Alles Gute vom Ei: Das einfachste Rezept für Eierlikör

Eier, die Basis für Eierlikör - C. von Gerstenberg
Eier, die Basis für Eierlikör - C. von Gerstenberg
Selbstgemachter Eierlikör eignet sich hervorragend als Mitbringsel und für den Eigengenuss. Man kann ihn leicht selbst herstellen.

Der süße, dickflüssige und auffallend gelbe Likör durfte zu Großmutters Zeiten bei keinem gesellschaftlichen Ereignis fehlen und gehörte ganz selbstverständlich zu Hochzeiten, Taufen, Geburtstagen und sonstigen Feiertagen dazu. Unsere Mütter tranken Eierlikör gern zum Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen, und auch heute erfreut sich der Likörklassiker noch großer Beliebtheit. Wer nicht auf den industriell hergestellten Eierlikör aus dem Supermarkt zurückgreifen möchte, kann ihn auch selbst mit relativ geringem Aufwand herstellen.

Welche Zutaten benötigt man für Eierlikör?

Zur Herstellung von selbstgemachtem Eierlikör braucht man nur vergleichsweise wenig Zutaten, die man meistens im Haus hat. Grundsätzlich gilt: Je frischer die Zutaten, deso besser das Endergebnis! Man sollte also nicht am falschen Fleck sparen und qualitativ hochwertige Ausgangsprodukte verwenden. Wichtig sind vor allem ganz frische Eier, möglichst von glücklichen Hühnern. Ob die Eier weiß oder braun sind, wirkt sich übrigens nicht auf ihre Qualität aus.

Auch der verwendete Alkohol wie Weinbrand oder Rum sollte von guter Qualität sein und einen Alkoholgehalt von mindestens 45 Prozent aufweisen. Ein höherer Alkoholgehalt ist nicht von Nachteil.

Für ca. 5 Portionen Eierlikör braucht man:

  • 5 sauber getrennte Eigelbe
  • 3 bis 4 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Tasse 10 %ige Kondensmilch (der Fettgehalt darf auch höher sein)
  • 1 Schuss süße Sahne
  • 1/4 Liter Weinbrand oder Rum

Wer Eierlikör gern sehr süß trinkt, kann zusätzlich noch 1 bis 2 Esslöffel Zucker dazugeben.

Wie bereite ich den Eierlikör zu?

Die Zubereitung ist einfach: Man gibt das frische Eigelb zusammen mit der Kondensmilch, der Sahne und dem Vanillezucker in den Mixer und rührt die Masse solange durch, bis sie sämig ist. Dann gibt man den Weinbrand oder Rum dazu und mixt die Flüssigkeit noch einmal 1 oder 2 Minuten gut durch, bis sich alle Bestandteile aufgelöst haben und der Likör eine sämig-cremige Konsistenz aufweist. Danach stellt man ihn sofort kalt und lässt ihn im Kühlschrank ein wenig ruhen. Serviert wird der gelbe Likör gut gekühlt in den typischen breiten (nicht hohen) Likörgläsern. Bitte keine farbigen Gläser nehmen, da sonst die schöne Farbe des Eierlikörs nicht zur Geltung kommt!

Selbstgemachter Eierlikör hat nur einen Nachteil: Wegen der darin enthaltenen frischen Eier kann man ihn nicht lange verwahren und sollte ihn möglichst innerhalb weniger Tage aufbrauchen. Die Kühlkette darf dabei keinesfalls unterbrochen werden, da sonst die Gefahr von Salmonellen oder Keimen besteht.

Möchte man den Eierlikör verschenken, füllt man ihn am besten in ein schönes Gefäß (Likörkaraffe, Flasche) ab und dekoriert das Ganze mit einem hübschen Schleifchen. Selbstgemachter Eierlikör kommt als Geschenk fast immer gut an, sofern der Beschenkte süßen Likören nicht völlig abgeneigt ist.

Die Autorin in Portugal, C.v.Gerstenberg

Dr. Claudia von Gerstenberg - | Dr. phil. | mit den Schwerpunkten Essen & Trinken: bedeutet für mich Genuss, Lebensfreude und Sinnlichkeit. Deshalb bin ich ...

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