
- Alba-Spieler Adam Chubb - Andreas Wendt
Alba Berlin ist das erfolgreichste deutsche Basketballteam der vergangenen Jahre. Und auch in diesem Jahr ist das Team aus der Hauptstadt in der Basketball Bundesliga (BBL) einer der großen Favoriten auf den Deutschen Meistertitel – es wäre der insgesamt neunte in der Vereinsgeschichte (1997 bis 2003, 2008). In der vergangenen Saison mussten sich die „Albatrosse“ im Halbfinale dem späteren Vizemeister Telekom Baskets Bonn geschlagen geben, nachdem sie als Erster in die Play-offs gegangen waren. Dank des Sieges im Pokal – dem sechsten der Vereinsgeschichte – durfte das deutsche Vorzeige-Basketballteam in der Saison 2008/2009 wenigstens einen Titel bejubeln.
Die Saison 2009/2010 begann für das Team von Trainer Luka Pavicevic mit einer herben Enttäuschung. In der Qualifikation für die Euroleague scheiterte Alba an Maroussi Athen (75:70 und 70:79). Nun muss das Team aus der Hauptstadt im zweitklassigen Eurocup antreten, vergleichbar mit der Europaliga im Fußball. Damit müssen die Berliner weiter auf den großen internationalen Durchbruch warten. Seit dem Sieg im Korac-Cup 1995, einem Europapokal-Wettbewerb, der bis 2002 ausgespielt wurde,steht bislang nichts auf der Erfolgsliste des Vereins.
Der Star von Alba Berlin: Julius Jenkins
Doch nicht nur international, sondern auch in der heimischen Liga wird die Konkurrenz für das Team, das zwischen 1997 und 2003 sieben Deutsche Meistertitel in Folge holte, immer stärker. Dennoch konnte Luka Pavicevic, der seit 2007 Trainer des ALBA-Teams ist, im Sommer mit dem bosnischen Nationalspieler Kenan Bajramovic aus Ankara nur einen neuen Spieler in seinen Reihen begrüßen. Außerdem bekam der Coach mit dem Italiener Umberto Badioli einen neuen Assistenztrainer zur Seite gestellt. Dagegen verließen gleich vier Spieler den Verein. Dennoch haben die Berliner weiterhin ein starkes Team zusammen, das auch in dieser Saison wieder den Titel fest im Visier hat. Neben den beiden deutschen Nationalspielern Steffen Hamann und Philip Zwiener sind auch Neuzugang Bajramovic (Bosnien) und Blagota Sekulic (Montenegro) feste Größen in den Nationalmannschaften ihrer Heimatländer. Zu den großen Stars der Mannschaft gehört zudem der US-amerikanische Shooting Guard Julius Jenkins. Der 28-Jährige, der seit 2006 in Berlin spielt und 2008 zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt wurde, ist einer von gleich fünf US-Amerikanern im 13-köpfigen Profi-Kader.
Heimspiele in der O2 World
Seit der Saison 2008/2009 trägt das Team um Sportdirektor Henning Harnisch seine Spiele in der 15.000 Zuschauer fassenden O2 World aus. Gleich in der ersten Spielzeit in der neuen Heimstätte erreichten die Berliner einen Zuschauerschnitt von mehr als 7.000 Besuchern pro Spiel und setzten damit neue Maßstäbe im deutschen Basketball. Im Europaleague-Spiel gegen Olimpija Ljubljana (59:67) stellten die Berliner mit 14.800 Zuschauern einen neuen Rekord für Europapokalspiele in Deutschland auf.
