
- Sturmschäden nach dem Orkan - Archivbild - Marrrci
04. Januar 2012: Die Menschen in Nordrhein-Westfalen können vorerst aufatmen. Das Sturmtief "Ulli", das am 03. Januar 2012 über das Bundesland hinweg wegte, hinterließ weniger Schäden, als dies Wetterexperten zunächst vorhergesagt hatten. Nunmehr herrscht für einen Tag Ruhe, doch schon für den Donnerstag, den 05. Januar 2012 hat sich das nächste Sturmtief über NRW angekündigt, "Andrea" soll viele Graupelschauer und starke Gewitter mitsichbringen.
Sturmtief "Ulli": 290 Menschen saßen in einem Regionalzug fest
Ein im Großen und Ganzen positives Fazit zogen Polizei und Einsatzkräfte nachdem das Sturmtief "Ulli" in der Nacht zum Mittwoch dem 04. Januar 2012 über das Bundesland Nordrhein-Westfalen gezogen war. So gab es zwar Unmengen von herabgefallenen Dachziegeln und umgestürzten Bäumen, aber große Sturmschäden sind bis derzeit nicht bekannt. Einige Veranstaltungen wurden aus Sicherheitsgründen von den hiesigen Veranstaltern vorsorglich abgesagt,
Den bisher spektakulärsten Einsatz im Zusammenhang mit dem Sturmtief "Ulli" gab es am Abend des 03. Januar 2012 in Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis). Ein umgestürzter Baum blockierte die Bahngleise und machte die Weiterfahrt eines Regionalzuges unmöglich. 290 Fahrgäste saßen in dem Regionalzug fest. Die Evakuierung der Personen dauerte rund zwei Stunden. Via Bustransfer wurden die Passagiere zum Hauptbahnhof Hagen gebracht. Von Hagen aus konnten sie sodann ihre Reise fortsetzen. Bis derzeit ist die Bahnstrecke zwischen Hagen und Ennepetal noch immer gesperrt, denn der umgestürzte Baum hatte die Oberleitung beschädigt, die Reparaturarbeiten sollen nach Auskunft der Deutschen Bahn AG im Laufe des 04. Januars 2012 abgeschlossen werden. In Wuppertal stürzte ein knapp 30 Meter hoher Baum in den Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Die Stadt Dortmund warnte ihre Bürger vor dem Betreten des Stadtwaldes, denn durch die Regenfälle der letzten Tage hatten sich die Wurzeln vieler Bäume gelockert. Das Dortmunder Umweltamt erklärte dazu: "Windwurf oder Windbruch bei Bäumen können nicht ausgeschlossen werden."
Deutscher Wetterdienst warnt indes vor dem Sturmtief "Andrea"
Am Donnerstag dem 05. Januar 2012 erwarten die Meteorologen das nächste Sturmtief mit dem Namen "Andrea". Nach Angaben des DWD (Deutscher Wetterdienst) soll "Andrea" weitaus heftiger ausfallen als das vorangegangene Sturmtief "Ulli". Am Dienstag dem 03. Januar 2012 erklärte Meteorologe Ansgar Engel (DWD): gegenüber dem Kölner Express: „Er sieht noch etwas giftiger aus als der aktuelle." Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit orkanartigen Böen bis hinein in die Niederungen des Binnenlandes von Nordrhein-Westfalen. Für die Zeit nach dem Sturmtief sagte Engel: "Hinter dem Donnerstags-Sturm fließt dann mal deutlich kältere Luft nach Deutschland." Schnee und Kälte seien bisher jedoch im norddeutschen Flachland weiterhin nicht in Sicht.
Quellen:
"Kölner Express" vom 03. Januar 2012
"Kölner Express" vom 04. Januar 2012
Homepage des Deutschen Wetterdienstes
