AIDS - Symptome und Theapie

AIDS ist eine Krankheit, vor der keiner die Augen verschließen sollte. Sie ist nicht heilbar, aber man kann sich vor einer Ansteckung schützen.

Jährlich infizieren sich unzählige Menschen mit dem HI-Virus. Dabei handelt es sich um eine äußerst heimtückische Art der Infektion, denn die Viren vermehren sich rasant, sodass es schnell zu einer akuten HIV-Infektion kommt. Hierbei handelt es sich zunächst um die erste Phase nach der Infektion. Von AIDS spricht man erst, wenn die Erkrankung infolge der Infektion meist nach einer langen beschwerdefreien Phase ihr Endstadium erreicht hat. Zu Beginn sind die Beschwerden ähnlich einer Grippe und werden auch häufig mit einer solchen verwechselt. Meist merkt nicht einmal der Betroffene selbst, dass er sich infiziert hat und gefährdet dadurch unwissend andere Menschen.

Wie deutet man die Symptome richtig?

Auch wenn es sich zunächst um grippeähnliche Symptome handelt, so sind diese doch von Patient zu Patient unterschiedlich. Der Verlauf der Erkrankung insgesamt verläuft in drei Phasen:

  • Phase eins – die zunächst akute Erkrankung

Ungefähr 70 bis 90 Prozent der betroffenen Infizierten haben in der Zeit von sechs Tagen bis hin zu sechs Wochen nach der Infektion grippeähnliche Symptome. Dazu gehören Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Schwellungen der Lymphdrüsen und Abgeschlagenheit. Diese Anzeichen müssen jedoch nicht bei jedem Infizierten auftreten und selbst ein HIV-Test bringt in dieser Phase kein Ergebnis, denn erst nach einem Zeitraum von etwa drei Monaten sind erste Antikörper im Blut nachweisbar.

  • Die zweite Phase – genannt Latenzphase

In dieser Phase kommen keinerlei Beschwerden zum Ausdruck und der Betroffene fühlt sich fälschlicherweise gesund. Diese Phase kann unter Umständen mehrere Jahre andauern. Das Gefährliche daran – obwohl der Patient keinerlei Beschwerden und Symptome aufweist, ist dieser hochgradig ansteckend.

  • Die dritte Phase – bezeichnet als Lymphknotensyndrom

In dieser Phase schwellen die Lymphknoten an. Sie tritt etwa zehn Jahre nach der Ansteckung auf. Dabei handelt es sich letzten Endes um die Erkrankung AIDS, bei welcher das Immunsystem bereits so weit geschwächt ist, dass selbst eine harmlose Erkrankung, wie zum Beispiel eine leichte Erkältung, über viele Wochen andauern kann. Eine entsprechende Diagnose lässt sich nur anhand eines Antikörpertests stellen.

Ist AIDS therapierbar?

In der heutigen Zeit gibt es durchaus Medikamente, die die Krankheit jedoch nicht heilen, sondern lediglich den Ausbruch der Erkrankung AIDS hinauszögern können. Die Krankheit wird sozusagen in eine Art „Dornröschenschlaf“ versetzt. Dadurch kann dem Betroffenen ein längeres Zeitfenster geboten werden, welches jedoch nur mit einer konsequenten Medikamenteneinnahme erreichbar ist. Auch wenn die Medikamente starke Nebenwirkungen haben und sich oftmals negativ auf die Psyche des Patienten auswirken, so ist es umso wichtiger, deren Einnahme beizubehalten. Wird die Behandlung unterbrochen, so können sich möglicherweise die Viren verändern, sodass die Medikamente nicht mehr wirken.

Die Medikamenteneinnahme setzt sich aus verschiedenen Medikamentengruppen, wie unter anderem NRTI, NNRTI und PI mit jeweils verschiedenen Wirkstoffen zusammen. Dazu gehören unter anderem die Wirkstoffe Zidovudin (Retrovir®), Lamivudin (Epivir®), Neviradin (Viramunde®) und Efavirenz (Sustiva®).

Letzten Endes ist Vorsorge die einzige Lösung

AIDS ist unheilbar und dies sollte man sich immer vor Augen halten. So ist es umso wichtiger vorzubeugen. Das bedeutet: Kein ungeschützter Geschlechtsverkehr mit neuen Partnern! Ein Kondom schützt nicht nur die eigene, sondern auch die Gesundheit der anderen. Die Erreger werden keinesfalls bei der Benutzung des gleichen Geschirrs, der gleichen Handtücher oder bei einem Schwimmbadbesuch übertragen, sondern ausschließlich durch den Austausch von Körperflüssigkeiten, jedoch nicht durch Speichel.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Quellen:

Leitlinie der Dt. Aids-Ges.(DAIG) Leitlinien zur antiretrovialen Therapie im Erwachsenenalter (Stand 09/2008)

Baenkler H.W.et.al.: Innere Medizin. Thieme Verlag. 2. Auflage 2009