Raften, Surfen, Canopy - Abenteuer Costa Rica

Bei Outdoor-Aktivitäten in Costa Rica kann jeder viel erleben

Rafting, Highlight in Costa Rica - anavanz
Rafting, Highlight in Costa Rica - anavanz
Costa Rica ist Abenteuer. Mit spannenden Aktivitäten wie Canopy, Rafting, Tauchen oder Surfen lässt sich schon allein ein ganzer Urlaub füllen.

Wer es fertig bringt, sich in Costa Rica zu langweilen, hat irgendetwas richtig falsch gemacht. Nach langen Wanderungen durch die Regenwälder oder genüsslichem Ganzkörpergrillen am Strand, wird es Zeit für ein wenig Abenteuer. Zwischen Schluchten und Wellen ist hier in Costa Rica für jeden was dabei.

Rafting in Costa Rica durch die besten Stromschnellen der Welt

Selbst wer eigentlich nicht nach Costa Rica kommt, um während der ganzen Zeit angefüllt mit Adrenalin herumzulaufen, sollte sich eine Rafting-Tour auf dem Río Pacuare nicht entgehen lassen. Der in traumhafter Kulisse zwischen steilen Felswänden und Regenwald eingebettete Strom wird zu den fünf besten Flüssen der Welt gezählt, was das White Water Rafting angeht. Die Schwierigkeit der Tour wird bei Klasse III – IV eingestuft und gehört damit zum höchsten, was sich Laien im Wildwasser zutrauen können.

Die nahe gelegene Stadt Turrialba östlich von San José ist Ausgangspunkt für die Fahrten. Mehrere Veranstalter stehen zur Verfügung, der Preis für die Ein-Tages-Tour inklusive Transport, Snacks, Ausrüstung und Guide liegt im Schnitt bei 75 US-Dollar pro Person, die meisten bieten gegen Aufpreis auch einen Transport ab San José an. Buchen kann man direkt bei den Anbietern oder über große Reiseveranstalter.

In der Regel können auch Mehrtagestouren mit Übernachtung in einer Dschungellodge gebucht werden. Allerdings erhöht sich hier der Preis sofort auf 250 US-Dollar und mehr. Ob einem das eine Übernachtung in der Lodge wert ist, muss man sich überlegen.

Erfahrene Rafter können auch Touren auf dem Río Pascua, einem Abschnitt des Río Reventazón, buchen. Aufgrund der extremen Stromschnellen sind Anfänger hier nicht mehr zugelassen. Rafting-Möglichkeiten gibt es außerdem auf dem Río Pejivalle, dem Río Orosi, dem Río Sarapqui und verschiedenen anderen Sektionen des Río Reventazón.

Surfen in Costa Rica – Wellenreiten vor endlosen Sandstränden

Knusprig gebräunte Surfer sind an vielen Stränden Costa Ricas ein alltägliches Bild. Besonders für Urlauber aus den USA ist Mittelamerika ein nahes Reiseziel, weshalb einige Abschnitte der costaricanischen Pazifikküste sehr von englischsprachigem Volk in Beschlag genommen sind. Die Küste des Karibischen Meeres bietet weniger gute Bedingungen zum Surfen als die offene See auf der Pazifikseite. Dennoch ist der Ferienort Puerto Viejo in der Karibik ebenfalls ein beliebtes Ziel für Wellenreiter.

Nach wie vor werden die meisten Surfer von den Playas Tamarindo, Montezuma und Sámara angezogen. Doch bietet fast der komplette Abschnitt um die Halbinsel Nicoya sowie die Strände der Provinz Guanacaste im Westen wunderbare Wellen und weitläufige Strände. Die Gegend um Malpais mit Stränden wie Playa El Carmen und Playa Santa Teresa bietet ebenso gute Surfmöglichkeiten wie die nördliche Küste um Junquillal. Inzwischen wird an immer mehr Stränden der Region auch Kite-Surfen angeboten.

