Als Azubi eigene Denkgewohnheiten überprüfen

Denkgewohnheiten als Azubi - Stefan Dassler
Denkgewohnheiten als Azubi - Stefan Dassler
Der Erfolg in der Ausbildung und im Beruf hängt auch mit dem Aussenden positiver Gedanken und Gefühle zusammen.

Auszubildender: „Wenn ich in einem Kundengespräch bin, denke ich öfters: Ich kann den Kunden nicht vom Produkt überzeugen.“ Ausbilder: „Denken Sie an Werbetexte wie: Geht nicht, gibt’s nicht. Nichts ist unmöglich. Versuchen Sie diese Aussagen für sich zu übernehmen.“

Erfolgreiche Denkgewohnheiten im Berufsalltag

Wir alle haben bestimmte Denkgewohnheiten im Alltag. Es gibt Gewohnheiten, die eher beruflichen Erfolg fördern und solche, die eher hinderlich sind. Ungünstig sind beispielsweise folgende Denkgewohnheiten: „Das kann ich überhaupt nicht.“ „Tu das besser nicht, das bringt nichts.“ „Das habe ich mir vorher gedacht, das ist wieder mal typisch für mich.“

Erfolgreiche Menschen denken eher positiv. Bewährt hat sich dafür die PPP-Formel:

P – persönlich

P – Präsens

P – positiv

Wenn es um Gespräche mit Ihrem Ausbilder, Lehrer, Vorgesetzten oder mit Kunden und Lieferanten geht, drücken Sie sich „persönlich“ aus, das heißt in der Ich-Form. Verwenden Sie weniger die Worte „man“ und „wir“. Sagen Sie es im „Präsens“ (Gegenwartsform). Also nicht: „Ich werde irgendwann …“ Sondern: „Ich übernehme das.“ Vor allem sagen Sie es „Positiv“. Nicht: „Ich bin nicht aufgeregt vor dem Gespräch.“ Sondern: „Ich bin ruhig und gelassen. Ich schaffe das.“

Wenn wir positiv Denken und positive Stimmungen und Vorstellungsbilder verwenden, so stimmen wir uns schon auf einen beruflichen Erfolg in der Zukunft ein. Sollte man bei dem Gedanken an eine schwere Aufgabe dunkle Wolken aufziehen sehen, dann projiziert man schon einen zukünftigen beruflichen Misserfolg. Es gilt, Leitsätze und Formeln zu finden, mit denen man eine positive innere Einstellung aufbaut. Man sollte dabei so kreativ wie möglich sein.

Erste Trainingsaufgabe zu den Denkgewohnheiten

1. Welche Denkgewohnheiten haben Sie im beruflichen Alltag? Nennen Sie mindestens vier Beispiele.

2. Warum hilft positives Denken aus festgefahrenen Denkgewohnheiten heraus? Führen Sie mindestens drei Argumente an.

Zweite Trainingsaufgabe zu den Denkgewohnheiten

Gegen Ende Ihrer Ausbildungszeit haben Sie einen Gesprächstermin mit Ihrem Geschäftsführer. Es geht darum, ob Sie nach der Ausbildung übernommen werden. Notieren Sie sich mit Hilfe der PPP-Formel Aussagen, die Sie im Gespräch machen möchten: Wie können Sie das „P-persönlich“, das„P-präsens“ und das „P-positiv“ der Formel umsetzen?

Nützliche Tipps zu den Trainingsaufgaben

  • Wenn Sie positiv denken, positive Stimmungen und Vorstellungen haben, so strahlt das auch auf Ihre jeweiligen Gesprächspartner aus. Sie haben so auch mehr beruflichen Erfolg und erreichen mehr.
  • Versuchen Sie ein Tagebuch, in das Sie Ihre kleinen und großen Erfolge eintragen, regelmäßig zu führen. Das hilft Ihnen, sich eigene Erfolge besser vor Augen zu führen.
  • Um größeren Herausforderungen und beruflichem Stress ruhig und gelassen begegnen zu können, empfiehlt es sich, Entspannungstechniken (beispielsweise in einem VHS-Kurs) zu erlernen.
  • Wenn man entspannt ist, fällt es leichter, positiv zu denken.
  • Aber übertreiben Sie es nicht mit dem selbstsicheren und selbstbewussten Auftreten. Es kann unter Umständen als Selbstherrlichkeit ausgelegt werden.Bleiben Sie immer auf dem Boden der Tatsachen.

Literaturhinweis:

Stefan Dassler: Schlüsselqualifikationen für Auszubildende. Übungen und Trainingsbeispiele. Igel Verlag 2009. 196 Seiten. Euro 19,90.

Stefan Dassler, Dipl.-Handelslehrer, Stefan Dassler

Stefan Dassler - Dipl.-Handelslehrer (Studium der Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Organisationspsychologie an der Universität ...

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