
- Manni Ludolf, Almkönig 2011 - ProSiebenSat1Media AG
Sonne und 20 Grad, so versöhnlich zeigte sich das Wetter auf der Alm in Südtirol, auf der sich neun Prominente auf Einladung von ProSieben zusammenfanden, um zwei Wochen gemeinsam den Hof zu bewirtschaften. Ohne jeden Luxus zwar, zu Bedingungen, wie sie 100 Jahre zuvor herrschten, aber eben auch in gesunder Luft und mit dem Nebeneffekt, gesund leben zu können: Ohne Rote Teppiche, Alkohol, VIP-Events und – in Einzelfällen – Maske und Scheinwerferlicht. Denn die Zeit der großen Erfolge war für die meisten von ihnen, falls es sie denn überhaupt gegeben hatte, schon vorbei. Ob es für den am 03. September 2011 gekürten Alm-König künftig besser läuft?
Manni Ludolf gewann den Titel "Alm-König 2011“: Der am 29. Juli 1962 geborene Dernbacher erfreute sich in den vierzehn Tagen auf der Alm genau so am Leben, wie das seine Fans schon aus der Doku-Soap von ihm kennen: Durch "Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz“ wurde er zum Prominenten und kam somit zu seinem Ticket für die Reise auf die Südtiroler Alm. Schicki-Micki, aufgesetztes Rumgezicke, Egoismus und Arroganz sind dem Mann fremd; als auf Harmonie bedacht und sich vor keiner noch so dreckigen oder ekelhaften Aufgabe drückend erlebten ihn die Alm-Fans.
"Die Alm – Promischweiß und Edelweiß": Zusammenfassung Finale
Begleitet von der Band Alm-Gaudis und der Titelmusik der Show begrüßten die Moderatoren Janine Kunze und Daniel Aminati ein letztes Mal ihr in den zurückliegenden zwei Wochen liebgewonnenes Publikum. Wie schon in den Ausgaben kommentierten sie mit mehr oder weniger süffisanten Kommentaren das Geschehen auf der Alm. Am letzten Tag kam es noch einmal zum Streit über eine Geschichte Anna Heesch und Carsten Spengemann betreffend: Die Ex-Bankkauffrau und der Ex-DSDS-Moderator hatten zehn Jahre vor ihrem Wiedersehen auf der Alm einen Scheidungskrieg zu bewältigen, innerhalb dem es auch einen Prozess um den Hund Laila gegeben hatte. Charlotte Karlinder wollte genau wissen, was sich damals ereignete.
Dies deswegen, weil Spengemann im Laufe seines Aufenthalts auf der Alm mit Charlotte darüber gesprochen hatte und offenbar eine andere Fassung dazu zum Besten gab als Anna Heesch später. Carsten war das gar nicht recht, dass darüber gesprochen werden sollte. Model Tessa Bergmeier dazu: "Der Spengemann ist falsch und lügt bis sich die Balken biegen.“ Bevor die Geschichte wirklich aufbereitet werden konnte, gingen allerdings Bewohner dazwischen, die die Ansicht vertraten, dass nicht alles, was zehn Jahre zurückliegen würde, hochgekocht werden müsse: Der Checker Thomas Karaoglan vertrat diese Auffassung sehr offensiv und brachte das Thema tatsächlich vom Tisch. Auch Charlotte war es im Nachhinein unangenehm, so nachgehakt zu haben.
Der Prosecco und die Zicken
Einen für die zwei Wochen typischen Zickenstreit gab es noch um eine Flasche Prosecco, die Charlotte nach Ansicht von Tessa versteckt haben sollte. Die 22-Jährige bezichtigte Charlotte, Alkoholikerin zu sein, was diese zurückwies. Relativen Zusammenhalt gab es in der Situation, in der in der Küche ein Kessel Wasser verpuffte und Anna Heesch sowie Carsten Spengemann zu verbrühen drohte. Der heiße Wasserdampf hätte die beiden fast richtig erwischt, doch es war alles noch einmal gutgegangen. Carsten Spengemanns Gesicht brannte nach seinen Worten fürchterlich, aber die Entwarnung kam bei ihm ebenso schnell wie bei Anna Heesch, die sich verständlicherweise sehr erschreckt hatte.
Abschied bei "Die Alm – Promischweiß und Edelweiß"
Dass war es dann aber auch mit Neuigkeiten: Der Abschied stand an. Richtige Tränen vergoss Casting-Direktor Rolf "Rolfe“ Scheider, denn das Lebwohlsagen vom frisch geborenen Kälbchen fiel ihm sichtlich schwer. Rolf hatte sich als einer der Geburtshelfer bewährt und fühlte sich nach seiner Aussage in die Kamera von ProSieben als Pate. Auch Carsten Spengemann hatte sich mit einer Kuh angefreundet: Nora. Die Einzelgängerin auf der Weide mag keine Gruppen; der 39-Jährige auch nicht, wie er ihr verriet. Er lud die Kuh ein, mit ihm nach Schleswig-Holstein zu gehen. Alm-Öhi Josef "Sepp“ Huber meinte, das ginge. Ein letztes Mal die Tiere streicheln, das lag allen Prominenten am Herzen und machte sie wirklich noch richtig sympathisch.
Dann setzte das Verlassen der Alm ein: Je nach Stand des Telefonvotings der Wahl zum Alm-König oder der Alm-Königin musste einer nach dem anderen bergab zu Janine Kunze und Daniel Aminati. Diese versuchten immer wieder, in Stil, Charme und Witz an ihre Vorbilder Sonja Zietlow und Dirk Bach aus "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ anzuknüpfen; meist vergeblich, aber dann doch nicht so schlecht, wie anfangs befürchtet. Mit zunehmender Laufzeit der Show wurde ihre Performance besser, wie ein Düsseldorfer Medienfachmann auf Anfrage von Suite101.de urteilte. Kaum bei den Moderatoren angekommen, spielte der Sender die schönsten Momente der jeweiligen Mitspieler ein: Bekannte Bilder aus den vorangegangenen zwei Wochen.
Alm-König 2011: Manni Ludolf
Um 22:27 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit verließen Thomas "Der Checker“ Karaoglan und Manni Ludolf die Alm; Thomas unter Tränen und mit liebevollen Worten an den Alm-Öhi, der sich aufatmend hinsetzte und ein Pfeifchen ansteckte. Viel gelernt, so der sonst eher großmäulige Checker, habe er vom Sepp. Und wer die Episoden verfolgt hat, der wunderte sich nicht darüber, dass der sympathische Underdog Manfred "Manni“ Ludolf Alm-König 2011 wurde: Durch die Doku-Soap "Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz“ bekannt geworden – die Serie fand Zugang in die Fernsehprogramme von 43 Ländern – erntete der etwas kindlich-naive, sehr natürliche, ehrlich-direkte Manni viele Sympathien. Jeden Spaß mitmachend, stets hilfsbereit und immer auf Harmonie aus zählte er von Beginn an zu den Favoriten.
