Wenn die ersten Frühlingsstrahlen zum ersten Sonnenbad einladen, das man meistens noch gut angezogen und in einer geschützten Ecke genießt, reagiert die Haut nach der langen Winterzeit und Lichtabstinenz relativ schnell und eine nur zwanzigminütige Bestrahlung kann je nach Tageszeit und individuellem Hauttyp auch schon im Frühling einen Sonnenbrand auslösen. Aber auch der schon vorgebräunten Haut kann es passieren, das im Urlaub bedingt durch die in südlicheren Ländern erhöhte UV-Bestrahlung, aber auch bei einem Aufenthalt am Meer oder in den Bergen ein Sonnenbrand schneller kommt als gedacht.

Das Gel aus der Aloe vera gilt schon seit vielen Jahren als ein gutes Mittel gegen Sonnenbrand, sonstigen kleineren Verletzungen und wird auch in Hautpflegeprodukten verarbeitet. Was ist wirklich dran an der Pflanze, die zu den Liliengewächsen gehört, auch als Wüstenlilie bezeichnet wird und schon im Altertum als „Quell der Jugend“ bezeichnet wurde? Überlieferungen zufolge nahm sie Alexander der Große auf all seinen Feldzügen mit, um seine Soldaten damit verarzten zu lassen, und auch bei den Indianern gehört sie zu den als heilig angesehenen Pflanzen.

Die Aloe vera ist in Wüsten oder wüstenähnlichen Gebieten zu Hause und wird auch vorzugsweise in diesen klimatischen Zonen angebaut. Große Zuchtplantagen findet man beispielsweise in Mittelamerika und Queensland, dem nördlichsten Gebiet Australiens, wo ein für die Pflanze perfektes subtropisches Klima herrscht. Es ist jedoch auch durchaus möglich, eine Aloe vera-Pflanze in unseren Breitengraden zu Hause auf der Fensterbank zu halten. Die Pflanze besticht durch ihre anspruchslose Pflege, die nur selten nach Wasser verlangt.

Inhaltsstoffe der Aloe vera

Bis heute sind ungefähr 160 Inhaltsstoffe identifiziert und ausgewertet, man geht jedoch davon aus, das noch wesentlich mehr Bestandteile enthalten sind. Forscher und Wissenschaftler sind sich einig, dass kein einzelner der Inhaltsstoffe für die heilende Wirkung der Aloe Vera zuständig ist, sondern das die Wirkung einzig allein über den synergistischen Effekt aller Ingredienzen zustande kommt. Für Wissenschaftler jedoch, die dies eher nüchtern und rational sehen, ist damit die Heilwirkung der Aloe vera, die man je nach Verarbeitung auch innerlich einnehmen kann, nur auf Einbildung begründet.

Aloe vera lindert Sonnenbrand und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit

In vielen fertig zu kaufenden After-Sun-Präparaten ist Aloe vera enthalten. Dies mag vielleicht ein nicht weg zu diskutierender Feuchtigkeitsfaktor sein, der auch eine gereizte Haut in gewissem Maße zu beruhigen vermag, jedoch ist die Wirkung nicht mit purem Aloe vera-Gel zu vergleichen. Wer seine eigene Pflanze hat, schneidet bei Bedarf ein Blatt heraus, ritzt dieses ein und benetzt mit der austretenden Flüssigkeit die Haut. Die Aloe vera ist in der Regel eine unkompliziert zu haltende Pflanze, die dem Besitzer lange Freude machen kann, wenn einige wenige, elementare Pflegetipps beachtet werden. Auf Reisen nimmt natürlich kaum jemand seinen Blumentopf mit, hier empfehlen sich Fertigprodukte, die in Apotheken, Reformhäusern oder über spezielle Anbieter im Internet bezogen werden können.

Weitere wirkungsvolle Tipps und Hausmittel zur Behandlung eines Sonnenbrandes lesen Sie im Artikel: Sonnenbrand - die besten Mittel

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