" und "Freitag, der 13." stetig wechselten, war alles, was mit "Nightmare" zu tun hatte, ständig mit Englund (Jahrgang 1947) verknüpft. Viele wenden sich bereits im Vorfeld ab – "Nightmare" ohne Englund sei einfach nicht vorstellbar. Doch erste Trailer zeigen, dass Freddy trotz Generalüberholung nichts von seiner alptraumhaften Erscheinung eingebüßt hat. Die Hoffnungen der Horrorfans ruhen auf Jackie Earle Haley, der jetzt den Teenies das Fürchten lehren soll. Haley bewies bereits in "Watchmen - Die Wächter", dass er das Zeug zum Gruseln hat: Seine Rolle als Rorschach bleibt nach Sichtung des Films noch lange in Erinnerung.
FSK-Freigabe ab 16 Jahren – Freddy Krueger nicht nur für Erwachsene
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft hat die ungekürzte Fassung des Remakes "A Nightmare on Elm Street" jetzt ab 16 Jahren freigegeben (siehe Freigabebescheinigung). Dies ist durchaus eine Überraschung, war der einzige "Nightmare"-Teil mit einer ähnlichen Einstufung nur der bisher letzte, "Freddy’s New Nightmare" (1994). Gerade in Hinblick auf die in den letzten Jahren immer deutlicher in Erscheinung tretende Gewalt in Filmen ("Hostel", "Saw" etc.) wundert es ein wenig, dass die Neuauflage einer der heftigsten Filmreihen nun auch für 16-jährige zu sehen sein wird. Andererseits könnte die FSK bei der Einstufung auch einen guten Tag erwischt haben, denn sowohl in England (ab 18) sowie in den USA (R-Rating, equivalent zu FSK 18) kam der Streifen nicht so gut davon. Ab 20. Mai 2010 wird sich zeigen, ob die Horrorfans nicht nur Robert Englund, sondern der Filmfigur Freddy Krueger die Treue halten...
