Akte X - Jenseits der Wahrheit

Fox Mulder und Dana Scully kehren nach zehn Jahren ins Kino zurück

Im neuen Akte X- Film geht es zwar nicht um Ausserirdische, spannend ist der Streifen allemal, vor allem für Nicht-Fans. Fans der Serie werden vielleicht verwirrt sein.

Zehn Jahre hat es gedauert und eigentlich hat kaum einer daran geglaubt, dass die beiden FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully noch einmal auf die Leinwand zurückkehren. Nun lief in den Kinos wieder eine Filmversion der berühmten Mysteryserie aus den neunziger Jahren an und es spricht einiges dafür, dass dies der letzte Film gewesen sein dürfte.

Rückkehr zum FBI

Nachdem in Virgina eine FBI-Agentin verschwunden ist, ruft das FBI die beiden ehemaligen Agenten zurück ins Boot. Beide haben schon lang mit ihrer Tätigkeit bei den X-Akten abgeschlossen und führen ein anderes Leben. Scully arbeitet wieder als Ärztin und Mulder lebt irgendwo in einem kleinen Haus auf dem Feld und verbringt den Tag mit dem Ausschneiden von Zeitungsartikeln. Als ein Hellseher, der auch ein verurteilter Pädophiler ist, dem FBI bei der Suche nach einer verschwundenen Agentin hilft und dabei auf Leichenteile im Schnee stößt, beschließt man, die beiden wieder mit ins Boot zu holen.

Obwohl weder Scully noch Mulder wirklich überzeugt von der Absonderlichkeit des Falles sind, lassen sie sich überreden, bei der Suche zu helfen. Es beginnt eine düstere, zum Teil verwirrende, aber keineswegs mysteriöse Suche nach der Frau. Denn das einzig paranormale ist in dem Fall die hellseherische Fähigkeit des Paters.

Handwerklich gelungen

Der Film ist in seiner Handwerklichkeit durchaus gelungen und der Erfinder und Regisseur Chris Carter schafft es, die gewohnt gruselige und dunkle Stimmung weitestgehend zu erhalten. Ein großer Anteil Nachtaufnahmen, quasi ständiges Schneetreiben und Nebel sind dabei sicher ausschlaggebend. Und auch der Plot, der Scully und Mulder schließlich in eine bizarre Welt zwischen russischen Frankensteinnachfolgern und Organklau führt, ist an sich in Ordnung.

Dennoch wirkt der ganze Film bemüht und auch die ständige Rückkehr zur emotionalen Beziehung zwischen den ehemaligen Kollegen wirkt verkrampft und unpassend. Bisweilen wünscht man sich die unnahbare Kühle zurück, die diese Beziehung einst ausgemacht hat. Hinzu kommt, dass sich die amerikanische Produktionsfirma mit dem deutschen Synchronsprecher von David Duchovny nicht über ein angemessenes Gehalt einigen konnte und daher eine andere Stimme gesucht wurde - mit störenden Folgen denn die eigentliche Stimme war ein wesentlicher Bestandteil des Charakters.

Dass es am Ende zu einer Szene kommt, auf die manch ein Fan seit fast anderthalb Jahrzehnten wartet, und die definitiv als Abschluss der Reihe gelten darf, auch weil sie das Konzept des offenen Endes kippt, erscheint da fast wie eine Erleichterung.

Fazit

Jene, die sich nie so mit der Serie anfreunden konnten, werden keine Probleme haben, einen Einstieg in den Film zu finden da keinerlei Vorwissen nötig ist. Die aber, die die Serie jahrelang mitverfolgt haben werden nur teilweise glücklich sein denn an die Qualität der eigentlichen Fernsehserie kann dieser Film nicht anknüpfen.

Julia Hoffmann - - seit 2004 freie Journalistin - zuhause in den Themen IT, Lokales, Familienpolitik, Kultur und exklusiv für Suite101 im ...

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