Ägypten – Pyramiden, Tempel, Sand und Meer

Pyramide - Susanne Große
Pyramide - Susanne Große
Ägypten fasziniert als Reiseland nicht nur wegen der einzigartigen Pyramiden. Denn in Ägypten treffen Geschichte, Kultur, Strand und Meer aufeinander.

Ägypten kennt jeder aus dem Geschichtsunterricht als das Land der Pyramiden und Pharaonen, der Nilschwemme und der Mathematik. Bis heute gibt der Bau der Pyramiden den Wissenschaftlern Rätsel auf. Doch noch ist nicht mit Sicherheit geklärt, wie die alten Baumeister in Ägypten ihre Bauwerke errichtet haben. Fest steht nur, dass der Bau fast aller Pyramiden, Tempel und Städte an den Sternen ausgerichtet worden ist. Die alten Ägypter kannten sich aus am Himmelszelt. In Ägypten trifft man an jedem Ort auf ein Stück Geschichte der Menschheit. Manchmal scheint es, als befinde man sich in einem einzigen großen Freilichtmuseum. Und mit jedem wieder entdeckten Grab wächst der archäologische Reichtum des Landes. Das Ägyptische Museum in Kairo platzt aus allen Nähten. Hier lagern in Kellern unvorstellbare Funde der Geschichte des Landes.

Kairo – Hauptstadt Ägyptens

In Kairo leben heute ungefähr 18 Millionen Menschen. Das tägliche moderne Leben in der Stadt findet in direkter Nachbarschaft zu den Pyramiden von Gizeh statt. Sie sind heute das einzige noch existierende Weltwunder der Antike. Auf dem von den Touristen aus Ägypten und der ganzen Welt bewunderten Sphinx nehmen ganz respektlos zahlreiche Vögel Platz, um sich auszuruhen. Der Nil mit seinen vielen Segelschiffen lässt die alten Zeiten wach werden. Und gleichzeitig ist dieser Nil zu beiden Ufern vom modernen Kairo der Hochhäuser, Hotels und Geschäfte umgeben. Ein nächtlicher Nil-Ausflug auf einem der vielen beliebten Restaurant-Schiffe bietet dem Auge ein einziges Lichtermeer aus den Gebäuden am Ufer. Kairo ist eine Stadt der Kontraste. Hier verbinden sich das alte und das neue Ägypten zu einer gemeinsamen Zukunft.

Geschichte Ägyptens - Luxor, Theben, Assuan

Die Zeiten der fruchtbaren Nilschwemme sind lange vorbei. Aber immer noch liegen die Zentren der Kultur am Nil. Die alten Ansiedlungen der Hochkultur Ägyptens sind auch heute noch die Orte, an denen das ägyptische Leben stattfindet. Die aus dem Geschichtsunterricht bekannten Orte Luxor, Theben und Assuan sind heute mit modernem Leben gefüllt. Doch überall trifft man auf stumme Zeugen der Vergangenheit. Kein Schritt kann getan werden, ohne dass man einen Tempel entdeckt. Oft bleibt dann nur Zeit, die berühmtesten Tempel zu besichtigen – den Karnak-Tempel, den Tempel in Luxor, den Horus-Tempel, den Tempel von Philae. Im trockenen Klima Ägyptens und unter der unerbittlichen Sonne lebt mit etwas Phantasie die alte Zeit wieder auf. In den Tempel kann man sich die Hohepriester und die Dienerschaft bei ihren Ritualen vorstellen. Dazu tragen auch die zum Teil gut erhaltenen farbigen Zeichnungen und Reliefs an den Wänden der Tempel und Grabstätten bei. Diese Wände erzählen Geschichten von über 5000 Jahren, von Pharaonen, Dynastien, Kriegen und Entwicklungen der Kultur. Es ist noch gar nicht so lange her, dass das System der Hieroglyphen enträtselt worden ist. Noch heute warten unzählige Texte und Geschichten darauf, endlich übersetzt zu werden. So manche Überraschung und Erkenntnis wird es noch geben Und immer wieder werden neue Grabanlagen unter dem heißen Wüstensand entdeckt.

Abu Simbel – vor den Fluten des Nassersees gerettet

Abu Simbel ist heute ein Ausflugsziel, das erst nach einer stundenlangen Fahrt durch die Wüste erreicht wird. Auf der Fahrt durch die Wüstenlandschaft ziehen am Rande künstlich angelegte Oasen am Besucher vorbei. Und mit ein wenig Glück kann man auch die eine oder andere Fatamorgana in der Ferne am Horizont erkennen. Man glaubt dann einen kleinen See und ein paar grüne Palmen zu sehen. Doch dies sind nur Luftspiegelungen des Lichts und Luftflimmern. Abu Simbel ist ein Tempel, der in einen Felsen gehauen wurde. Auch hier hatte die Astrologie ihre Hände im Spiel. Zweimal im Jahr leuchten die Strahlen der aufgehenden Sonne durch den ganzen Tempel. Und auch der spektakuläre Ab- und Aufbau an einem anderen Ort als dem ursprünglichen hat diesem Schauspiel keinen Abbruch getan. Abu Simbel musste den Fluten des Nasser-Stausees weichen, der durch den Assuan-Staudamm entstanden war. Der gesamte Felsentempel wurde in einer großen Aktion ungefähr 200 Meter versetzt.

Sonne, Strand, Meer, Tauchen, Schnorcheln

Schließlich bietet Ägypten auch all den Reisenden, die sich einfach nur erholen wollen einen unvergesslichen Strandurlaub. Unzählige Hotels reihen sich entlang des Roten Meeres. Tauchen mit Delfinen oder zu den Korallenriffen ist sehr beliebt. Die Wassertemperatur liegt auch im Winter immer um 20 Grad Celsius. Oft hängen auch die Gäste, die ausgiebig Pyramiden und Tempel besucht haben, noch ein paar Tage am Strand an ihren Urlaub dran. Es sei denn sie haben noch nicht genug von der Kultur des alten Ägyptens. Dann bietet sich auch ein weiterer Ausflug ins Tal der Könige und ins Tal der Königinnen an. Bei den Königsgräbern ist jetzt auch Tutenchamun zu sehen, der Star unter den Pharaonen. Die beiden Täler können über einen Berg zu Fuß an einem Tag besucht werden. Von oben hat man einen traumhaften Ausblick auf die Täler. Alle Schätze aus dem Grabfund des Tutenchamun – die Goldmaske, die vier Grabhüllen und die Beigaben – sind im Museum in Kairo zu besichtigen. Uns so schließt sich in Ägypten immer wieder der Kreis. Auf Schritt und Tritt lebt man inmitten der Geschichte der alten Ägypter.

Quellen: Kunst und Geschichte in Ägypten (5000 Jahre Kultur) von Alberto Carlo Carpiceci von Casa Editrice Bonecchi, Florenz; Reise durch Ägypten von Axel Krause und Georg Schwikart von Stürtz, Verlagshaus Würzburg GmbH + Co. KG 2005

Susanne Große, Studio Leistenschneider Passfotos Düsseldorf

Susanne Große - Susanne Große ist Rechtsanwältin und freie Autorin in Düsseldorf. Ihre Interessenschwerpunkte sind Mietrecht, Reiserecht, ...

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