Animorphs – Jugendbuch von K.A.Applegate

Animorphs, Band 1 - Ravensburger Verlag
Animorphs, Band 1 - Ravensburger Verlag
Wer träumt nicht davon sich in einen Vogel verwandeln zu können und zu fliegen? In Animorphs wird diese Traum Realität.

Diese Kinder- und Jugendbuchreihe greift die alte Idee auf sich in Tiere verwandeln zu können. In Märchen, wie Brüderchen und Schwesterchen oder Schneeweißchen und Rosenrot, ist es eine Zaubermacht, die eine solche Verwandlung bewirkt, in Animorphs ist es eine außerirdische Technologie, ganz wie man es von einem Science Fiction erwartet. Applegate erzählt eine mitreißende und kurzweilige Geschichte über den Kampf von fünf Jugendlichen mit Morphingfähigkeit gegen außerirdische Invasoren.

Elfangor und seine Gabe

Als die fünf Jugendlichen ihren Heimweg über eine nächtliche Baustelle nahmen, hätten sie vielleicht Drogensüchtige oder Motorradgangs erwartet, aber ganz sicher keinen außerirdischen Verletzten. Der Andalit Elfangor gab den fünf perplexen Jugendlichen neben der Gabe des Morphens auch die Warnung, dass die Erde in Gefahr ist von Yirks, anderen Außerirdischen, erobert zu werden. Unmittelbar danach können die Fünf nur noch beobachten, wie der freundliche Andalit von den Yirks umgebracht wird. Dieses Geschehen bildet den Auftakt der Buchreihe.

Morphen, in Tiere verwandeln

Die Jugendlichen sind in der Lage jede beliebige DNA aufzunehmen und sich anschließend in dieses Tier zu verwandeln. Neben der körperlichen Verwandlung übernimmt man auch die jeweiligen Instinkte des Tiers. Hier versteht es Applegate dem Leser die Konflikte, die die Jugendlichen oft zwischen ihrem eigenen Geist und dem Tierinstinkt austragen müssen, nahe zu bringen. Die Fünf verwandeln sich in die faszinierendsten Tierarten, von Tiger bis Bussard, über Ameise, Hummer, Möwe, Stubenfliege und Delfin. Der Nachteil dieser Waffe ist das Zeitlimit, denn man kann nur maximal zwei Stunden gemorpht bleiben, sonst steckt man für immer in dem jeweiligen Tierkörper fest. Der Prozess des Morphens selbst ist auch nicht unbedingt ein schöner Anblick, dafür aber völlig schmerzfrei.

Yirks, Andaliten und Animorphs

  • Die Andaliten sind Wesen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben die Yirks von weiteren Eroberungsfeldzügen abzuhalten. Sie sehen aus, wie große Hirsche mit zusätzlichen Stielaugen. Der Kopf wirkt fast menschlich, abgesehen davon, dass ihnen Nase und Mund fehlt. Sie atmen durch drei senkrechte Schlitze, kommunizieren über Gedankensprache und nehmen Nährstoffe über die Hufe auf.
  • Die Yirks sehen so ähnlich wie Nacktschnecken aus und kriechen über das Ohr ins Gehirn und können so die vollständige Kontrolle über den Menschen oder das jeweilige Wesen erlangen. Diese Tatsache macht es oft so schwer sie zu bekämpfen, da der Wirt meist völlig unschuldig ist und von den Yirks gegen seinen Willen kontrolliert wird.
  • Die Animorphs sind fünf Jugendliche, die zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Jake ist der besonnene und vernünftige Anführer, dann sind da noch die verantwortungsbewusste und tierliebe Cassie, Rachel, die blonde Amazone, Marco, der ewige Zyniker und Tobias, der verträumte Junge, der in einem Rotschwanzbussard stecken blieb. Später kommt ein weiterer, noch jugendlicher Andalit dazu: Aximili-Esgarrout Isthil, genannt Ax, der fasziniert von Geschmack und Sprache ist und sie bei den Gelegenheiten, in denen er sich in einen Menschen morpht, auf überaus amüsante Weise auskostet.

Animorphs. K.A.Applegate. 1998. Ravensburger Verlag. Seiten circa 200.

Hannah Baumbach, Hannah Baumbach

Hannah Baumbach - 1987 in Nürnberg geboren hat sie als älteste von drei Kindern 2006 ihre Gymnasialkarriere erfolgreich abgeschlossen und ...

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