Alte Hunde richtig füttern

Alte Hunde haben andere Ansprüche an die Ernährung. Bewegungsmangel und gesundheitliche Einschränkungen erfordern weniger Energie und hochwertiges Eiweiß.

Im Alter wird die Ernährung des Hundes zwangsläufig umgestellt werden müssen. Das Tier ist weniger aktiv und benötigt somit auch eine verringerte Energiezufuhr. Bei gleichbleibender Fütterung könnte es also passieren, dass der Vierbeiner deutlich an Gewicht zulegt. Bei eingeschränkter Bewegungsfreude sollte daher auf eine kalorienreduzierte Ernährung geachtet werden.

Auf der anderen Seite kann es natürlich auch sein, dass den Hund einige gesundheitliche Probleme plagen. Schwierigkeiten mit den Zähnen oder ein verminderter Geruchs- und Geschmackssinn können das Fressen erschweren. Damit er in dem Fall nicht übermäßig an Gewicht verliert, benötigt er ein wenig Unterstützung. Die Zubereitung seiner Lieblingsgerichte gehört ebenso dazu wie die Zuwendung von Herrchen oder Frauchen. Das Zerkleinern von Mahlzeiten hilft beim Kauen und die Verteilung auf 2 bis 3 Fütterungen pro Tag unterstützt die Verdauung.

Ab wann der Hund als alt gilt

Ab wann gilt ein Hund nun aber als alt? Das ist zwar von Rasse zu Rasse unterschiedlich, jedoch kann man sagen, dass die meisten Altersbeschwerden zwischen 8 und 10 Jahren auftreten. Allerdings altern große Hunde schneller als Kleinere. Doggen, Golden Retriever und andere Arten müssen sich deshalb oft schon ab 6 Jahren mit typischen Problemen des Lebensherbstes herumschlagen.

Altersgerechte Ernährung des Hundes

Um den veränderten Ansprüchen des Hundes gerecht zu werden, muss die Ernährung dem Alter angepasst werden. Um Probleme bei der Ausscheidung zu verringern, sollte überschüssiges Kupfer und Vitamin A in der Nahrung vermieden werden. Kupfer kann sich schnell in der Leber ansammeln. Die Folge ist eine schwere Entzündung des Organs. Auch zuviel Vitamin A kann giftig wirken.

Hochwertiges Eiweiß statt Vitaminpräparate

Auf zusätzliche Präparate an Vitaminen und Mineralstoffen kann ebenfalls verzichtet werden. Bei betagten Hunden würde es ohnehin keinen großen Nutzen bringen. Die Produkte würden nicht aufgenommen, sondern ohne Verwertung wieder ausgeschieden. Lieber sollte man leicht verdauliches hochwertiges Eiweiß verfüttern, das den Abbau von Muskelgewebe vorbeugt. Dieses Protein findet man beispielsweise im Hühnerfleisch.

Kein Futter mit verminderter Proteinqualität für den alten Hund

Ungesund für die Ernährung eines alten Hundes sind dagegen alle Speisen, die nur eine verminderte Proteinqualität aufweisen können. Pansen, Lunge oder getrocknete Leckerbissen wie Schweineohren gehören deshalb möglichst nicht in den Futternapf. Auch Leckerlis wie Schokolade, Nüsse oder Innereien sollten nicht verfüttert werden. Vor allem sollte man dem Tier keine Leber geben, denn sie ist nicht nur reich an Vitamin A, sondern auch an Kupfer.

Wenig Salz für den alten Hund

Mit Salz sollte ebenfalls gespart werden, da mit zunehmenden Alter auch häufig das Herz Probleme bereitet. Zuviel Salz erzeugt oft einen hohen Blutdruck, der die Nieren schädigt und das altersschwache Herz noch mehr belastet.

Geeignete Gewürze für den alten Hund

Andere Gewürze, wie zum Beispiel Knoblauch, kann man dagegen verwenden, um den Hund die Speisen schmackhafter zu machen. Falls Sie es nicht schon wissen, sollten Sie versuchen herauszufinden, was er besonders mag und ihm verschieden gewürzte Mahlzeiten anbieten. Ausprobieren können Sie zum Beispiel Koriander, Ingwer, Majoran, Thymian, Oregano, Petersilie, Salbei, Basilikum oder Anis. Auch Bierhefe ist gesund. Sie enthält viel Vitamin B, das im Gegensatz zu Vitamin A, die Ausscheidungsorgane nicht beeinträchtigt.

Geeignete Leckerlis für den betagten Vierbeiner

Hat der Hund keine Gewichtsprobleme, kann er durchaus ab und zu mit Leckerbissen verwöhnt werden. Allerdings sollten diese nicht allzu viel Zucker enthalten. Besser eignen sich etwa eine Schnitte mit Leberwurst. Auch Reste vom Tisch sind erlaubt, sofern sie nicht gewürzt sind.

Gönnen Sie Ihrem alten Hund nach dem Fressen ruhig ein kleines Verdauungsschläfchen. Diese Entspannung wird ihm gut tun. Zusammen mit einer gesunden Ernährung können Sie also dafür sorgen, dass Ihr Vierbeiner auch im hohen Alter noch gesund und fit bleibt.

Literaturhinweis:

Britta Dobenecker, Claudia Thielen: Was deinem Hund schmeckt, Naturbuch Verlag, Augsburg 1998

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Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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