altstadtherbst kulturfestival düsseldorf 2011 - das Programm

Tony-Award-Preisträger Savion Glover  - © Christian Altorfer
Tony-Award-Preisträger Savion Glover - © Christian Altorfer
"Sinfonie der Künste" lautet in diesem Jahr das Motto des altstadtherbst kulturfestival düsseldorf, das vom 14. September bis 3. Oktober 2011 stattfindet.

„Sinfonie der Künste“ – das Motto des altstadtherbst kulturfestival düsseldorf 2011 möchten die Veranstalter als Ausdruck für das spielerische Zusammenwirken von Tanz, Musik und Sprache verstanden wissen. Als ein sich gegenseitig befruchtendes Nebeneinander von Altem und Neuem sowie den vielfältigen Klängen der Kulturen unserer Welt. Hier eine Programmübersicht mit den Highlights des Festivals:

Das Leben der Prinzessin Bari

"Das Leben der Prinzessin Bari“ - der Auftakt ist eine spektakuläre Show der Choreografin Eun-Me Ahn. Die Südkoreanerin arbeitet in ihren Stücken zwischen östlicher und westlicher Kultur, sie verbindet Vergangenheit, mit Gegenwart und Zukunft. Als künstlerische Ausnahmeerscheinung gilt sie als eher ungewöhnlich, leicht exzentrisch und stets provokant. "Das Leben der Prinzessin Bari“ nennt sie eine "symphoca“ (von "symphonic arts“).

Do. 15.9. bis Sa. 17.9., 20 Uhr im Theaterzelt am Burgplatz

Le Soir des monstres – Magischer Zirkus

Deutschlandpremiere – Der Solist Etienne Saglio jongliert mit Bällen aus Draht, als wäre er in Trance. Seine Bälle zeichnen weiche Lichtbilder, sie fliegen um seinen Körper herum, als könnten sie sich ohne sein Zutun in der Luft halten. Saglio zeigt mit seinem poetischen Zauber das Fremde und Bizarre, seine magisch-hypnotischen Geschichten führen den Zuschauer in eine anmutige Welt.

Fr. 16.9. bis So. 18.9., 21 Uhr im tanzhaus nrw, Erkrather Straße 30

Mulatu Astatke – Ethio Jazz

Deutschlandpremiere - Kennen Sie “Broken Flowers“ - den Film von Jim Jarmusch? Dann erkennen Sie gleich diese faszinierende Musik wieder. Ethio-Jazz bewegt sich zwischen den Kulturen. Leicht melancholisch, leicht psychedelisch. Mulatu Astatke ist der Vater dieses Ethio-Jazz, er komponiert, arrangiert und spielt die Instrumente. In der Musikszene Afrikas gilt der 68-Jährige mit seinem unwiderstehlichen Musik-Cocktail längst als Institution.

So. 18.9., 20 Uhr im Theaterzelt am Burgplatz

Zimmermann & de Perrot

Chouf Ouchouf kommt aus dem Arabischen und bedeutet übersetzt so viel wie “Schau, aber schau genau!“ Das Künstlerduo Zimmermann & de Perrot entwickelt Dialoge zwischen der Musik und dem Körper, das findet eine Spur neben dem gesprochenen Wort statt. Gemeinsam mit den Artisten der marokkanischen “Groupe Acrobatique de Tanger“ begegnen sie hier einer traditionellen Akrobatik , treffen aber auch auf modernes Theater. Immer humorvoll, intensiv und variantenreich setzen sie ganz nebenbei die Schwerkraft außer Kraft.

Di. 20.9. bis Do. 22.9., 20 Uhr im Theaterzelt am Burgplatz

Danse around the world – Eine Tanzweltreise

Christina Pluhar ist bekannt als mehrfache Echo-Preisträgerin. Mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata zeigt sie uralte, südamerikanische Volkstänze und -weisen – zum Beispiel Passacaglien, Flamencos und rasend schnelle Tarantellas - in neuer Version.Mit dem charakteristischen Klang aus Psalterium, Gitarre, Theorbe und Perkussion spannt das Ensemble einen Bogen zwischen den Zeiten und Hemisphären. Europäische Tänzer, Künstler aus Indien und ein tanzender Derwisch stehen auf ihrer Gästeliste.

