Apis mellifica, kurz: Apis, wird in der homöopathischen Aufbereitung hauptsächlich bei Schwellungen, Insekten- oder Bienenstichen, Hals- und Gelenkentzündung sowie bei Ausschlägen eingesetzt. In der Homöopathie wird für die Substanz Apis nicht nur das Bienengift, sondern die ganze Biene verarbeitet. Zentrales Einsatzgebiet des Mittels sind Nervensystem, Haut und Schleimhäute, Herz, Nieren und Mandeln.

Grundsätzlich kommt Apis bei allen brennenden und stechenden Entzündungen zum Einsatz sowie bei allen Schwellungen, die eine Delle in der Haut hinterlassen, wenn man mit dem Finger darauf drückt.

Geistig-seelischer Zustand und Antlitzdiagnose: Die Apis mellifica-Persönlichkeit

Apis hilft Menschen, die ein unruhiges, reizbares und nervöses Gemüt besitzen und zu Dominanz und übertriebener Fürsorge neigen. Weitere Anzeichen sind Konzentrationsmangel, hastige und ungeschickte Aktivitäten (zum Beispiel fallen ständig Gegenstände herunter), Eifersucht und Furcht vor Vergiftungen/spitzen Gegenständen.

Typische Schwachstelle eines „Apis-Menschen“ ist der Hals, wo es häufig zu Schmerzen, Entzündungen und Schluckbeschwerden kommt. Antlitzdiagnostisch kann man ein geschwollenes Aussehen und eine blass-rote Haut erkennen.

(Leit-)Symptome, bei denen die Einnahme von Apis mellifica angezeigt ist

Das Leitsymptom ist die Unverträglichkeit von Wärme.

Weitere Symptome sind:

  • geschwollene Hautstellen/Schleimhäute, die blass-rot sind und sich heiß anfühlen
  • stechende, brennende Schmerzen
  • Rötung und Schwellung
  • Beschwerden, die von der rechten auf die linke Körperseite wandern
  • Durstlosigkeit, selbst bei Fieber
  • Ruhelosigkeit, Gereiztheit, Misstrauen, Eifersucht
Eine Verschlechterung der Beschwerden tritt auf bei Hitze, heißen Getränken, am Nachmittag, durch Bettwärme, Berührung und Druck sowie in stickigen Räumen und nach dem Schlafen. Zur Besserung des Zustands kommt es bei frischer Luft, Kälte, Wasser (kalte Waschungen) und Bewegung.

Wirkung und Anwendungsgebiete - Bei diesen Beschwerden hilft Apis

Apis mellifica ist besonders hilfreich hierbei:

  • Halsentzündung
  • Schwellungen
  • Hautrötungen
  • Gelenkentzündung
  • Blasenentzündung
  • Ödemen
  • Nesselsucht
  • brennende Schmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Verbrennungen ersten Grades
  • Sonnenstich
  • Fieber (ohne Durst)
  • Augenlid-Schwellung
  • Lid(rand)-Entzündung
  • Gerstenkorn
  • Masern
  • Windpocken
  • Gürtelrose

Einnahme, Potenzen und Anwendungsmöglichkeiten von Apis mellifica

Apis wird in der Homöopathie häufig eingesetzt; meist in den Potenzen D6 - D12. Bei akuten Beschwerden kann man alle halbe Stunde fünf Globuli in D6 einnehmen bis eine Besserung der Symptome eintritt.

Beispiele für die Selbstanwendung:

  • Eierstockentzündung: 3x täglich drei Globuli in D4 bis zur Besserung.
  • Gelenkentzündung/Gelenkschwellung: alle ein bis drei Stunden eine Gabe Apis in D12
  • Blasenentzündung: eine Gabe Apis in der Potenz D30; einmalig
  • Allergische Schwellungen (zum Beispiel durch Bienenstich): drei bis sechs mal täglich Apis mellifica C30, bis Besserung eintritt.
Mit der häufig verschriebenen Dosis 3x täglich 5 Globuli in der Potenz D6 kann man grundsätzlich nichts verkehrt machen, jedoch ist die einzunehmende Dosis immer vom individuellen Beschwerdebild abhängig und sollte sicherheitshalber vom Homöopathen oder entsprechend ausgebildeten Arzt festgestellt werden.

Das homöopathische Mittel Apis mellifica ist in Apotheken erhältlich in Form von Globuli, Tabletten oder Tropfen. Dabei entspricht 1 Tablette = 5 Globuli; sowie 5 Globuli = 5 Tropfen.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel fachärztlichen Rat niemals ersetzen kann! Daher suchen Sie bei anhaltenden Beschwerden bitte unbedingt einen Arzt auf.

Quellen/Literaturempfehlungen:

„Homöopathie Quickfinder: Der schnellste Weg zum richtigen Mittel“ von Dr. med Markus Wiesenauer; Gräfe und Unzer Verlag, 2005.

„Homöopathie. Alltagsbeschwerden selbst behandeln“ von Sven Sommer; GU-Verlag, 2010 „Hausapotheke“ von Dr. med Petra Wenzel, GU-Verlag

„Homöopathie. Anleitung zur Selbstbehandlung“ von Werner Stumpf; Verlag: Bechtermünz, 2002