Alpiner Skiweltcup 2010/2011 der Damen – ein Ausblick

Skifahren 2010/2011 - Markus Müller
Skifahren 2010/2011 - Markus Müller
Damen-Skiweltcup 2010/2011 mit neun Abfahrten, sieben Super-G, acht Riesenslaloms, elf Slaloms (einer parallel) und drei Super-Kombis. Start in Sölden.

Im Weltcup-Winter 2010/2011 stehen für die alpinen Skirennläuferinnen 38 Rennen auf dem Programm. Beim Weltcupfinale in Lenzerheide/Schweiz wird zudem ein Teamwettbewerb ausgetragen. Die Damenentschei­dungen setzen sich aus neun Abfahrten, sieben Super-G´s, acht Riesenslaloms, elf Slaloms (ein Parallel-Slalom) und drei Super-Kombinationen zusammen. Im Februar 2011 legt der Skiweltcup eine dreiwöchige Pause ein. In dieser Zeit geht es bei der Alpinen Ski-WM 2011 im bayerischen Garmisch-Partenkirchen um das begehrte Edelmetall.

Lindsey Vonn und Maria Riesch auch 2010/2011 am besten?

Schon im Spätsommer blickten Experten und Fans des Alpinen Skisports erwartungsvoll auf die Weltcup-Saison 2010/2011. Werden die Gewinner der Kristallkugeln auch in diesem Winter groß auftrumpfen? Wird Lindsey Vonn (USA) 2010/2011 erneut ihrer Favoritenstellung gerecht? Oder krönt sich die Deutsche Maria Riesch erstmals zur Gesamtweltcupsiegerin?

Blicken wir noch einmal kurz auf den vergangenen Weltcup-Winter zurück. Damals krönte sich Lindsey Vonn aus den USA nicht nur zur Abfahrts-, Super-Kombi- und Super-G-Königin, sondern auch zum dritten Mal infolge zur Gesamtweltcupsiegerin. Den Riesenslalom-Weltcup sicherte sich Weltmeisterin Kathrin Hölzl aus Deutschland. Teamkollegin Maria Riesch holte sich die kleine Kristallkugel des Slalom-Weltcups und krönte ihre tolle Saison obendrein mit Doppel-Gold (Superkombi/Slalom) bei Olympia. Landsfrau Viktoria Rebensburg holte sich in Vancouver sensationell Gold im Riesenslalom. Im Weltcup 2010/2011 und bei der Heim-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen gilt es nun diese Erfolge zu bestätigen. Hier der alpine Damen-Weltcup 2010/2011 im Überblick:

Oktober/November 2010: Rennen in Sölden, Levi und Aspen

Wie gewohnt wurde auch die Weltcup-Saison 2010/2011 im österreichischen Sölden mit einem Damen-Riesenslalom eröffnet. Das Rennen ging am Samstag, den 23. Oktober 2010 über die Bühne (Siegerin: Rebensburg/GER). Nach einer dreiwöchigen Weltcup-Pause ging es schließlich im finnischen Levi weiter. Dort wurde am 13. November der erste Slalom der Saison ausgetragen (Siegerin: Schild/AUT). Danach ging es nach "Übersee". Am 27. November stand im amerikanischen Aspen zunächst ein Riesentorlauf (Siegerin: Worley/FRA) und am 28. November ein Slalom an (Siegerin: Pietilä-Holmner/SWE). Im Anschluss schlug der Damen-Weltcuptross seine Zelte in Kanada auf.

Dezember 2010: Lake Louise, St. Moritz, Val d´Isère, Courchevel und Semmering

Das verlängerte Weltcup-Wochenende im kanadischen Lake Louise begann mit zwei Spezial-Abfahrten. Diese fanden am 3. und 4. Dezember 2010 statt (Siegerin: jeweils M. Riesch/GER). Am 5. De­zember folgte dort ein Super-G (Siegerin: Vonn/USA). Im Anschluss verließ der Skiweltcup der Frauen Nordameri­ka in Richtung Europa. Am 11. Dezember 2010 sollte im schweizerischen St. Moritz ein Super-G ausgetragen weren, aber er fiel dem schlechten Wetter zum Opfer. Es folgte dort am 12. Dezember der dritte Riesenslalom der Saison (Siegerin: Worley/FRA). Anschließend machten sich die alpinen Ski-Damen auf den Weg ins französische Val d´Isère. Dort bestritten sie am 18. Dezember eine Abfahrt (Siegerin: Vonn/USA) und am 19. Dezember eine Superkombi (Siegerin: Vonn/USA). Am 21. Dezember stand im französischen Wintersportort Courchevel der dritte Saisonslalom an (Siegerin: Schild/AUT). Während es die Speedköniginnen zwischen Weihnachten und Neujahr ruhiger angehen lassen konnten, mussten die Technikerinnen am 28. Dezember im österreichischen Semmering einen Riesentorlauf absolvieren (Siegerin: Worley/FRA). Am 29. Dezember wurde dort ein Slalom ausgetragen (Siegerin: Schild/AUT).

