Erotik hat verschiedene Gesichter, eins davon ist der Kampf. Wenn Frauen ringen, boxen oder auf andere Weise miteinander kämpfen, gibt es besonders für Männer viel zu sehen. Da prallen schweißglänzende Körper in hautengen Outfits aufeinander, Busen wippen und Popos wackeln. Frauen hingegen betrachten die Erotik einer körperlichen Auseinandersetzung subtiler: Nach Djuna Barnes, einer Schriftstellerin, sehen sie es gern, wenn ein Schädel Schläge abkriegt, nur möchten sie, dass in diesem Schädel, der die Schläge abkriegt, Brocken von sieben Fremdsprachen und Sinn für Poesie stecken. Dann haben sie wirklich etwas für Zerstörung übrig. Denn je mehr so ein Kerl zu verlieren hat, desto lauter kreischen sie.

Amazonen - die erotische Seite am Kampfsport

Von Catfighting bis Frauenboxen: Im Ring geben sich Frauen gerne raffiniert, verschlagen und zweideutig. Vor allem gutaussehende, sexy Amazonen kämpfen nicht nur mit den Fäusten oder Füßen, sondern zusätzlich mit den Waffen des weiblichen Geschlechts. Indiz dafür: die kurzen Röcke im Kampf, das Wiegen in knappen Dessous oder Nacktfotos in diversen Hochglanzmagazinen. So ließ die frühere Boxweltmeisterin Regina Halmich für „Penthouse“ und „Playboy“ alle Hüllen fallen. Kickboxchampionesse Christine Theiss zog für „Maxim“ blank, und ebenfalls nackt zeigten sich die Wrestlerin Lita, die Boxerinnen Mia St. John und Natascha Ragostina sowie das UFC-Ringgirl Arianny Celeste.

Nackte Kampfsportlerinnen: Die Kerle schlagen zurück

Doch nicht nur kämpfende Frauen demonstrieren sportliches Können und kokettieren gleichzeitig mit Exotik, Sexappeal und Erotik zur eigenen Vermarktung. Es gibt auch viele muskelbepackte Kämpfer, die hin und wieder ihren Sinn für Exhibitionismus entdecken. Bestes Beispiel: Wladimir und Vitali Klitschko, die sich gleich gemeinsam unbekleidet ablichten ließen. Auch nicht ohne: Exweltmeister Robin Reid, der mit Pornostars in einem Hardcore-Magazin posierte. Ebenfalls Boxhandschuhe als Feigenblatt gebrauchten Boxer wie Rene Weller, Stephan Trabant oder Juan Carlos Gomez. Gänzlich derb dagegen Hugo Hernan Garay, der sich gar nicht davor scheute beim offiziellen Wiegen allen sein bestes Stück zu zeigen.

Über Erotik im Kampfsport

Der Kampfsport und seine Protagonisten scheinen tatsächlich so manches erotische Verlangen zu stillen. Neben gesundem Sportsgeist wird mit der Mischung von Adrenalin bei den Frauen und Testosteron bei den Männern irgendwie eine gewisse erotische Ausstrahlung vermittelt. Zumindest, wenn man die Worte einiger "Promifrauen" am Ring für bare Münze nimmt: „Für mich als Frau hat das Männerboxen eine erotische Komponente. Zwei halbnackte, gutgebaute Athleten messen sich in einer schweißtreibenden Auseinandersetzung ...“ Paradoxerweise wiederum mögen sich die meisten Männer, zumindest öffentlich, wenig für Frauenboxen und Frauenringen begeistern. Frei nach dem Motto: „Ich finde kämpfende Frauen nicht sehr erotisch es sei denn, sie ringen mit mir ...“ Oder wie es Boxchampion Graciano Rocchigiani ausdrückte: „Mir ist Regina Halmich nackt im Playboy lieber als im Ring. Da ist sie weitaus schöner, sinnlicher, erotischer und ästhetischer.“

Catfights und Catfighting - Sex oder Kampf?

Absurderweise erfreuen sich Filme, Videos und Fotos von Catfights großer Beliebtheit beim männlichen Geschlecht. Catfighting ist eine Art Frauenringen, die oben ohne oder gänzlich nackt betrieben wird. Wie beim Wrestling sind die Kämpfe inszeniert, allerdings auf niedrigerem Niveau, was Kampfkunst, sportliches Können, Athletik und Akrobatik angeht. Catfighting lebt davon, dass sich die weiblichen Akteure überwiegend in Halte- und Hebelgriffen auf den Boden wälzen und sich dabei sexuell stimulieren. Überdies stehen bei Catfights zusätzliche Substanzen wie Öle, Pudding, Schlamm oder Gelatineprodukte hoch im Kurs. Echter Kampfsport hingegen kennt nur Blut, Schweiß und Vaseline.

Subtile Erotik: Warum finden Frauen ausgerechnet Sumoringer sexy?

Sumoringen sorgt im britischen Fernsehen für hohe Einschaltquoten. Verblüffend dabei: der anhaltend überdurchschnittliche Frauenanteil unter den Zuschauern. „Sumo ist sexy“, schwärmt der britische "Daily Mirror", „Frauen mögen diese Monster.“ Und tatsächlich: Vieles spricht dafür, dass die Engländerinnen wie ihre Geschlechtsgenossinnen im Fernen Osten reagieren. Die Meister dort erhalten zig Briefe täglich von Verehrerinnen, verliebte Groupies folgen ihren Idolen sogar Schritt auf Schritt. „Sumo appelliert an den Mutterkomplex vieler Frauen", erklärt der „Daily Mirror“ weiter und verweist auf die Babyspeck-Gesichter der Ringer, ihre geölten Körper und die Windeln um den Unterleib. Aber wie eingangs erwähnt: Die Erotik im Kampfsport hat viele Facetten.

Quellen und weitere Artikel zum Thema „Sex und Erotik“: