
- Aabenraa, Am Vægterplads (Wächterplatz) - Autor
Der südliche Teil vom dänischen Festland (Jütland) nannte sich früher Nordschleswig und gehörte zum Herzogtum Schleswig. Ab 1920 ist dieser Teil nach einer Volksabstimmung Dänemark zugeteilt worden. In diesem Gebiet liegt die dänische Kleinstadt Aabenraa mit insgesamt 15.700 Einwohner (2011). Auf dem Stadtwappen der Gemeinde Aabenraa sieht man 3 Makrelen, denn die Stadt entstand aus einem Fischerdorf, das sich im 17. Und 18. Jahrhundert zu einer Schiffs- und Seefahrerstadt entwickelte. Aus dieser Zeit erfährt man viel im Seefahrtsmuseum. Aabenraa (Åbenrå) hat sich lange gegen die Schreibweise mit dem Kringel oder Klops auf dem A (Å) gewehrt, seit 1984 ist die lokal bevorzugte Schreibweise „Aabenraa“ als Nebenform wieder erlaubt. Damit liegt Aabenraa in alphabetischen Listen wieder ganz vorne, denn das Å (mit Klops) ist der letzte Buchstabe im dänischen Alphabet. Das Touristbüro befindet sich in der H.P. Hanssens Gade 5.
Historische Altstadt und im Umland einen Runenstein und eine Steinsetzung
Der alte Stadtkern liegt bei der St. Nicolai Kirche und ist sehenswert und gut erhalten. Am Vægterplads (Wächterplatz) und am Jomfrugang (Jungfrauengang) stehen die idyllischen Häuschen der Stadtwächter und die gut erhaltenen 2 schiefen Giebelhäuser „Tresuren“ und „Der blinde Esel“, sowie ein Langhaus aus dem Jahre 1744. Diese Häuser wirken gut erhalten und sind immer liebevoll gepflegt worden.
Aabenraa hat eine interessante Fußgängerzone und sie ist eine der längsten auf dem Festland (Jütland).
- Hjulgraven - Steinsetzung Bei Hjordkær liegt ein Zeugnis der Frühgeschichte, das zu den herausragendsten in Südjütland zählt. Die „Hjulgraven“ Steinsetzung wurde von Menschen der Stein- und Bronzezeit genutzt. Das rekonstruierte Steinzeitalter-Grab hat einen radförmigen Steinwall, der damals das Symbol des Sonnengottes war. Hjulgraven ist über 4000 Jahre alt und diente wahrscheinlich als Gräberfeld und Versammlungsort der einheimischen Bevölkerung. Es ist das einzig bekannte seiner Art.
- Haerulf Runenstein In der Nähe des Heerweges steht ein Runenstein aus der Zeit um 900, der zu den ältesten des dänischen Königreiches zählt. Preußens Prinz Friederich Karl entführte den Stein 1864, er wurde aufgestellt beim Jagdschloss Dreilinden in Potsdam. 1952 wurde der Stein zurückgegeben und wurde bei Hovslund, in der Nähe von Aabenraa wieder aufgestellt. Die Runeninschrift lautet: „Hairulfr“ deshalb Haerulf Stein (dän. Schreibweise: Hærulf).
- Heerweg oder Ochsenweg Der alte Heerweg oder auch Ochsenweg genannt liegt etwas außerhalb von Aabenraa und ist 400km lang. Er wurde von Händlern in Ochsenkarren, den Ochsentreibern mit ihren Tieren und frommen Pilgern bevölkert. In Kriegszeiten diente der Weg dem Heer als Marschweg – daher auch der Name Heerweg. Er beginnt in dänischen Viborg und endet in Wedel bei Hamburg. Der Teil vom dänischen Vejen bis nach Rendsburg in Schleswig-Holstein gehört zur bekannten Pilgerroute von Skandinavien nach Santiago de Compostella in Spanien.
- Immervad Bro, eine Steinbalkenbrücke von 1786 Ebenfalls am Heer- oder Ochsenweg liegt die Immervad Bro. Die alte Steinbalkenbrücke wurde im Jahre 1786 erbaut und war Teil des Heerweges. Sie ist heute die älteste erhaltene Brücke dieser alten Fernverbindung. Der Fluss, den die Immervad Bro damals überquerte, fließt heute durch ein neues Flussbett, die Konstruktion der Immervad Bro kann man also studieren ohne nasse Füße zu bekommen. Die Granitblöcke brachten die Gletscher der Eiszeit und die Brücke ist aus einem einzigen Granitblock gebaut.
- Café Krusmølle Das Anwesen „Krusmølle“ ist ein beliebtes Ausflugsziel und es liegt etwas südlich von Aabenraa an der Straße Richtung Sønderborg. Das Landgut mit Wohnhaus und sonstigen Gebäuden wird als Café, Laden, Gesellschaftsräume, Gallerie, Keramikwerkstatt und Kerzengießerei genutzt. Besonders zur Weihnachtszeit ist Krusmølle immer einen Besuch wert. Öffnungszeiten: Jan. - Okt.: Mittwoch-Sonntag 10-17 Nov. - Dez.: Montag-Sonntag 10-18 (alle 7 Tage der Woche)
Am Ende des 8 Seemeilen langen Aabenraafjords liegt die Stadt der Seefahrer, schon im 18. Jahrhundert war Aabenraa eine Seefahrts- und Werftstadt. Auch heute noch ist Aabernaa mit dem Segelsport eng verbunden, viele erfolgreiche Segler kommen aus dieser Gemeinde. Zwei weltbekannte Segler sind zum Beispiel Elvström und Jesper Bank und ihr Zuhause ist Aabernaa. Im Handels- oder Stadthafen herrscht reger Schiffsverkehr, viele Stückgutfrachter und Tankschiffe laufen den Hafen an. Aber auch alte Segelschiffe (Traditionsschiffe) machen gerne im alten Stadthafen von Aabenraa fest. Für die Sportschiffe gibt es einen Yachthafen, in dem die Segelclubs ABC (AabernaaBådClub) und ASC (AabernaaSejlclubClub) ansässig sind.
Im Club ABC freut sich Hafenmeister Jan über Gäste und heißt sie herzlich willkommen. Man liegt hier bei allen Windrichtungen sehr gut geschützt. Das Sanitärhaus ist neu und bietet neben Duschen und Toiletten auch eine Waschmaschine und einen Trockner. Neu angelegt wurde ein Kinderspielplatz mit Kletterhaus und Rutsche. Um das Clubhaus herum findet man immer eine windgeschützte Ecke zum Grillen.
Der Club ASC hat ein eigenes Sanitärhaus, sowie einen Kinderspielplatz. Außerdem befindet sich im Clubhaus noch ein Restaurant.
Direkt neben dem Hafen befindet sich ein schöner Sandstrand, besonders beliebt bei Familien mit Kindern. Der Strand ist breit und das Wasser hat einen großen Flachwasserbereich. Direkt am Strand gibt es ein Strandcafé, in dem man mit Blick auf die Ostsee Kaffee trinken und auch gut essen kann. Wohnmobile finden einen Stellplatz zwischen dem Strand und dem Yachthafen. In der Nähe befinden sich eine Tankstelle, einige Supermärkte, ein Schiffsausrüster, ein Segelmacher und eine Motorenwerkstatt.
