
- Aperol Spritz: das italienische Trendgetränk - C.v.Gerstenberg
In den italienischen Bars, Cafés und Restaurants ist er seit geraumer Zeit das neue Trendgetränk, und auch nördlich der Alpen wird er sehr gern getrunken. Die Rede ist von Aperol, einem leichten italienischen Likör und Aperitiv, der sich vor allem im Sommer großer Beliebtheit erfreut und für echtes Urlaubsfeeling sorgt. Keine Bar kommt derzeit ohne ihn aus. Was es mit dem orangefarbenen Trendgetränk auf sich hat und warum es seit zwei, drei Jahren so beliebt ist, lesen Sie im folgenden Artikel.
Der Aperol wurde 1919 in Italien erfunden: das Rezept ist streng geheim
Wie so manches, was gut schmeckt, stammt der Aperol aus Bella Italia. Wer denkt, der auffallend orange-rote Likör sei eine Erfindung von Marketingstrategen, der irrt. Tatsächlich gibt es den Likör bereits seit dem Jahr 1919. Kreiiert haben ihn die Brüder Silvio und Luigi Barbieri, die ihn auf einer Ausstellung in Padua präsentierten. Der Likör ist mit einem Alkoholgehalt von fünfzehn Prozent relativ leicht und wird seit 1919 nach dem unveränderten Originalrezept hergestellt. Und das ist natürlich streng geheim und wird ähnlich gehütet wie das Rezept von "Coca-Cola". Angeblich weiß nur eine Handvoll Menschen, was in dem Likör mit der auffallenden Farbe genau enthalten ist. So viel steht aber fest: Chinarinde, Rhabarber, Enzian, Bitterorangen sowie eine Auswahl von ausgesuchten aromatischen Kräutern findet sich in jedem Fall in dem Destillat - und natürlich Alkohol, wobei der Aperol in seinem Herkunftsland Italien einen Alkoholgehalt von elf Prozent, in Deutschland dagegen seit dem Jahr 2006 fünfzehn Prozent aufweist.
Besonders beliebt: mit Weißwein oder Prosecco aufgegossener "Aperol Spritz"
Der Likör mit dem italienischen Flair ist ausgesprochen vielseitig. Man kann ihn pur auf Eis genießen oder mit Soda oder Tonicwater aufgießen. In Italien trinkt man ihn vorzugsweise als "Aperol Sprizz" (auch "Aperol Spritz"), also mit Weißwein oder Prosecco aufgegossen und mit einer Orangenscheibe dekoriert, die zugleich das leicht bittere Aroma des Aperol abmildert. Angeblich wird er vor allem in Venezien gern als "Aperitivo" getrunken, aber seine Beliebtheit erstreckt sich mittlerweile auf ganz Italien und weit darüber hinaus. Auch in der "nördlichsten Stadt Italiens", München, hat sich der Aperol längst als neues Trendgetränk etabliert. Ob Bar, Restaurant oder Straßencafé - es gibt kaum einen gastlichen Ort, an dem Aperol nicht auf der Getränkekarte steht.
Sein Geschmack changiert zwischen fruchtig und leicht bitter, und da er trotz seiner Geschmacksintensität nur vergleichsweise wenig Alkohol enthält, ist er die perfekte Basis für leichte Cocktails und Longdrinks. Fix gemixt ist er obendrein. Der Hersteller empfiehlt für einen fruchtigen "Aperol Spritz" 6 cl Prosecco, 4 cl Aperol, einen Spritzer Soda, eine Menge Eiswürfel und eine halbe Orangenscheibe. Weitere Variationen sind der "Aperol Sour" mit Zitronensaft und Zuckersirup, den man mit Prosecco, Weißwein, Sekt, Champagner und sogar Bier mixen kann. Auch beliebt: der "Aperol Sour Royal". Dabei handelt es sich um Aperol mit einem Schuss eiskalten Wodka. Teuer ist die italienische Likörspezialität, die seit dem Jahr 2003 in Deutschland von der "Campari"-Gruppe vertrieben wird, erfreulicherweise nicht. So bekommt man eine 0,7 Liter Flasche bereits zu Preisen ab 9 Euro. Die italienische Likörspezialität ist inzwischen in jedem gut sortierten Supermarkt und teilweise auch in Discountern erhältlich.
Quellen: aperol.de, welt.de
