FC Basel oder das rot-blaue Herz der Stadt am Rheinknie

Geschichte und Erfolge des FC Basel seit der Gründung 1893: Für die Fans ist der Verein das rot-blaue Herz der Stadt am Rheinknie.

Der FC Basel (Klubfarben Rot-Blau) wurde am 15. November 1893 in einer Schuhmacherzunft in derselben Stadt gegründet. International bekannt wurde der „FCB“ im Jahr 2002, als man nach dem Double in der Schweiz, die Championsleague erreichte und dort die erste Gruppenphase überstand. Zur Zeit steht der FC Basel als Double-Sieger 2009/2010 kurz vor dem erneuten Einzug in die Königs-Klasse.

Bis zum heutigen Tag ist umstritten, ob Hans Gamper, ein Schweizer Mitbegründer des FC Barcelona, das „Rot-Blau“ aus Basel, für die Katalanen übernahm. Tatsächlich sind die Farben und der Lederball im Wappen des Vereinslogo von „Barca“ mit dem des FC Basel identisch.

In den ersten 40 Jahren seit der Vereinsgründung, gab es für den Fussball Club Basel weder Meisterschaften noch Pokalsiege zu feiern. Man war zwar immer in der höchsten Spielklasse präsent, doch die Trophäen holten andere Teams. Just zum 40-sten Jubiläum war es dann aber dann soweit. 1933 holte sich der FC Basel den ersten Cup(Pokal)-Sieg seiner Club-Historie. Gegner damals, waren die Grasshoppers aus Zürich, die bis zu jenem Zeitpunkt schon neun Mal Schweizermeister und zwei Mal Pokalsieger wurden. Den Final, der damals in Zürich ausgetragen wurde, gewann der „FCB“ überraschend mit 4-3. Es folgten der Pokalsieg 1947 und die erste Schweizermeisterschaft 1953 (60-jähriges Clubjubiläum), mit dem auch international legendären Josef „Seppe“ Hügi. Die Heimspiele wurden bis 1967 auf dem Sportplatz Landhof ausgetragen. Praktisch mit der „Ära Benthaus“ beginnend, wechselte man ins „Joggeli“ (St. Jakobs-Stadion). Vorallem den deutschen Landsleuten sollte das St. Jakobs-Stadion ein Begriff sein, dort wurden die beiden WM-Spiele 1954, Ungarn-Deutschland 8-3 und die Halbfinalbegegnung Deutschland-Oesterreich 6-1, ausgetragen. Zwischen 1953 und 1963 errang der FC Basel keine weiteren Titel. Die Musik spielten andere. Rechtzeitig zum 70-sten Jubiläum wurden die Rheinstädter zum dritten Mal Cupsieger. 2-0 Sieg gegen die Grasshoppers Zürich. Es war auch die Zeit, als der damals blutjunge „Karli“ Odermatt zum FC Basel kam.

Ära Benthaus und die Ära Odermatt

Aus Köln kam 1965 Helmut Benthaus zum FC Basel. Benthaus, damals 29-jährig, fungierte anfänglich als Spielertrainer. Zu dieser Zeit war der FC Basel das was man im Volksmund eine Mittelfeldmannschaft nennt. Also weder „Fisch noch Fleisch“. Der Mann kam, sah und die Basler begannen zu siegen. Um den Spielmacher Karl Odermatt baute er eine schlagkräftige Truppe auf. Das Geheimnis bestand darin, alle Mannschaftsteile offensiv wie defensiv einzubinden. Die Titel strömten regelrecht in die Rheinstadt. 1967 holte man das erste Double der Vereinsgeschichte. Als Helmut Benthaus 1982 den FC Basel Richtung Stuttgart verliess, wies das Palmares des Vereins sieben Meistertitel und zwei Pokalsiege mehr auf. In dieser Zeit formte sich eine „Liebesbeziehung“ zwischen der Stadt Basel und dem FC Basel. In Massen strömten die Zuschauer zum „FCB“. Seit jenen Tagen ist der FC Basel Kulturgut. Auf ewig verknüpft mit der Stadt, wie die berühmte Basler Fasnacht, einverleibt in jedes Basler Herz. Dies entspricht nicht einer subjektiven Schwärmerei, sondern ist eine fundierte Tatsache.

