Aktuelle Trendfarben bei Autos ab 2008

Schwarzer Clio - dominante Fahrerin? - Alexandra Döll, Essen
Schwarzer Clio - dominante Fahrerin? - Alexandra Döll, Essen
Viele Jahre führte Schwarz die Trendfarbe bei Autos an. Mittlerweile sind jedoch auch andere Lackfarben im Kommen.

Mittlerweile wurde Schwarz von den Tönen Silber und Grau auf den zweiten Platz der Lackfarben verdrängt (vgl. meinauto.de). Im Jahr 2009 waren 32,5 Prozent aller zugelassenen Neufahrzeuge grau oder silberfarben, schwarz rangiert mit 27,6 Prozent auf Platz 2. Es folgen die Farben Blau (13,6 Prozent), Weiß (9,8 Prozent) und Rot (9,1 Prozent).

Das Revival der Lackierungen Weiß und Braun insbesondere seit 2008

Weiß war bereits Mitte der 1980er Jahre einmal eine trendige Autofarbe, bevor kaum noch Neufahrzeuge in dieser Farbe verkauft wurden. Bis etwa 2007 bedeutete die weiße Lackierung eines Autos beim Wiederverkauf sogar eine Wertminderung. Seit 2008 sind jedoch vermehrt Zulassungen von Kfz zu verzeichnen, die weiß lackiert sind. Entsprechend finden sich auch auf deutschen Straßen wieder mehr weiße Autos. Gegenüber 2007 hat sich die Zahl der Neuzulassungen weißer Kraftfahrzeuge mehr als verdoppelt.

Auch Brauntöne waren für viele Jahre bei den Lackierungen praktisch in der Versenkung verschwunden, derzeit erleben sie jedoch ein Comeback. Je nach Hersteller tragen die Brauntöne den Namen Latte Macchiato, Hot Chocolate oder im Falle des neuen VW Polo Toffee Brown Metallic. Brauntöne erreichten bei den Lackierungen der Neufahrzeuge auf Anhieb mehr als sechs Prozent.

Geschlechtsspezifische Wahl von Lackfarben

Die Homepage meinauto.de inklusive des dazugehörigen Blogs stellt fest, dass Männer hauptsächlich Autos in den Farben Grau, Silber und Schwarz kaufen, während Frauen eher die Farben Gelb und Grün bevorzugen. Dies hängt sicherlich auch mit der Definition der Lackfarben bei Autos zusammen und nicht nur damit, dass die Herren offensichtlich trendige Farben bei ihren fahrbaren Untersätzen vorziehen.

Assoziationen zwischen Farbe des Autos und Charakter des Fahrers

Abweichend zur religiös oder psychologisch geprägten Farbenlehre wie etwa in der Traumdeutung stehen die Lackfarben bei Autos für andere Eigenschaften, die etwas über das Fahr- und Sozialverhalten im Straßenverkehr aussagen sollen:

  • Schwarz: steht in psychologisch geprägten Zusammenhängen für Tod, Trauer, Kraft und Magie, bei den Autofarben verkörpert es jedoch Dominanz.
  • Grau und Silber: Diese Farben stehen normalerweise für Weiblichkeit, aber auch für Eintönigkeit, bei Autolackierungen repräsentieren Sie jedoch Stil und Stilsicherheit.
  • Blau: Diese Farbe wirkt gerade bei der Farbheilung beruhigend, kann aber auch für gute Stimmung und tiefe Gefühle stehen. Fahrer von blau lackierten Autos werden als besonders zuverlässig eingestuft.
  • Die Farbe Weiß steht beispielsweise in der Traumdeutung für Reinheit, Unschuld und Weisheit, bei den Autofarben wird hiermit Rücksichtnahme assoziiert.
  • Rot ist gemeinhin die Farbe der Liebe und Leidenschaft, aber auch die der Rache und des Zorns. Fahrer roter Autos werden als besonders offen angesehen.
  • Die Fahrer gelber Kraftfahrzeuge sollen besonders optimistisch sein, was jedoch der populärwissenschaftlichen Deutung der Farbe Gelb sehr nahe kommt.

Abweichungen in der Farbwahl auf dem europäischen Kfz-Markt

International gesehen führen auch dort die Farben Silber und Grau die Beliebtheitsskala bei den Autofarben an. Im Gegensatz zum europäischen Fahrzeugmarkt werden in anderen Teilen der Welt jedoch weniger schwarze Autos gekauft, da diese angeblich häufiger in Unfälle verwickelt sind. Analog gilt dies auch für weiß lackierte Autos. Warum schwarze und weiße Autos angeblich eine höhere Unfallrate aufweisen als Fahrzeuge mit anderen Lackierungen, dazu schweigt der Artikel des ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V. jedoch weitestgehend.

Weiterer Trend: Weg vom Metallic-Lack

In den vergangenen Jahren waren überdurchschnittlich häufig Fahrzeuge mit Metallic-Lackierungen auf deutschen Straßen zu finden, insbesondere Neufahrzeuge. Mittlerweile soll dieser Trend jedoch rückläufig sein, stattdessen gelangen wieder verstärkt Autos mit matten Farben ohne Metallic-Zusätze in den Kfz-Handel.

Quellen u. a.:

  • ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
  • meinauto.de

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Bildnachweis:

Schwarzer Clio: © Alexandra Döll, Essen

Silberner BMW: © Hartmut910, Pixelio

Roter Polo: © Mosgnauk, Pixelio

Blauer Sportwagen: © Moni Sertel, Pixelio

Alexandra Döll, Autorin, Marina Hong, Düsseldorf

Alexandra Döll - Persönliche Daten: geboren 1974 in Essen, wohnhaft ebendaFamilienstand: ledig, keine KinderAbitur 1993, anschließend ...

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