Algen im Gartenteich bekämpfen

Algenklärwerk Pflanzinsel - Alexander Benra
Algenklärwerk Pflanzinsel - Alexander Benra
Viele Besitzer eines Teiches stört das von Algen getrübte Wasser. Es gibt natürliche und technische Mittel gegen die Algenplage, die das Wasser klären.

Ein Teich im Garten ist eine Oase der Ruhe und Entspannung. Vielen Menschen bereitet es Freude die Tiere am Teich zu beobachten. Häufig stört es sie jedoch, dass man nicht gut durch das Wasser sehen kann. Wir haben häufig das Bild eines klaren Gebirgsbaches vor uns. Dabei gibt es in der freien Natur wenig stehende Gewässer, die wirklich klares Wasser haben. Das Wasser wird – soweit es nicht durch die Fische, die im Bodenschlamm nach Nahrung suchen, aufgewühlt wird – vor allem durch schwebende Algen trübe. Hiergegen kann man etwas unternehmen. Zunächst gilt es jedoch die Ursachen des vermehrten Algenwuchses zu kennen.

Ursachen des vermehrten Algenwuchses

Algen im Wasser sind etwas ganz Normales. Viele Kleinstlebewesen im Teich ernähren sich davon. In der freien Natur wird der vermehrte Algenwuchs durch die Überdüngung in der Landwirtschaft hervorgerufen. Die ist im Garen seltener die Ursache. Die Exkremente der Fische im Teich und Futterreste führen aber zu einem Überangebot an Nährstoffen, die zu Algenwachstum führen. Je weniger Fische und je weniger Futter im Teich, desto weniger Algen.

UV-Licht

Viele Teichfilter haben neben der mechanischen Klärung auch eine UV Lampe, die den Plankton, das heißt die schwebenden Algen zerstört. Diese Lampen zerstören aber nicht nur die unerwünschten Algen sondern alle Lebewesen im Teichwasser. Der Teich mag dadurch klar werden, er ist aber kein Ökosystem mehr und darauf sollte man im Garten eigentlich nicht verzichten.

Zeolith

Im Zoofachhandel und in Baumärkten gibt es daneben ein Mineral, das Zeolith, zu kaufen, das ins Wasser eingebracht, die Nährstoffe aufnimmt, sie auf diese Weise den Kreislauf im Teich entzieht und das Algenwachstum dadurch hemmt. Das funktioniert durchaus. Das Zeolith hat aber den Nachteil, dass es nur eine begrenzte Zeit Wirkung entfaltet und dann wieder von neuem gekauft und in den Teich eingebracht werden muss.

Pflanzeninseln

Es liegt eigentlich ganz nahe, wird aber häufig nicht bedacht. Wenn der Teich ein Überangebot an Nährstoffen hat, dann können diese Nährstoffe von Pflanzen aufgenommen werden. Das geschieht durch die Pflanzen am Ufer, die aber nur eine begrenzte Kapazität haben, oder auch durch Schwimmpflanzen. Seit einiger Zeit gibt es auch sogenannten Pflanzeninseln, die in den Teich gesetzt werden. Dabei handelt es sich um Inseln aus Kunststoff mit einem durchlässigen Boden. Sie können mit verschiedenen vor allem mit Sumpfpflanzen bepflanzt werden. Die Wurzeln dieser Pflanzen wachsen durch die Löcher am Boden der Pflanzinsel in das Teichwasser hinein und entziehen ihm Nährstoffe. Daneben geben die Pflanzen auch Sauerstoff in den Teich ab. Sobald die Algen nämlich absterben, verbraucht ihre Verrottung Sauerstoff, der den Tieren im Teich entzogen wird. Zusätzlich sorgt die Pflanzeninsel auch durch die Verschattung, dass den Algen Sonnenlicht als Energiespender entzogen wird, was das Algenwachstum noch einmal verringert. Außerdem sehen die Pflanzeninseln auch noch schön aus und bieten den Tieren des Teiches Versteckmöglichkeiten.

Alexander Benra, Alexander Benra - privat

Alexander Benra - Alexander Benra, Jahrgang 1966, ist Jurist mit langjähriger Erfahrung in dem Fachgebiet Arbeitsrecht. Wichtiger Hinweis: Die ...

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