Alles über selbstgekochte Chutneys

selbstgemachtes Chutney - Claine Sutton, flickr.com
selbstgemachtes Chutney - Claine Sutton, flickr.com
Was ist Chutney? Kaufen oder selber machen? Hier finden Sie die einfachsten und leckersten Rezepte für selbstgemachte Chutneys.

Chutneys kommen in zwei Arten daher: zum einen kalt gerührt und frisch gegessen oder zum andern eingekocht wie eine Marmelade. Für beide gilt mehr oder weniger der alte Spruch: Ein gutes Chutney sollte so scharf sein, dass man es eigentlich gar nicht essen kann - und so süß, dass man es trotzdem tut.

Haltbare gekochte Chutneys

Auch hier ähneln sich die Zubereitungsarten: Es werden zunächst die Gewürze angebraten. Dazu können Sie Butterfett nehmen - original indisches, selbstgemachtes oder eines, das im Kühlregal Ihres Lebensmittelhändlers steht -, ersatzweise geht auch ein Öl ohne Eigengeschmack. Zu den gerösteten Gewürzen kommen dann die Obst- oder Gemüsestücke. Das Ganze wird eingekocht, bis es die Konsistenz einer Marmelade hat, und in saubere Marmeladengläser gefüllt.

Apfelchutney und andere Früchte

  • 1 Pfund Äpfel
  • 2 Esslöffel Butterfett oder Pflanzenöl
  • 1 Teelöffel frischer Ingwer, gerieben
  • 1 Zimtstange von etwa 5 Zentimeter Länge
  • 1/2 Teelöffel Anissamen
  • 3 Nelken
  • 1 getrockete Chilischote, zerbröselt
  • 1/2 Teelöffel Turmerik (Curcuma, Gelbwurz)
  • 2 Esslöffel Wasser
  • 2 Esslöffel Zucker

Das Obst waschen, schälen, in kleine Stücke schneiden. Butterfett erhitzen. Alles zwischen Ingwer und Chilischote hineinwerfen, eine halbe Minute erhitzen, dann den Turmerik und schließlich das Obst hinzugeben. Dünsten lassen, bis die Äpfel weich sind. Oft umrühren. Dann den Zucker hinzugeben und köcheln lassen, bis das Chutney eindickt. Heiß in Schraubgläser füllen und sofort verschließen.

Diese Chutney kann gegessen werden, sobald es auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, es hält sich aber auch sehr gut im luftdicht verschlossenen Glas. Sie können es zu frischem indischem Brot anbieten, beispielsweise zu Puris, aber auch zu indischen Süßspeisen und zu Gemüsegerichten, die nicht allzu scharf sind.

Dieses Rezept ist nicht für Äpfel allein. Sie können es auch aus anderem Obst kochen. Pflaumen und Mangos bieten sich an, möglich sind auch Pfirsiche und Aprikosen, Stachelbeeren und Brombeeren oder Guaven. Probieren Sie aus, ob Zimt, Anis und Nelken überall so gut passen wie bei Äpfeln und Pflaumen! Auch in Indien ist kochen eine Frage nicht nur des überlieferten Rezeptes, sondern auch des persönlichen Geschmacks.

Tomatenchutney

  • 8 reife Tomaten
  • 4 Esslöffel Wasser
  • 2 Teelöffel Butterfett
  • 2 Esslöffel schwarze Senfkörner
  • 2 frische Chilischoten, kleingeschnitten
  • 3 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zimtstange von etw 5 Zentimeter Länge
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • 2 Teelöffel gemahlener Koriander
  • 1 Esslöffel frischer Ingwer, gerieben
  • 1 Teelöffel Salz
  • 4 Esslöffel Zucker

Die Tomaten blanchieren, häuten, mit dem Wasser pürieren. Das Butterfett erhitzen. Erst die Senfkörner hineingeben, dann alle Gewürze bis einschließlich Ingwer kurz anrösten, Tomaten hinzugeben, salzen, leise köcheln lassen, bis kaum noch Flüssigkeit im Topf ist. Dann den Zucker einrühren und bei mittlerer Temperatur und fleißigem Rühren einkochen lassen bis zur gewünschten Konsistenz.

Lesen Sie auch bei suite101: Ein indisches Menue zusammenstellen und Rezepte für kalt gerührte Chutneys!

Informationen und Rezepte:

  • Adiraja Dasa: Vedische Kochkunst, 1987; Hare-Krishna-Kochbuch
  • Schomber, Helmut und Volker Büttner: Indische Küche, zu beziehen über Indu-Versand
  • Sahni, Juli: Das große Indische Kochbuch, Heyne Verlag
Eva Finkenstädt, Foto: Thomas Gebauer, Marburg

Eva Finkenstädt - ... ist Jahrgang 1954 und stammt aus einem Dorf in Nordhessen, wo ihr Familienname auf einen Schreibfehler im Kirchenbuch ...

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