Abenteuer Canopy in Costa Rica – Am Drahtseil durch den Regenwald

Drahtseile wurden inzwischen im ganzen Land gespannt, damit sich Touristen wie Tarzan fühlen können. Gut fixiert gleitet man von Baum zu Baum oder von Stahlmast zu Stahlmast, über Täler hinweg oder durch die höheren Lagen der Regenwälder. Man kann natürlich nicht erwarten, bei dieser Art der Fortbewegung besonders viel von seiner Umgebung mitzubekommen, dennoch ist der Fun-Faktor enorm hoch. Die Anbieter, deren Zahl noch immer zunimmt, überbieten sich mit immer längeren Seilen, größeren Höhen und angeblich immer originaleren Zipline-Touren. Selbst verschiedene Lodges und Hotels haben inzwischen eigene Anlagen. Den Klassiker für viele findet man noch immer im Monteverde Naturreservat.

Preise sollte man vergleichen, Angebote variieren derzeit von 45 bis 75 US-Dollar. Viele Touren können inzwischen auch online reserviert werden.

Reiten in Costa Rica - Urlaub auf andere Art

Costa Rica ist ein Pferdeland. In der Provinz Guanacaste hat die Viehwirtschaft zu Pferd eine lange Tradition, selbst Stierkämpfe werden dort noch hin und wieder veranstaltet. Teile des Landes hoch zu Ross zu erkunden, kann noch einmal eine ganz andere Erfahrung bedeuten, als es mit Bus oder Mietwagen möglich wäre. Anbieter gibt es einige, sowohl in Regenwaldgebieten wie Monteverde, an Stränden wie Junquillal oder vor der spektakulären Kulisse des Vulkans Arenal. Preise für drei Stunden Reiten starten bei etwa 30 US-Dollar. Oft werden auch Touren angeboten, die das Reiten mit anderen Aktivitäten wie Canopy verbinden. Weniger zahlen sollte man aber nicht und unbedingt darauf achten, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. Oft sind es Mitteleuropäer, die sich mit einer Pferderange in Costa Rica niedergelassen haben und Ausflüge anbieten. Die Einstellung vieler Ticos sieht die Pferde auch heute noch nur als Nutztiere. Von einem Pferd, das zwar nur 5 US-Dollar für mehrere Stunden kostet, aber den ganzen Tag in der Sonne stehen muss und völlig kraftlos ist, wenn es jemand reiten soll, sollte man unbedingt die Finger lassen.

Tauchen und Schnorcheln in Costa Rica

Playa de Coco, Isla de Caño und die Isla de Coco sind die besten Adressen für das Tauchen in Costa Rica. Sie alle liegen auf der pazifischen Seite, doch während die ersteren beiden gut zugänglich sind, liegt das einmalige Naturreservat Isla de Coco 500 Kilometer vom Festland entfernt und ist ein Tauchgebiet von weltweit selten erreichter Exklusivität und Schönheit.

Auch für Schnorchler ist die pazifische Seite besser geeignet. Zwar kann auch bei Cahuita und Puerto Viejo geschnorchelt werden, doch wurden die Riffe doch vor einigen Jahren von El Niño zerstört und haben sich noch nicht sehr gut regenerieren können.

Ein echter Geheimtipp für Schnorchler ist die Isla Tortuga nahe des Nationalparks Curú auf der Halbinsel Nicoya, wo man sich in einem erstaunlichen Fischreichtum wiederfindet. Vor Ort kann man einen Bootsführer organisieren, der einen zu den dortigen Felsen bringt und auch an den Strand der kleinen Insel mit ihrem traumhaften Sandstrand.

Constanze Liess, Constanze Liess

Constanze Ließ - Constanze Ließ studierte Journalismus an der Freien Journalistenschule Berlin. Sie bringt ihre Erfahrungen aus anderen Ländern ...

rss