Fr. 23.9., 20 Uhr im Theaterzelt am Burgplatz

Die Manganiyar-Verführung - Szenisches Konzerterlebnis

Die Bühnenkonstruktion ähnelt einem überdimensionalen Setzkasten. So jedenfalls präsentiert der indische Shakespeare-Regisseur Roysten Abel seine 42 Musiker aus Rajastan. Die Kabinen sind mit rotem Samt ausgeschlagen und hell erleuchtet. In jeder Kabine sitzt ein Musiker. Zwischen den Sängern, Flötisten, Sitarspielern und Trommlern entspannt sich ein mitreißendes, ekstatisches Spiel.

Sa. 24.9. & So. 25.9., 20 Uhr I Theaterzelt, Burgplatz

Gerardo Núñez - Meister des Nuevo Flamenco

Deutschlandpremiere - Lange war der Meister der Flamenco-Gitarre Gerardo Núñez ausschließlich mit Carmen Cortés und der Gruppe Reunión Flamenca unterwegs. Nun stellt er in Düsseldorf sein neues Programm vor. Zusammen mit seinen Begleitern Cepillo (Perkussion) und Jesús Méndez (Gesang) präsentiert Núñez mit dem Gitarristen Manuel Valencia, dem Sänger David Lagos und dem Tänzer Andrés Peña drei Ausnahmekünstler, die zurzeit in Spaniens Flamencoszene für erhebliches Aufsehen sorgen.

Mo. 26.9., 20 Uhr im Theaterzelt am Burgplatz

CIRCA

Zwischen Zirkus und Tanz entfalten die Artisten und Tänzer von Circa pure Schönheit, die Schwerelosigkeit gilt für sie nicht. Ihre Körper wirbeln erst durch die Luft, bewegen sich dann wie in Zeitlupe. Circa ist ein Feuerwerk voll Kraft, Tempo und Balance. Australiens Nouveau-Cirque-Stars zeigen ihr “Best of“ zu Musiken, die von Klassik bis Rock und HipHop, von Bach bis Velvet Underground reicht.

Di. 27.9. bis Do. 29.9., 20 Uhr im Theaterzelt am Burgplatz

"Neuer Wein in alten Flaschen“ - Gratulationsreigen

Henry Purcells 350. Geburtstag - Komponisten aus aller Welt erweisen dem berühmten Kollegen musikalisch die Ehre. Nach Herzenslust wird dabei experimentiert – so ergeben sich originelle Kompositionen, voller Ehrfurcht, Witz, Zuneigung aber auch Eigensinn. Ein auf- und anregendes Konzert mit der Sopranistin Clare Wilkinson.

Do. 29.9., 20 Uhr in der Neanderkirche, Bolkerstraße 36

Savion Glover – Stepptanz des 21. Jahrhunderts

Tony-Award-Preisträger Savion Glover versetzt seine Zuschauer mit Stepptanz in Begeisterung. Leichtfüßig verknüpft er virtuos Jazz mit HipHop-Elementen. Gemeinsam mit ihm treten Marshall Davis Jr. und Keitaro Hosokawa als die drei „HooFeRz“ auf. Klassische Broadway-Aufführungen lassen sie mit ihren hochkarätigen Improvisationen „Bare Soundz“ hinter sich. Ihr Tanz wird zum Perkussion-Konzert.

Fr. 30.9. bis So. 2.10., 20 Uhr im Theaterzelt am Burgplatz

Le Oud selon Smadj - Weltmusikgipfel

Deutschlandpremiere – Der Franko-Tunesier Jean Pierre Smadja aka Smadj stellt mit seiner arabischen Laute Oud ein Instrument ins Zentrum seines Schaffens, das das Zusammenfließen Asiens, Afrikas und Europas verkörpert. Smadj ist für seinen provokanten Diskurs über Epochen, Stile und Kulturen bekannt - und wieder öffnet er die Tür zu einer einer magisch-entrückten Welt.

Mo. 3.10., 20 Uhr im Theaterzelt am Burgplatz

Stand: Mai 2011

Quelle: Altstadtherbst

Angelika Fiedler , A. Fiedler

Angelika Fiedler - Berliner Pflanze von Geburt, früh in die NRW-Landeshauptstadt umgetopft, lebt heute mit Mann, Söhnen und Hund in der Nähe ...

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