Januar 2011: München, Zagreb, Zauchensee, Flachau, Maribor, Cortina d´Ampezzo und Sestriere

In München (Olympiazentrum) startete der alpine Damen-Weltcup am 2. Januar mit einem Parallelslalom (City Event) in das Jahr 2011 (Siegerin: Pietilä-Holmner/SWE). Die besten 16 Frauen der Weltcup-Gesamtwertung waren dort startberechtigt. Das Ergebnis zählte für den Gesamtweltcup, jedoch nicht für eine Disziplinenwertung. Weiter ging es am 4. Januar 2011 im kroatischen Zagreb mit einem Slalom (Siegerin: Schild/AUT). Im Anschluss machte man sich auf den Weg ins salzburgerische Zauchensee. Nach der Abfahrt am 8. Januar (Siegerin: Vonn/USA) wurde dort am 9. Januar ein Super-G ausgerichtet (Siegerin: Gut/SUI).

Im benachbarten Flachau bestritten die Technikerinnen am 11. Januar einen Slalom (Siegerinnen: M. Riesch/GER und Poutiainen/FIN). Am 15. und 16. Januar sollten im slowenischen Maribor ein Riesentorlauf und ein Slalom ausgetragen werden, doch beide Bewerbe fielen dem frühlingshaften Wetter zum Opfer und werden nicht nachgeholt. Im Anschluss machten die Speedköniginnen im italienischen Cortina d´Ampezzo Station. Dort war am 22. Januar eine Abfahrt angesetzt (Siegerin: Riesch/GER). Am 23. Januar folgte der Super-G (Siegerin: Vonn/USA) – es war der letzte vor der WM.

Im italienischen Sestriere sollten am 29. Januar eine Abfahrt und am 30. Januar eine Superkombi über die Bühne gehen. Die Rennen konnten allerdings aufgrund des schlechten Wetters nicht ausgetragen werden. In beiden Bewerben wäre es die WM-Generalprobe gewesen.

Februar/März 2011: Zwiesel, Aare, Tarvis, Spindlermühle und Lenzerheide

Auch wenn sich im Februar fast alles um die Alpine Ski-WM 2011 (7. bis 20. Februar 2011) in Garmisch-Partenkirchen drehte, standen in diesem Monat auch noch einige Weltcup-Rennen auf dem Programm. Unmittelbar vor den Titelkämpfen wurden im bayerischen Zwiesel am 4. und 5. Februar 2011 ein Slalom (Siegerin: Schild/AUT) und ein Riesenslalom (Siegerin: Rebensburg/GER) ausgetragen.

Nach den Alpinen Skiweltmeisterschaften wurde der Damen-Weltcup im schwedischen Aare fortgesetzt. Einer Superkombination am 25. Februar (Siegerin: Riesch/GER) folgte am 26. Februar eine Abfahrt (Siegerin: Vonn/USA). Abgeschlossen wurde das skandinavische Weltcup-Wochenende am 27. Februar mit einem Super-G (Siegerin: Riesch/GER). Vor dem Saisonfinale in der Schweiz machte der Damen-Weltcup noch in Italien und Tschechien Station. Im italienischen Tarvis fanden am 4., 5. und 6. März eine Super-Kombination (Siegerin: Maze/SLO), eine Abfahrt (Siegerin: Pärson/SWE) und ein Super-G (Siegerin: Vonn/USA ) statt. Im tschechischen Spindlermühle folgten am 11. und 12. März ein Riesenslalom (Siegerin: Rebensburg/GER) und ein Slalom (Siegerin: Schild/AUT).

Austragungsort des Weltcupfinals 2011 der Damen und Herren ist Lenzerheide in der Schweiz. Eröffnet wurde das Saisonfinale am 16. März mit einer Damen-Abfahrt (Siegerin: Mancuso/USA). Die Super-G´s fielen am 17. März dem schlechten Wetter zum Opfer. Am 18. März fand der letzte Damen-Slalom der Saison statt (Siegerin: Maze/SLO). Der Riesentorlauf der Frauen musste am 19. März abgesagt werden. Damit stand Maria Riesch (GER) als Gesamtweltcupsiegerin fest. Nach dem Team­wettbewerb am 20. März (Sonntag) schließt der Weltcupzirkus 2010/2011 seine Tore.

Markus Müller , Markus Müller

Markus Müller - Schon als Jugendlicher entwickelte ich eine besondere Leidenschaft für das Schreiben und Recherchieren. Nach dem Abitur und meiner ...

rss