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Almeria gehört zur autonomen Gemeinschaft Andalusien, sie ist die südlichste der insgesamt 17 Gemeinschaften Spaniens. Die Stadt liegt an einer langen Mittelmeerbucht mit weiten Stränden. Die Mauren gaben der Stadt den Namen "Al-Mariyya", es heißt Spiegel des Meeres. Almeria ist die Hauptstadt der Provinz Almeria, sie liegt zwischen den Provinzen Granada und Murcia. Die Stadt mit 190.000 Einwohnern (2011) wird durch die dort wohnenden 15.000 Studenten stark geprägt, die Universität wurde im Jahr 1993 neu gegründet. Almeria wird als die afrikanischste Stadt Spaniens bezeichnet, sie ist kulturell sehr stark von Afrika geprägt. Das Klima ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 19 Grad sehr mild, es ist das sonnenreichste Gebiet Spaniens und hier entstand schon früh ein Zentrum zur Erforschung der solaren Energienutzung. Das weltgrößte Solarkraftwerk Andasol wurde 2008 in der Nähe von Almeria gebaut. Der internationale Flughafen liegt außerhalb der Stadt. Es gibt 14 Strandabschnitte an der Küste von Almeria, der beliebteste ist Paseo Maritimo, hier hat sich eine Vergnügungszone mit Bars und Terrassen entwickelt
Kathedrale – eine festungsartige Kirche
Die Kathedrale von Almeria liegt mitten in der Stadt, im Jahre 1524 wurde mit dem Bau begonnen. Sie wurde auf den Resten der von einem Erdbeben (1522) zerstörten Kirche gebaut. Von außen wirkt diese Kathedrale wie eine Festung, sie hat vier aus Quadersteinen erbaute Türme. Das militärische Äußere der Kirche bringt das Liebliche im Inneren der Kirche erst richtig zur Geltung. Hier findet man das Hauptschiff im Renaissance Stil und in den Kapellen sieht man Barock und Klassizismus.
Die Alcazaba von Almeria
Die Alcazaba (Festungsanlage) ist maurischen Ursprungs, sie gilt als zweitgrößtes maurisches Bauwerk auf der iberischen Halbinsel (Granada mit der Alhambra ist die Nr. 1). Es ist eine riesige Festungsanlage und sie diente als Verteidigungsbollwerk gegen die Angriffe der Berberpiraten in den Jahren der beginnenden Teilung der islamischen Herrschaft in Al-Andalus (Andalusien). Die Burganlage besteht aus 3 Anlagen:
1. Anlage
Der erste Burgbezirk wurde als Gartenanlage umgestaltet, er diente früher als Lagerplatz des Militärs und Platz für die Bevölkerung bei einer Belagerung. Hier gab es viele Zisternen.
2. Anlage
Durch eine Mauer war dieser Bereich vom ersten Burgbezirk abgetrennt, hier wohnten die höheren Hofangestellten und es gab einige Paläste. Eine Verlängerung dieser Mauer ist die Stadtmauer, die die restliche Stadt umspannte und schützte. Die Stadtmauer (Muralla de Jayrán) reicht bis zum Felsen Cerro de San Cristóbal, hier steht die Ruine der Tempelritterburg Castillo de San Cristóbal.
3. Anlage
Ist der Kernteil der Burganlage, hier befindet sich der Wehrturm. Nach der christlichen Übernahme im Jahre 1489 wurde dieser Bereich neu befestigt und erhielt auch neue Batterietürme. Auf den Resten eines islamischen Palastes bauten die katholischen Könige eine neue Burg.
Die ganze Anlage ist eine archäologische Fundstätte, mit der man versucht das einstige Leben unter verschiedenen Aspekten zu rekonstruieren. Der Eintritt für EU-Bürger ist kostenlos. Im Gegensatz zur Alhambra in Granada wird diese Festungsanlage nur von wenigen Touristen besucht.
Hafen Almeria - Sport-, Fischerei-, Handels- und Fährhafen
Der Handelshafen von Almeria dient dem Export der Produkte aus der Landwirtschaft. Außerdem ist er Fährhafen für Fahrten nach Málaga und Überfahrten nach Algerien und Marokko. Ein Teil des Hafens ist für Fischereifahrzeuge und ein anderer Teil für Sportboote vorgesehen. Zu Almeria gehören noch 6 weitere Sportboothäfen.
Gabo de Cata – Sehenswertes in der Nähe
Der nahe gelegene Naturpark „Cabo de Gata“ ist eine Landschaft mit Halbwüsten und vulkanischen Bergen. Der bis zu 5oo Meter hohe Gebirgszug „Sierra del Cabo de Gata“ nimmt den größten Teil des Parks ein und bietet ein gutes Netz an Wanderwegen. Hier entstanden Italo-Western wie „Sergio Leone“ und auch einige Szene für „Indianer Jones“ wurden in diesen unwirklichen Bergen gedreht. Die „Desierto de Tabernas“ ist die einzige Wüstenlandschaft in Europa. Hier wurden einige Wüstenaufnahmen für den Film „Lawrence von Arabien“ gedreht. Große Flächen sind nur mit Agaven oder Esparto-Gras bedeckt.
Quellen:
Eigene Reiseerfahrung 2010/11
Spaniens offizielles Tourismusportal
