Apis Mellifera - die Honigbiene

Apis mellifera - Maja Dumat
Apis mellifera - Maja Dumat
Die westliche Honigbiene ist ein grundlegender Bestandteil der Imkerei, deren Rassen weltweit verbreitet sind.

In der Imkerei ist die Honigbiene unter dem Namen Apis mellifera bekannt. Sie ist eine von neun Arten der Honigbiene der Gattung Apis, zugehörig zur großen Familie der Hautflüglerinsekten. Bei der westlichen Honigbiene gibt es wie bei anderen Tierarten verschiedene Unterarten. Gerade die in der Imkerei gehaltenen europäischen Unterarten sind inzwischen weltweit verbreitet und wurden züchterisch bearbeitet.

Die Unterarten der westlichen Honigbiene werden in folgende Gruppen oder auch Bienenrassen eingeteilt:

Die dunklen Honigbienen aus Nord- und Westeuropa

  • Die Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera) wird von den Imkern auch einfach Nigra genannt. Sie ist die einzig heimische Biene Mitteleuropas. Aufgrund ihrer guten Anpassung an raue und schlechte Witterungsverhältnisse wird diese Biene vorzugsweise in Skandinavien gehalten. Auch in Irland ist die Dunkle Biene weit verbreitet.
  • Die Iberische Biene (Apis mellifera iberica) wird auch Spanische Biene genannt.
  • Tellbiene (Apis mellifera intermissa)
  • Riffbiene (Apis mellifera major)
  • Saharabiene (Apis mellifera saharensis)

Die Carnica-Gruppe

  • Die Kärtner Biene (Apis mellifera carnica) - auch Krainer Biene - wird von den meisten Imkern einfach Carnica genannt. Die ersten kommerziellen Züchtungen bildeten sich etwa 1920 in Österreich heraus. Heute sind nach den Züchtungen der verschiedenen Bienenzüchter - Sklenar, Troiseck und Peschetz - im Wesentlichen drei Zuchtlinien bekannt.
  • Die Italienische Biene (Apis mellifera ligustica) - auch Italiener Biene - wird unter Imkern auch Ligustica genannt. Sie ist die weltweit in der Imkerei, vor allem in Nordamerika, die am häufigsten gehaltene Honigbiene.
  • Makedonische Honigbiene (Apis mellifera macedonia)
  • Südgriechische Honigbiene (Apis mellifera cecopria)
  • Sizilianische Honigbien (Apis mellifera sicula)

Die Bienen des tropischen Afrika

  • Ostafrikanische Hochlandbiene (Apis mellifera scutellata)
  • Ostafrikanische Bergbiene (Apis mellifera monticola). Diese ist sanftmütige als die ostafrikanische Hochlandbiene. Sie bewohnt die regenreichen Wälder Ostafrikas in Höhen von 2400 bi 3000 Meter.
  • Kapbiene (Apis mellifera capensis)
  • Ägyptische Biene (Apis mellifera lamarckii)
  • Arabische Biene (Apis mellifera jemenitica)
  • Ostafrikanische Küstenbiene (Apis mellifera litorea)
  • Westafrikanische Biene (Apis mellifera adansonii)
  • Madagaskarbiene (Apis mellifera unicolor)

Die Bienen des vorderen Orients

  • Kaukasische Biene (Apis mellifera caucasia)
  • Armenische Biene (Apis mellifera armenica)
  • Persische Biene (Apis mellifera meda)
  • Anatolische Biene (Apis mellifera anatolica)
  • Syrische Biene (Apis mellifera syriaca)
  • Zyprische Biene (Apis mellifera cypria)
  • Kretische Biene (Apis mellifera admi)

Eine Unterart in Mittelasien

  • Apis mellifera pomonella

Durch Kreuzung entstandene Rassen und Hybride

  • Die Buckfast-Biene ist eine Zuchtform aus verschiedenen Rassen des Mittelmeeraums. Sie wurde durch Bruder Adam, einem jungen Mönch einer Benediktinerabtei im Südwesten Englands gezüchtet. Anfang des 20. Jahrhunderts war dieser auf der Suche nach einer krankheitsresistenten Biene, die der seuchenhaft verbreiteten Tracheenmilbe standhalten sollte. Die Anfänge seiner Zucht entstanden zunächst aus einer Kreuzung der altenglischen Dunklen Biene (Apis mellifera mellifera) mit einer italienischen Bienenkönigin (Apis mellifera ligustica). Stets bestrebt die Rassemerkmale und Eigenschaften seiner Bienenzüchtung zu verbessern, führten ihn Reisen durch ganz Europa und Afrika. Im Laufe der Jahre wurden Kreuzungen des ursprünglichen Buckfaststammes mit der Südgriechischen Biene (Apis mellifera cecopria), der Anatolischen Biene (Apis mellifera anatolica), der Makedonischen Biene (Apis mellifera macedonia), der Saharabiene (Apis mellifera saharensis) und der Ostafrikanischen Bergbiene (Apis Mellifera (Apis mellifera monticola) vorgenommen, die zu Neukombinationen der Rasse führten. Die Buckfast-Biene erfreut sich in der heutigen Imkerei zunehmender Beliebtheit.
  • Die Afrikanisierte Honigbiene ist eine spektakuläre und ursprünglich ungewollte Kreuzung (Hybrid) der in Südamerika gehaltenen europäischen Rassen und der Ostafrikanischen Hochlandbiene. Sie ist auch als Killerbiene bekannt.
  • Die Elgonbiene ist eine in Schweden entstandene Zuchtform aus der Ostafrikanischen Bergbiene und der Buckfast-Biene.
  • Die Primorski Biene wird auch Russische Biene genannt.

Quellen:

Ruttner, Friedrich: Naturgeschichte der Honigbienen, Kosmos-Verlag, Stuttgart 1992

Friese, Heinrich: Die Bienen Europas, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1969

Bienenjournal 2/1998, 4/1998, 10/2005

Steffi Kulessa, Sk

Steffi Kulessa - Ich freue mich über das Interesse an meinen Texten. Neben dem Nähen von Quilts, der Imkerei und dem Singen, zählt das ...

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