Airbrush für Anfänger: die wichtigsten Werkzeuge und Materialien

Arbeiten mit der Airbrush Technik - Harry Hautumm
Arbeiten mit der Airbrush Technik - Harry Hautumm
Welche Werkzeuge und Materialien sind nötig, wenn man als Anfänger Airbrush lernen will? Mit dieser Grundausstattung kann man mit dem Airbrushen loslegen.

Man sieht sie auf Pkws, Bahnen, Bussen und Motorrädern, an Wänden und Fassaden, an Fahrzeugmodellen und sogar als Körperbemalung auf der Haut: die Kunst mit Airbrush bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Auch in der Kunst findet die Airbrush-Technik in den Stilrichtungen Fotorealismus und Hyperrealismus Anwendung. Durch die Möglichkeiten, mit der Sprühpistole feinste Farbverläufe zu zaubern, erscheinen Airbrush-Kunstwerke fast wie Fotos. Wer mit dem Gedanken spielt, sich selbst daran zu versuchen und Airbrush zu lernen, benötigt zunächst eine gewisse Grundausstattung an Werkzeugen und Materialien. Um faszinierende, realitätsgetreue Kunstwerke mit Airbrush zu schaffen, sollte man sich folgende Basics zulegen:

Die Spritzpistole – das wichtigste Werkzeug zum Airbrushen

Wichtigstes und nötigstes Werkzeug zum selber Airbrushen ist natürlich die Spritzpistole. Daher leitet sich auch der Name „Airbrush“ ab, was soviel bedeutet wie „Luftpinsel“. Gemalt wird hier nicht mit einem Pinsel, sondern das Farbmaterial wird mit Hilfe von Druckluft transportiert. Das Angebot an Spritzpistolen ist sehr vielfältig, es gibt Pistolen mit verschiedenen Düsendurchmessern und unterschiedlich großen Farbbehältern.

Zudem sind die Preisunterschiede sehr groß: man findet bereits Spritzpistolen für 30 Euro, man kann aber auch professionellere Modelle zu einem Preis von über 300 Euro erstehen. Eine Tatsache, die es dem Anfänger nicht gerade leicht macht, die richtige Spritzpistole auszuwählen. Generell ist es am Anfang ausreichend, eine Spritzpistole mit einer Düse von 0,3mm Durchmesser zu wählen, ideal ist auch ein Farbbehälter mit 5 bis 10ml Inhalt. Einige Hersteller von Airbrush-Materialien bieten neben Standardmodellen ebenfalls Junior- oder Leichtversionen an, die zum Airbrush lernen für den Anfänger eine geringere Investition bedeuten und für den Einstieg bestens geeignet sind.

Welche Farben sind für Airbrush geeignet?

Unverzichtbar für die Airbrush-Technik sind auch die richtigen Farben. Geeignet für die Kunst mit der Spritzpistole sind im Grunde alle flüssigen Künstlerfarben, deren Pigmente eine bestimmte Größe nicht überschreiten und die man mit Wasser verdünnen kann. Künstlerfarben zum Airbrushen werden in fester oder flüssiger Form sowie als Paste angeboten. Flüssige Farben können direkt verwendet werden, festere Farben müssen vor dem Airbrushen zunächst mit Wasser angerührt werden.

Airbrushen mit Schablonen in allen Formen und Variationen

Als Schablone eignet sich alles, was sich dem Strahl der Sprühpistole entgegenstellt. Dabei können fertige Schablonen verwendet werden oder Schablonen aus Papier, Kunststoff, Holz, Blech etc. selbst angefertigt werden. Auch andere Gegenstände wie Kämme, Siebe oder alle Gegenstände, die interessante Formen darstellen, können als Schablonen verwendet werden. Wenn eine Schablone vor den Spritzstrahl gehalten wird, so wird dieser Teil aus dem Kunstwerk ausgeblendet und man erhält eine scharfe Begrenzungslinie. Einen weichen Farbverlauf kann man wiederum erreichen, indem man die Schablone etwas vom Objekt entfernt hält.

Was sind eigentlich Maskierfilme?

Unter Maskierfilmen versteht man dünne Folien mit einer Klebeschicht, die einmalig auf dem Spritzgrund aufgebracht werden können und so scharfe Kanten realisieren. Nachdem sie aufgetragen wurden, sollte besonders auf die Haftung an den Kanten geachtet werden. Maskierfilme sind besonders praktisch, da sie leicht wieder abzulösen sind. Zum Entfernen der Maskierfilme empfiehlt es sich, die Folie in der Fläche ein wenig einzuschneiden und mit Hilfe einer Messerspitze vorsichtig abzuheben.

Weitere Werkzeuge und Materialien zum Airbrushen

Außer der Spritzpistole, den passenden Farben und vielfältigen Schablonen gibt es noch eine Reihe weiterer nützlicher Materialien und Werkzeuge, mit denen man zum selber Airbrushen bestens ausgestattet sind. Unter anderem braucht man:

  • Papier: Zum Üben, zum Ausprobieren oder zum Herstellen von Schablonen braucht man immer wieder Papier. Deshalb sollte man beim Airbrushen immer genügend davon griffbereit haben.
  • Bleistifte: Sie dienen zum Vorzeichen der Arbeit. Gearbeitet wird dabei am besten mit Stiften der Stärke HB oder F.
  • Lineale: Um die anzufertigende Airbrush-Arbeit vorzuzeichnen und auszumessen, braucht man Lineale. Wenn am Lineal entlang geschnitten werden soll, benutzt man Stahllineale, da beim Schneiden an Plastiklinealen leicht die Meßkante zerstört wird.
  • Schneidemesser und Scheren: Um Papier oder Maskierfilme zu schneiden, benötigt man spezielle Grafikmesser oder Skalpelle. Je schärfer sie sind, desto genauer lässt sich arbeiten. Für grobe Schneidearbeiten hingegen können Scheren benutzt werden.
  • Plastikbecher oder Porzellanschalen: Zum Verdünnen oder Aufrühren der Farben in Wasser eignen sich kleinen Plastik- oder Glasbecher oder Porzellanschalen.
  • Rührstäbe: Sie werden eingesetzt, um Farben aufzurühren. Am besten eignen sich Glasstäbe. Auf keinen Fall jedoch sollte man zum Aufrühren einen Pinsel verwenden, da eventuell Härchen ausgefallen können, die später beim Spritzen störend sind.
  • leere Glasfläschchen: In ihnen kann das angesetzte Farbmaterial über längere Zeit gelagert werden. Am praktischsten sind hierbei Glasfläschchen mit einem Schraubverschluss und Glaspipette.
  • Pipetten: Pipetten aus Glas oder Kunststoff werden verwendet, um die Farben in den Farbbehälter der Spritzpistole zu geben.
  • Pinsel: Obwohl die Farbe mit der Spritzpistole aufgetragen wird, sind manchmal sehr feine Pinsel dabei behilflich, scharf begrenzte, feine Linien anzulegen.
  • Spritzpistolenhalter: Wenn man seine Spitzpistole einmal aus der Hand legen muss, ist ein Halter, in dem die Pistole sicher eingeklemmt ist, von Nutzen.
  • Klebstoff und Klebebänder: Sie eignen sich, um Papier oder Folienstücke zu fixieren, da sie später leicht rückstandsfrei entfernt werden können.

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