
- Rezeption im Ostel Berlin - Ostel Berlin
Für echte Ostalgiker gibt's eine ultimative Anlaufstelle im Zentrum der Stadt. Direkt am Ostbahnhof hat das "Ostel" eröffnet, eine preiswerte und ausgesprochen originelle Übernachtungsmöglichkeit. Die 40 Zimmer sind komplett im Original-Interieur der DDR eingerichtet. Ein halbes Jahr lang haben die beiden Inhaber dafür auf Flohmärkten und im Freundeskreis nach den entsprechenden Einrichtungsgegenständen gesucht.
Authentische Übernachtungsmöglichkeiten
Von der luxuriösen "Stasi-Suite" für 54 Euro über die gemütliche "Vierraumwohnung" mit Datschen-Charakter für die ganze Familie (35 Euro) bis hin zum unschlagbar preiswerten Doppelstockbett des Pionierlagers für neun Euro gibt's Angebote in allen Preisklassen. Fürs Frühstück werden für fünf Euro Essensmarken verteilt, die man im "Ossi-Hof"-Restaurant des gegenüberliegenden Plattenbaus eintauschen kann. Das hauseigene Konsum-Lädchen bietet original DDR-Produkte wie beispielsweise das berüchtigte Toilettenpapier, Plaste-Eierbecher, Präsentkörbe, Bücher und diverse Souvenirs. Außerdem gibt's einen kostenlosen Fahrradverleih und eine Sightseeing-Tour im Trabi.
Übernachten im Marzahner Plattenbau
Pension "11. Himmel" heißt eine ebenfalls außergewöhnliche Herberge hoch über den Dächern von Berlin. Ein ganz normaler Plattenbau in der Wittenberger Straße in Berlin Marzahn bietet seit 2004 in den oberen beiden Etagen ein Übernachtungserlebnis der besonderen Art. Für ganze 11 Euro pro Person können Touristen eine komplette 5-Zimmerwohnung mieten und bekommen ohne Aufpreis sogar noch ein Frühstück ans Bett gebracht. Betrieben wird die Unterkunft von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die sich in dem Projekt "Kinderkeller und Hochhauscafé Marzahn" unter Leitung von Sozialarbeiterin Marina Bikádi zusammengefunden haben.
Integration von Kindern und Jugendlichen
Der Blick ins Gästebuch der Pension verrät, dass Brautpaare besonders gern den weiten Panoramablick über die Hauptstadt buchen. In der Königinnen-Suite spannen sich rote Seidentücher über das riesige Holzbett. Opulent mit Perlen und Pailletten bestickte, indische Kissen, schwere Perserteppiche und ein erfrischend sprudelnder Springbrunnen bestimmen beispielsweise das Ambiente eines Schlafzimmers. Die beiden Etagen sind von den Jugendlichen liebevoll gestaltet und werden dem Verein von der Wohnbaugesellschaft kostenlos zur Verfügung gestellt. Aktive Jugendarbeit, die nicht nur die Kinder integriert, sondern auch den Berlin-Besuchern ein sicherlich einmaliges Erlebnis beschert.
Das DDR-Museum zeigt Gegenstände zum Anfassen
Gegenüber des Berliner Doms, direkt an der Spree lockt seit Sommer 2006 das DDR-Museum in der Karl-Liebknecht-Straße 1. Die Dauerausstellung behandelt mit 17 Bereichen das Leben und die Alltagskultur der DDR. Einkaufen, Bauen und Wohnen, Freizeit und Urlaub, Frau und Familie, Jugend, Mode und Medien sind nur einige der Themen zu denen die Exponate nicht nur angeschaut, sondern auch angefasst werden dürfen. Beispielsweise kann man sich in einen Trabi setzen und die Fahrt durch eine Plattenbausiedlung simulieren. In einer nachgebauten DDR-Wohnung durchstöbern Sie die Schränke oder können die Originalgegenstände aus Schubladen zur Betrachtung herausnehmen. In einem Kino und im Fernseher einer "Wohnstube" können filmische Dokumente aus der Zeit des Sozialismus angesehen werden. Die Ausstellung bietet die gute Möglichkeit, Vorurteile noch einmal zu überdenken und einiges über die Vergangenheit in Ostdeutschland hinzuzulernen. Erwachsene zahlen 5,50 Euro, in Gruppen oder ermäßigt kostet der Eintritt pro Person 3,50 Euro. Geöffnet ist täglich zwischen 10.00 und 20.00 Uhr, am Samstag sogar bis 22.00 Uhr.
