Es war eine große und vor allem freudige Überraschung, die das Publikum mit stürmischem und lang anhaltendem Applaus quittierte. Der seit Jahren schwer an Krebs erkrankte Apple-Boss Steve Jobs präsentierte am 2. März 2011 in San Francisco höchstpersönlich das neue und mit großer Spannung erwartete iPad 2. Jobs erschien in seinem gewohnten Lässig-Outfit Blue Jeans und schwarzer Pullover. Er wirkte sehr dünn und machte einen sichtlich angeschlagenen Eindruck, führte die neueste technische Errungenschaft von Apple jedoch mit großem Stolz und sichtlicher Freude vor. Der Apple-Chef ist schon jetzt überzeugt: "2011 wird das Jahr des iPad 2". Wenn man sich die Erfolgsgeschichte des Vorläufermodells ansieht, könnte er damit durchaus Recht haben. Steve Jobs hatte sich in den letzten Jahren wegen seiner Krebserkrankung mehrfach kurzzeitig aus dem Geschäft verabschiedet, weil er gesundheitlich stark angeschlagen war. Sein letzter Rückzug führte sogar zu einem dramatischen Einbruch der rasant angestiegenen Apple-Aktien. Inzwischen hat sich der Kurs wieder erholt. Man kann davon ausgehen, dass er mit der Präsentation des neuen iPad 2 neue Rekorde erreichen wird.

Das neue iPad 2: in Deutschland erst ab 25. März 2011 erhältlich

Die schlechte Nachricht zuerst: In Deutschland ist das neueste technische Wunderwerk aus der Apple-Schmiede noch nicht erhältlich. Erst ab dem 25. März 2011 kann man es käuflich erwerben. Anders in den USA: Dort können sich die zahlreichen Apple-Fans bereits auf den offiziellen Verkaufsstart am 11. März freuen. Bei den Preisen für das iPad 2 gibt es keine großen Überraschungen. Hierzulande wird das technische Allroundtalent je nach Leistung zu Preisen zwischen 500 und 800 Euro (USA: ab 499 Dollar) zu erwerben sein. Zeitgleich mit der Vorstellung des iPad 2 senkte Apple die Preise für das Vorgängermodell. So kostet ein normales iPad im Onlineshop in der einfachsten Version statt 499 Euro nur noch 379 Euro. Schnäppchenjäger, die nicht unbedingt das neueste Modell besitzen müssen, wird's freuen.

Dass der neue Apple-Geniestreich genau wie sein Vorgänger ein Verkaufshit wird, daran zweifelt kaum einer. Vom Vorgängermodell hatte Apple in den ersten neun Monaten nach dem Verkaufsstart weltweit mehr als fünfzehn Millionen Stück verkauft. Ob das neue iPad 2 diese gigantische Zahl noch toppen wird, bleibt abzuwarten.

Erste Erfahrungen mit dem iPad 2: dünner, leichter, leistungsstärker und schneller

Mit gerade einmal 8,8 Millimeter ist das iPad 2 um mehr als dreißig Prozent dünner als sein ohnehin schon schlanker Vorgänger. Es verfügt über zwei Videokameras und ist 650 Gramm leicht. Ausgestattet ist es unter anderem mit A5 Chip Dual-Core-Prozessoren, die ein doppelt so schnelles Arbeiten wie mit dem Vorgängermodell ermöglichen. Die Grafik-Hardware ist nach Angaben des Herstellers Apple rund neunmal schneller. Außerdem verfügt das iPad 2 über einen HDMI-Videoausgang, mit dem man es an den Fernseher anschließen kann. Apps können dann komfortabel auch auf diesem genutzt werden. Besonders "cool" findet Steve Jobs übrigens die in fünf Farben sowie in Leder erhältlichen Schutzhüllen, mit denen das iPad 2 automatisch abgeschaltet wird. Ganz billig sind die allerdings nicht: 39 Dollar kostet schon die einfache Kunststoffausführung, gar 69 Dollar die edle Lederversion.

Quellen: bild.de; welt.de