
- Hotelpool an der türkischen Riviera - Helmi Schäfer
Nach Deutschland, Spanien und Italien ist die Türkei inzwischen immerhin auf Platz 4 der Beliebtheitsskala im deutschen Tourismus gerückt. Besonders ausgeprägt ist hier - anders als in den ersten drei Zielgebieten - das Konzept des All-Inclusive-Urlaubs. Das heißt, man bezahlt mit einem einmaligen Reisepreis ein Gesamtpaket, das außer den Übernachtungen auch mindestens folgendes enthält:
- drei volle Mahlzeiten am Tag,
- sämtliche nichtalkoholischen und landestypisch-alkoholischen Getränke im Restaurant & an den Bars,
- die Transfers zwischen Flughafen und Hotel,
- Animationsprogramm,
- meistens auch die Nutzung von Strandliegen und Sonnenschirmen
- sowie des hoteleigenen Wellnessbereichs.
Preiswert ist relativ: Wie kann man Geld sparen?
Von Anfang April bis Mitte November ist die Türkei ein Reiseziel mit Sonnengarantie. Die Temperaturen liegen selbst in den kühleren Monaten meist noch bei bis zu 25 Grad und Regen ist eher selten. Der erste Spartipp lautet also, nicht in der Hauptsaison, sondern in der Vor- oder Nachsaison zu buchen. Wer möglichst auch noch die Zeiten der Schulferien umgehen kann, spart zusätzlich.
Auch in den Hotelkategorien spiegeln sich die Preise: Natürlich ist ein Komfort-Hotel (drei Sterne) preiswerter als ein Luxus-Superior-Haus (fünf Sterne +). Wer allerdings nicht unbedingt auf sämtliche internationalen alkoholischen Getränke in der Inclusive-Leistung Wert legt, sondern sich mit den landestypischen zufrieden gibt, wem beispielsweise statt des Jetskis vielleicht auch ein Ruderboot genügt, der kann durchaus am Hotel sparen.
Zum Buchungszeitpunkt gilt: Je früher und je später eine Reise vor dem Antritt gebucht wird, um so preiswerter wird sie in der Regel. Man kann also sowohl von einem Frühbucher-Bonus profitieren, aber auch zum Beispiel beim Super-Last-Minute am Flughafen noch ein Schnäppchen machen. Dabei haben beide Möglichkeiten jeweils ihre Vor- und Nachteile.
Worauf sollte man beim Cluburlaub in der Türkei achten?
Häufig anzutreffen sind in der Türkei Kies-Strände. Gerade Familien mit kleinen Kindern, die viel lieber eine Sandburg bauen würden, als wegen der Steine mit Schuhen ins Wasser zu gehen, ist von derartigen Clubhotels abzuraten.
Fragen Sie auch nach, welche Gäste vorwiegend dort untergebracht sind: Gerade die türkische Riviera ist inzwischen in Russland ein ausgesprochen beliebtes Reiseziel, so dass es leicht passieren kann, dass man plötzlich als einziger Deutscher allein unter Russen seinen Urlaub verbringt.
Die Hotelsterne sind nicht mit den deutschen Kategorien vergleichbar, sondern landestypisch. Grundsätzlich kann man einen Stern abziehen. Dennoch lässt sich durchaus auch in einem Drei-Sterne-Mittelklasse-Club ein erholsamer Urlaub verbringen. Man darf dann eben nicht in jedem Punkt "Robinson-Qualitäten" erwarten, sondern muss auch die eigenen Ansprüche ein wenig runterschrauben.
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