Bittere Jahre für den FC Basel

Mitte der 80iger Jahren entwickelte sich eine Abwärtsspirale, die 1988, mit dem nie für möglich gehaltenen Abstieg in die Nationaliga B, endete. Was in jenen Tagen dem FC Basel das Genick brach, war die Mittelmässigkeit. Niemand, weder Spieler, Vereinsführung noch Zuschauer, konnte damit umgehen. Sieben lange Jahre verbrachte man in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz. Doch gerade diese Zeit brachte skurilerweise die Zuschauer wieder ins Stadion. Als es dann 1994 mit dem Aufstieg soweit war, kamen 42.500 Zuschauer ins „Joggeli“-Stadion. Bundesliga-Zuschauerzahlen in der zweithöchsten Liga der Schweiz.

Ära Christian Gross

Von 1994 bis 1999 etablierte man sich wieder in der höchsten Spielklasse, ohne jemals über einen fünften Platz hinauszukommen. 1998 wurde das ehrwürdige „Joggeli“ abgerissen. Der FC Basel orientierte sich neu. Es kam der Präsident Rene C. Jäggi und die Roche-Miliardärin Gigi Oeri. Beinah ironisch war die Trainer-Wahl. Christian Gross, ein Zürcher, übernahm das Ruder. 2001 eröffnete der neue „St.Jakob-Park“. Weit über 100`000 Zuschauer wollten, 33`433 Privilegierte konnten das Eröffnungsspiel sehen. (Meisterschaftsspiel FC Basel – Lausanne Sports 0-0) 2002 war es dann nach 22 Jahren soweit angerichtet; Schweizermeister und Cupsieger. Als Christian Gross nach der Saison 2008/2009 ging, hatte der FC Basel unter seiner Guide, vier Meistertitel und vier Pokalsiege errungen. Dazu kamen noch zwei Champions-League Teilnahmen, die für schweizer Mannschaften nicht unbedingt selbstverständlich sind. Der Star dieser Zeit, waren die jeweiligen Mannschaften die „Chrigel“ Gross zusammengestellt hatte. Den Fans blieben einige Spieler in langer Erinnerung, beispielsweise: Hakan Yakin, Matthias Delgado, Mladen Petric oder Christian Gimenez, um nur einige zu nennen.

Die neue Ära Thorsten Fink

Nach acht Runden in der ersten Spielzeit unter Thorsten Fink, stand der FC Basel in der Super-League (aktueller Name der höchsten Schweizer Spielklasse) auf Platz sieben. 13 Punkte Rückstand auf den damaligen Leader BSC Young Boys aus Bern. Die Systemumstellung kostete dem Team um Thorsten Fink einige Punkte. Der deutsche Trainer orientierte sich eher an der Spielweise des FC Barcelona, währendessen unter Christian Gross eher defensiv auf Konter wartend gespielt wurde. Fans und Vorstand sahen aber, das die Mannschaft spielerisch Fortschritte machte und attraktiven Fussball zeigte. Am Ende der Spielzeit 2009/2010 stand der Double-Gewinn. Thorsten Fink und sein Staff vollzogen den Systemwandel und holten gleichzeitig im selben Jahr noch Meisterschaft und Pokal.

Gegenwart und Ausblick

Der FC Basel steht vor dem Einzug in die Champions-League. Der Traum von europäischen Glanz darf zurzeit in Basel geträumt werden. Die Vorzeichen stehen gut. Doch weder Titel noch Erfolge sind im Fussball garantiert. Einzigartig und fundamental ist und bleibt die Magie zwischen den Fans und dem Club FC Basel.

Fabio Del Bianco, Fabio Del Bianco

Fabio Del Bianco - Mein Name ist Fabio Del Bianco. Geboren wurde ich in der Stadt Basel. Seit mittlerweile doch schon 17 Jahren wohne ich im Kanton Bern in ...

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