
- Schneetreiben - Gerhard Frassa / pixelio.de
Die Winterreifenpflicht wurde Ende 2010 in Deutschland eingeführt, nachdem Glatteis und Schnee für chaotische Zustände auf den Straßen gesorgt hatten. Damit sind Winterreifen nicht mehr freiwillig, sondern für jeden Autofahrer Pflicht. Das Bußgeld für das Fahren mit Sommerreifen im Winter beträgt 40 Euro plus einen Punkt in Flensburg. Wird durch die falschen Reifen eine Verkehrsbehinderung nachgewiesen, kostet das sogar 80 Euro sowie zwei Punkte. Besonders für den Zweitwagen wurden früher selten Winterreifen angeschafft. Die Winter waren mild und somit konnte man das ganze Jahr über problemlos mit Sommerreifen fahren. Damit ist nun Schluss, als Alternative werden jedoch von vielen Autofahrern Allwetterreifen aufgezogen.
Erfüllen Allwetterreifen die Winterreifenpflicht?
Diese Frage kann eindeutig mit ja beantwortet werden, mit Allwetterreifen brauchen Sie kein Bußgeld im Winter zu befürchten. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Ihre Allwetterreifen auch eine Winterzulassung haben. Erkennen können Sie dies an dem M+S Symbol und dem Alpine Symbol (eine Schneeflocken). Fehlt die Winterzulassung, genügen die Ganzjahresreifen der Winterreifenpflicht nicht.
Wie fährt es sich mit Allwetterreifen bei Eis und Schnee?
Allwetterreifen mit Winterzulassung unterscheiden sich nicht so stark von herkömmlichen Auto Winterreifen. Deswegen liegt das Problem auch nicht darin, mit den Allwetterreifen im Winter bei Eis und Schnee zu fahren. Auf glatten Straßen und im Schnee haben sie sich bestens bewährt. Problematisch sind Allwetterreifen eher im Sommer, der Bremsweg kann bei hohen Außentemperaturen verlängert werden und das Material nutzt sich viel zu schnell ab. Aus diesem Grund sind Allwetterreifen nicht wirklich eine gute Lösung. Wer vor dem Kauf eines zweiten Satzes Reifen aufgrund des Preises zurückschreckt, sollte immer daran denken, dass durch den jährlichen Reifenwechsel das Material insgesamt länger hält. Acht Reifen halten eben doppelt so lange wie vier Reifen. Werden Allwetterreifen das ganze Jahr über gefahren, nutzen sie sich schneller ab, gespart wird im Endeffekt nur der Reifenwechsel, den viele Autofahrer jedoch auch selbst durchführen. Selbst in einer Fachwerkstatt kostet der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen normalerweise um die 50 Euro, eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt.
Wie Sie beim Kauf von Winterreifen sparen können
Beim Kauf von Winterreifen können Sie allerdings einiges an Geld sparen, wenn Sie zuvor die Preise vergleichen. Markenreifen sind in der Regel langlebiger und sind unbekannten Fabrikaten vorzuziehen. Es müssen jedoch nicht immer die teuersten Winterreifen sein, das Lesen von Testergebnissen zum Beispiel der Stiftung Warentest lohnt sich auf jeden Fall und sorgt manchmal für Überraschungen. Über eine Preissuchmaschine finden Sie online den günstigsten Händler für Winterreifen. Kaufen Sie Winterreifen und andere Kfzteile jedoch nur bei einem Reifen Onlineshop mit deutschem Impressum und Angaben, die für Sie nachprüfbar sind.
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