Abitur "last minute" - effizient lernen

 Bücher - Benjamin Klack
Bücher - Benjamin Klack
Wie überlebt man das Abitur? Gute Vorbereitung und ein strukturiertes Arbeiten geben Prüfungsangst keine Chance - Tipps für einen glänzenden Abschluss

Es sind nur noch wenige Wochen bis zur scheinbar alles entscheidenden Prüfung, und Lernen war bisher ein Fremdwort?

Dann wird's jetzt Zeit. Zeit, sich selbst mal in den Hintern zu treten und den inneren Schweinehund nun nach 12 oder 13 Jahren endlich mal zum Lernen zu bewegen. Doch was heißt es, sich gut vorzubereiten, um auch die Prüfung problemlos zu überstehen? Und wie klappt dieser erste Schritt, sich selbst zum Lernen zu motivieren?

Motivierende Ziele

Ob eine Auszeit oder gleich ein anschließendes Studium nach dem Abitur: etwas anzustreben, fühlt sich um einiges besser an, als kein Ziel zu haben. Er soll sich schließlich lohnen, der große Aufwand des Lernens. Auch materielle Belohnungen können motivierend sein, aber nichts geht über das unermessliche Erfolgsgefühl, das nach den bestandenen Prüfungen aufkommen wird. Vielleicht ist eine große Feier geplant, wo anerkennende Glückwünsche sicher reichlich gegeben werden.

All dies sollte man sich beim Lernen immer wieder vor Augen führen. Allein die Vorstellung des großen Glücksgefühls, wenn man die Schulzeit bestanden hat und die nächste Herausforderung angehen kann, reicht als Motor der Motivation meistens nicht.

Für Einige ist es hilfreich, ihre Erfolge in einem Lerntagebuch zu protokollieren. Wahrscheinlich erinnert diese Bezeichnung an das - von Lehrern gerne verordnete und von einem selbst immer als so überflüssig empfundene - Lesetagebuch. Jetzt könnte man sich natürlich die Frage stellen: wie motiviere ich mich dazu, ein Lerntagebuch anzufangen? Vielleicht hilft dabei die Information, dass zusätzlich zu der anspornenden Wirkung des Protokollierens und des Vermerkens von Erfolgen das Tagebuch dabei helfen kann, neue Ziele zu finden. Denn indem am Ende jeden Tages eine "Lernbilanz" gezogen wird, lassen sich gezielt die bemerkten Schwächen und Lücken schließen.

Struktur ist alles

Beim Lernen selber kann ein Zeitplan nicht schaden. Wichtig dabei ist, sich realistische Ziele zu setzen, die in der gesetzten Zeit überhaupt machbar sind. Sonst kommt schnell Frustration auf, und die Gefahr, eine "alles-egal"-Haltung einzunehmen, steigt mit jedem Misserfolg. Dabei ist Demotivation die verlässlichste (Lern-) Erfolgsbremse.

Auf Zeitmanagement und Struktur kommt es nicht nur beim täglichen Lernen an - vor allem in der Prüfung ist es das A&O. Die Stunden, die sich nach viel Zeit anhören, vergehen nämlich schneller, als man denkt. Sinnvoll die Zeit zu nutzen, heißt allerdings nicht, gestresst von Aufgabe zu Aufgabe zu hetzen und dabei ständig einen Seitenblick auf die Uhr zu werfen. Seine Zeit zu managen heißt, verantwortungsvoll und - wir haben es wieder - realistisch mit ihr zu handeln. Pausen zum Essen und Trinken, Toilettengänge oder auch Denkblockaden müssen mit in die Planung eingehen.

Beim Bearbeiten der einzelnen Aufgaben ist eine Gliederung der erste Schritt zum gelungenen Zeitmanagement. Sie unterteilt die Aufgabe in mehrere kleine Teile, mit denen es sich einfacher arbeiten lässt. Auch diejenigen, die gerne ihre Gedanken direkt - und dazu oft noch chaotisch wie sie sind - zu Papier bringen, verhilft eine Gliederung zum besseren Strukturieren der Arbeit. Denn wer weiß, ob die Korrekturleser dem "inneren Monolog" folgen können? Ein roter Faden, der sich durch die Arbeit zieht und sie leichter zu lesen macht ist schonmal die halbe Miete.

Angst-Blockaden überwinden

Wem schon beim bloßen Gedanken an die Prüfung das Herz rast, die Hände schwitzig und die Knie weich werden, der gehört wohl zu den Lampenfieber-Kandidaten.

Ein bisschen Nervosität ist völlig normal, wenn nicht sogar von Vorteil, da Alarmbereitschaft nicht nur den Körper (wie der bei sportlichen Wettkämpfen bekannte Adrenalin-Schub) sondern auch das Gehirn reaktionsfreudiger machen. Allerdings kann ein Zuviel der Aufregung blockierend wirken: wer hat es noch nicht erlebt, dass einem unter Stress partout nichts einfallen will?

Es gibt kein Allwundermittel gegen Blackouts, Lampenfieber und Prüfungsangst. Jeder tickt eben etwas anders. Doch aus den eigenen Erfahrungen bei vorangegangenen Prüfungen hat jeder schon seine Methoden, sich aus der Blockade zu befreien. Neueste Studien belegen, dass allerdings das Schreiben über die Angst ebendiese bewältigen kann. Mitten in der Prüfung über etwas völlig anderes, als gefragt ist, schreiben? Vielleicht nicht für alle, aber doch für die "Extremfälle" ein denkbarer Lösungsansatz.

Neben dem Befolgen der Lern- und Struktur-Tipps lässt sich aber für die Allgemeinheit sagen: positiv denken hat noch nie jemandem geschadet!

Viel Erfolg!

Kim Mensing - 1992 als echte "Kieler Sprotte" geboren, gehöre ich hier bei suite101 wohl zu den Jüngsten. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, ...

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