Alles Wichtige über Puppy Linux

Puppy Linux-Logo - Peter Klau
Puppy Linux-Logo - Peter Klau
Linux läuft nicht nur auf vielen Supercomputern dieser Welt, auch auf dem Desktop macht das Betriebssystem eine gute Figur.

Viele kennen Linux als ein flexibles Betriebssystem, das auf großen Servern und kleinen Desktops läuft, ohne große Ansprüche an die Hardware zu stellen. An dieser Stelle ist die Rede von einer Linux-Version (auch Distribution genannt), die selbst auf älteren und kleinen Computersystemen sehr gut ihre Arbeit verrichtet: Puppy Linux.

So funktioniert Puppy Linux

Puppy Linux ist eine eigene Entwicklung und basiert nicht auf anderen Linux-Systemen. Trotzdem lässt sich das System aus den Programmpaketen andere Linux-Distributionen wie Ubuntu, Arch Linux oder Slackware zusammenstellen. Der größte Vorteil von Puppy Linux ist ohne Zweifel seine Kompaktheit. Das Betriebssystem gibt es als kostenlosen Download in einer Größe von nur 128 MB. Dadurch passt das gesamte Betriebssystem mit all seinen Anwendungsprogrammen bequem auf eine CD oder einen USB-Stick und kann von dort gebootet werden. Puppy Linux ist so konstruiert, das es auch auf Computern ohne Festplatte läuft. Aber natürlich kann man das System auch einer Festplatte installieren.

Hat man sich für eine Installation entschieden, kann man das System auf vielfältige Weise an die Hardware oder seine persönlichen Vorlieben anpassen. Viele Benutzer nutzen diese Möglichkeiten um ihre ganz speziellen Versionen (Puplets genannt) zu kreieren. Wer sich das nicht zutraut, kann die Hilfe anderen Benutzer in Anspruch nehmen und vorgefertigte Puplets übernehmen.

Wie zu erwarten, ist die Verwendung der Live-CD sehr einfach. Nachdem man das ISO-Abbild auf einen CD gebrannt oder einen USB-Stick geschrieben hat, kann man den Computer von diesen Medien booten. Puppy Linux überprüft zunächst die Hardware und startet dann den Desktop (siehe Abbildung 2). Obwohl das Betriebssystem so wenig Speicherplatz benötigt, ist es erstaunlich komplett und enthält alle wichtigen Programme, die man im Alltagsbetrieb braucht. Wenn wirklich ein spezielles Programm mal fehlen sollte, kann das sicher nachinstalliert werden. Der Desktop erinnert ein bisschen an Windows 95, die Programme von Puppy Linux sind jedoch viel leistungsfähiger.

Die Installation des Betriebssystems ist ebenfalls sehr einfach. Ein universelles Installationsprogramm kümmert sich darum, dass Puppy Linux vollständig und richtig auf der Festplatte verankert wird. Der Puppy Package Manager sorgt dafür, dass immer die aktuellen Programmpakete verwendet werden. Danach liegt es in der Hand des Benutzers, aus der traditionellen Distribution sein eigenes „Puppy“ zu machen.

Weitere Informationen und Download

Puppy Linux steht in der aktuellen Version auf der Homepage der Puppy Linux Organisation kostenlos zum Download bereit. Dort finden Sie auch weitere Informationen. Selbstverständlich gibt es das Betriebssystem auch mit deutschsprachiger Oberfläche. Einsteiger finden Tipps, Tricks und Secrets besonders zur USB-Installation zum Beispiel im deutschen Linux-Forum.

Weitere Informationen: Besonders bei Netbooks sollte die Linux-Distribution sorgfältig ausgesucht werden. Wegen der speziellen Hardware ist nicht jede Distribution für die Minirechner geeignet. Bei Linux für Netbooks hat man die Qual der Wahl.

Peter Klau - Autor, Peter Klau

Peter Klau - Von Beruf bin ich Programmierer, Netzwerkverwalter und Internet-Fachmann. Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich als freiberuflicher ...

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