
- privater Anrufbeantworter - Judith Lisser-Meister
Lustig ist nicht immer gut, wenn es um die Ansage auf dem privaten Anrufbeantworter geht. Manche Begrüßungstexte klingen einfach krampfhaft witzig. Etwa jene, die sich mit „Hundefriedhof Neuhausen. Was woll'nse denn“ oder „Ich bin mal auf der Toilette, aber geben Sie nicht auf ...“ melden. Hier fehlt nicht nur Stil, sondern das Wichtigste – nämlich Begrüßung, Name, Telefonnummer und die klare Aufforderung, auf Band zu sprechen.
„Pech für Sie – ich bin nicht da! Bitte sprechen Sie mir aufs Band!“ ist ein weiteres Negativbeispiel. Das klingt flott, aber für alle, die zum ersten Mal anrufen, bleibt unklar, wem sie denn nun wirklich eine Nachricht hinterlassen sollten. Viele werden daher im Zweifelsfall lieber auflegen.
Damit nicht das nicht passiert, sollte der Spruch auf Ihrem Anrufbeantworter unbedingt die oben erwähnten Kriterien erfüllen: Nennen Sie Ihren Namen und/oder Ihre Telefonnummer. Persönlicher und ansprechender ist es, wenn Sie sich mit ihrem vollen Namen nennen. Ein solcher Spruch kann dann etwa so klingen: "Guten Tag! Hier spricht Lisa Meier. Ich bin derzeit leider nicht erreichbar. Bitte hinterlassen Sie mir eine Nachricht."
Den oft verwendeten Zusatz "hinterlassen Sie mir eine Nachricht nach dem Piepston" können Sie weglassen. Inzwischen weiß wohl jeder, wie ein Anrufbeantworter funktioniert.
Wer alleine lebt und dies nicht unbedingt per Ansagetext kundtun möchte, kann auch neutral formulieren und nur den Familiennamen nennen ("Guten Tag, hier ist der Anschluss Müller ...").
Weitere Tipps:
- Von Profis gesprochene Texte für Telefonansagen, Warteschleifen - auch mit Hintergrundmusik (im MP3-Format) - gibt es schon für wenig Geld. Überraschen Sie Ihre Kunden zum Beispiel jeden Monat mit einer neuen Ansage beziehungsweise Musik!
- Achten Sie auf erstklassige Aufnahmequalität - das gilt besonders für die Ansagetexte von Schnurlostelefonen, bei denen die Sprachqualität manchmal zu wünschen übrig lässt (welche Geräte gut sind, zeigt ein Test von Stiftung Warentest).
- Kurz, freundlich, prägnant – so sollte ein Text sein! Hüten Sie sich vor Ansagetexten, die krampfhaft lustig und witzig sind. Denn oft ist der lustige Spruch auch sehr lang. Das nervt den Anrufenden vor allem dann, wenn er den Text bereits kennt. Was beim ersten Mal lustig sein mag, kann einen Anrufer schon bald davon abhalten, Ihre Nummer zu wählen.
- Lustige Ansagetexte sind aber nicht grundsätzlich negativ (Beispiel: "Mein Name ist Band – James Band. Lisa Müller hat mir die Lizenz zum Aufnehmen erteilt. Bitte nennen Sie Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und den Grund Ihres Anrufs.“). Aber sie sollten immer möglichst knapp und vorsichtig formuliert sein. Witze sind immer etwas Subjektives: Was Ihnen gefällt, finden andere vielleicht weniger lustig oder sogar anstößig!
- Auch das Einspielen von Musik kommt nicht immer gut an. Das gilt auch für den geschäftlich genutzten Anrufbeantworter-Tipps für den AB im Büro erfahren Sie in einem Beitrag über geschäftlich genutze Anrufbeantworter-Texte und über das Telefon als Marketing-Chance.
- Der Ansagetext sollte kurz, aber nicht zu kurz sein: Der Anrufer muss sich schließlich erst geistig darauf einstellen, mit einer Maschine zu "sprechen". Ihre Ansage sollte mindestens zehn und maximal 20 Sekunden lang sein.
- Sprechen Sie immer langsam und deutlich. Falls Sie eine Handynummer oder eine E-Mail-Adresse angeben, unter der Sie zu erreichen sind, dann wiederholen Sie diese Angaben zum Mitschreiben.
Weitere Beispiele für Ansagen
"Hallo! Hier ist 077753/345 67 32 – der Anschluss von Richard Müller. Ich bin nicht zu Hause, rufe Sie aber gerne zurück! Bitte nennen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer!"
"Guten Tag! Sie haben bei Familie Maier angerufen. Wir sind nicht zu Hause. Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer."
"Guten Tag! Sie haben bei Jakob Müller unter der Nummer 08765/497 62 31 angerufen. Ich bin momentan leider nicht zu erreichen. Bitte hinterlassen Sie mir eine Nachricht."
Bildnachweis: (c) Judith Lisser-Meister / www.pixelio.de
