Anne Delaflotte "Mathilde und der Duft der Bücher"

Buchbinderei - ErdeundMeer  / www.pixelio.de
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Mathilde macht Bekanntschaft mit einen geheimnisvollen Buch. Doch bevor sie Fragen dazu stellen kann, verschwindet der Besitzer und hinterlässt ein Rätsel.

Die Französin Mathilde gibt nach zwei Jahren im Beruf ihre Diplomatenkarriere in Paris auf und zieht in ein kleines, abgelegenes Dorf in der Dordogne, im Südwesten Frankreichs. Dort eröffnet sie ein kleines Atelier, zu Ehren ihres Großvaters und ihres Lieblingsautors, Cyrano de Bergerac, um ihrer früheren Tätigkeit als gelernte Buchbinderin nachzugehen. Eines frühen Morgens, Mathilde ist gerade dabei, ihr Frühstück vorzubereiten, lange vor Ladenöffnung, klopf jemand fest entschlossen an der Tür des Ateliers.

Augenblicke der Ungewissheit

In Erwartung, jemand könnte bei dem Sturm der draußen herrschte, verunglückt sein und daher um sieben Uhr in der Früh ihre Hilfe benötigten, begibt sich Mathilde zur Eingangstür ihres Ladens. Ein gutaussehender fremder, völlig durchnässter, junger Mann blickt sie von draußen an. Sie öffnet ihm die Tür und bittet ihn herein.

Um ein geheimnisvolles Buch bereichert

Der junge Mann überlässt Mathilde ein außergewöhnliches Buch zur Restauration. Es soll ein Geschenk werden, mehr verrät er dazu nicht. Er hat nicht viel Zeit und bittet Mathilde daher um einen Eilauftrag, zahlt in Vorkasse und verabschiedet sich mit dem Versprechen, das restaurierte Buch wenige Tage später wieder in der Buchbinderei abzuholen. Mathilde kennt weder seinen Namen, noch seinen Wohnort oder seine Telefonnummer und doch begibt sie sich zugleich voller Neugier ans Werk.

Deutsche Buchbinderkunst in Frankreich

Sie verstößt gegen die Regeln ihres Großvaters, der sie das Handwerk lehrte, und blättert durch das neue Buch, das zunehmend ihr Interesse gewinnt. Es enthält ausschließlich Zeichnungen und Aquarelle einer alten Tempelanlage mitten im Wald. Das Buch weist zudem Brandspuren auf, was daraufhin deutet, dass es eine Zeit lang nahe am Feuer gelegen haben muss. Während der umfangreichen Restauration findet sie einen verborgenen Zettel mit Namen sowie einen verbrannten Holzsplitter. Je intensiver Mathilde sich mit dem ungewöhnlichen Exemplar beschäftigt, desto mehr Fragen tauchen auf. In dem kleinen Dorf will ihr jedoch niemand Auskunft geben, denn dunkle Geheimnisse wollen wohlbehütet werden.

Die Protagonistin

Mathilde ist eine junge, lebensfrohe und neugierige Frau, die in Montlaudun zu mehr Ruhe finden will, als sie in ihrem hektischen Diplomatenberuf in Paris je erfahren hat. Der französische Freigeist und Erfinder Cyrano de Bergerac begleitet sie bei ihrer abenteuerlichen Forschungs und tritt ständig in Form von Versen in Erscheinung, die wie zufällig die gegenwärtige Situation widerspiegeln. Die traditionelle Buchbinderkunst wirkt auf Mathilde beruhigend und kraftschöpfend und ist zugleich die einzige Verbindung zu ihrem verstorbenen Großvater.

Die Autorin

Anne Delaflotte wurde 1967 in Auxerre geboren. Sie ist selbst gelernte Buchbinderin und freie Autorin und betreibt gemeinsam mit ihrem Mann eine internationale Buchhandlung in Prag.

Anne Delaflotte, Mathilde und der Duft der Bücher (Originaltitel: "La relieuse du gué"), Kindler Verlag, 2. Auflage, März 2011, 252 Seiten, 17,95€

Jeannine Hélène Teichert - Erfolgreich abgeschlossenes Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien sowie absolviertes ...

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