
- Salt, Angelina Jolie, Filmplakat - Sony Pictures
CIA-Agentin Evelyn Salt (Angelina Jolie, „Durchgeknallt“), neben ihrem Kollegen Ted (Liev Schreiber, „Mad Love“) eine der wichtigsten US-Geheimdienst-Kräfte, befindet sich in nordkoreanischer Folterhaft und wird von ihrem Ehemann, einem deutschen Spinnen-Wissenschaftler (August Diehl, „Inglorious Basterds“, „Wenn einer von uns stirbt, geh ich nach Paris“), der sie eigentlich auf Geschäftsreise in Asien vermutete, in letzter Minute gerettet.
Salt wird verdächtigt, eine russische Schläferin zu sein
Die Ruhe währt nicht lange, taucht auf einmal ein russischer Überläufer auf, der Salt als russische Spionin verdächtigt. Hinter die Fassade einer Agentin zu blicken, die als eine der schönsten Frauen weltweit gilt, bleibt auch für den Zuschauer schwierig. Man traut ihr ein Doppel-Leben, ein dreifaches Spiel zu. Aber ist sie wirklich eine, die vom russischen Geheimdienst zur „Schläferin“ ausgebildet wurde und die in den USA erst Karriere machen soll, um später dort Anschläge zu verüben, ja gar eine, die den russischen und den US-Präsidenten ermorden will? …
Thematik in „Salt“ ist tatsächlich hochaktuell!
Tatsächlich wurden Wochen vor dem „Salt“-Filmstart in den USA mehrere russische Agenten enttarnt, die seit Jahren unerkannt in den USA lebten und geheime Informationen zusammen trugen – das Thema ist also tatsächlich hochaktuell.
Action-Szenen in „Salt“ sind sehr brutal und unrealistisch
„Salt“ scheut sich nicht davor, eine Kirche in die Luft zu jagen, was schon ziemlich viel über ihren eiskalten Charakter im gleichnamigen Spionage-Thriller verrät, der eigentlich für einen Mann geschrieben wurde. Edwyn Salt. In den verkleidet sich Jolie dann später... Die vielen brutalen Action-Szenen, aus denen Evelyn Salt immer wieder ungeschoren davonkommt, sind sehr unrealistisch, die Protagonistin hätte in Wirklichkeit mehrere Schrammen davongetragen und die Story mehrfach nicht überlebt. Eins ist ganz sicher: jeder Arzt, der diesen Film sieht, würde ihr in der ersten Hälfte des Filmes bereits mindestens zehn Schädel-Hirn-Traumas diagnostizieren, so brutal sind die Szenen und Folter-Szenen in „Salt“. Aber: sie steht immer wieder auf und glänzt wahrlich in ihren unrealistischen Action- und Flucht-Szenen, als wäre sie in doppelter Geschwindigkeit auf einem Mode-Laufsteg unterwegs.
August Diehl darf Angelina Jolie vor der Kamera küssen
Eine Liebesromanze mit ihren Mann ist bis auf einen Filmkuss (nach Franka Potente und Johnny Depp ein weiterer deutsch-amerikanischer Kuss auf der großen Leinwand; wer allerdings besser küsste, ist noch nicht entschieden) nicht zu sehen und auf ganz wenige Szenen reduziert, so dass August Diehl, der in „Inglorious Basterds“ wohl einen sehr guten Eindruck hinterließ, nur als Nebendarsteller in „Salt“ fungiert.
Fazit: Angelina-Jolie-Hasserinnen, die sie wegen ihrer kinderreichen Ehe mit Schönling Brad Pitt beneiden, werden diesen Film wegen der Brutalität der Protagonistin gegenüber sehr lieben! Ebenso Action-Liebhaber, die wenig Wert auf spannende Dialoge legen, werden mit Phillip Noyces action-versalzenen „Salt“ bestens bedient.
Der Kinofilm „Salt“ startet bundesweit am 19. August 2010 im Verleih der Sony Pictures
