Apple iPad 2 im Test

Weißes iPad 2 - Adam Jackson
Weißes iPad 2 - Adam Jackson
Seit dem 25. März 2011 ist es soweit: die zweite Generation des Apple iPad ist auf dem Markt. Im Test zeigt es sich gut aber mit wenig Überraschendem.

Die ersten Eindrücke des iPad 2 sind durchaus positiv. Es ist nicht nur dünner und leichter (8,8 Millimeter und 613 Gramm gegenüber 13,4 Millimeter und 730 Gramm beim iPad 1 in der 3G-Version), sondern Apple hat auch auf die Kritik an dem Vorgängergerät reagiert und dem iPad 2 eine glatte Oberfläche an der Rückseite verpasst und bietet nun auch endlich verschiedene Farben an. Ein netter Effekt ist es auch, dass die Kanten abgerundet sind. Dadurch wirkt das iPad 2 nochmals wesentlich handlicher und kompakter.

iPad 2 endlich mit Kamera

Hat man bei Handys und Laptops schon seit Jahren – beinahe standardmäßig – eingebaute Kameras, hat dies Apple beim iPad 1 außen vorgelassen und dafür viele böse Stimmen geerntet. Dieser Missstand ist dann mit dem iPad 2 auch endgültig abgestellt. Dabei haben sich die Äpfelhersteller aus Kalifornien nicht lumpen lassen und direkt zwei Kameras eingebaut. Eine auf der Vorder- und eine auf der Rückseite. Vollkommen unakzeptabel ist hingegen die Qualität, mit denen die Kameras operieren. Während die vordere Kamera in VGA-Qualität aufnimmt, zeichnet die hintere Kamera in 720p auf. Warum Apple an dieser Stelle auf einen technischen Stand zurückgefallen ist, den einfache Handykameras bereits vor einigen Jahren hinter sich gelassen haben, ist unverständlich.

Technik und Innenleben des iPad 2

Der A5 Dual-Core Prozessor des iPad 2hat ordentlich was auf dem Kasten und legt leistungsmäßig gegenüber dem iPad 1 noch mal ansehnlich zu. Ein Umstand, der allerdings nicht sofort auffällt, da auch das iPad 1 in diesen Belangen schon sehr gut war und in Sachen Geschwindigkeit durchaus zu überzeugen wusste. Ähnlich sieht es mit dem Grafikchip aus, der ebenfalls zu überzeugen weiß, jedoch nur in seltenen Fällen voll ausgereizt werden kann. Eine Tatsache, die sich aber in naher Zukunft noch ändern dürfte, wenn mehr Apps auf den Markt kommen, die auf das iPad der zweiten Generation zugeschnitten sind. An der Auflösung hat sich hingegen nichts geändert: Nach wie vor kommt das iPad 2 mit 1.024 x 768 Pixeln daher. Überzeugen kann auch das neue Betriebssystem iOS 4.3, welches unter anderem volle AirPlay-Unterstützung bietet.

iPad 2: Kommunikation und Interface

WiFi, 3G, UMTS: alles Schlagworte, mit denen das iPad 2 auf jeden Fall umzugehen weiß und hier spielt der Apple Tablet-PC all seine Trümpfe aus. In Verbindung mit den Kameras – wenn auch in bescheidener Qualität – und der getunten Technik ist das iPad 2 eine voll funktionsfähige Kommunikationszentrale und lässt kaum Wünsche offen. Videotelefonie via Facetime funktioniert problemlos und auch die anderen zahlreichen Kommunikation-Apps funktionieren wie am Schnürchen. Doch auch in dieser Paradedisziplin kommt das iPad 2 nicht ganz kritikfrei weg. Zum einen kann das UMTS-Modul nach wie vor nur mit einer Micro-SIM Karte betrieben werden und in Sachen Anschlüsse hat es Apple erneut verpasst, ein USB- oder CardReader-Interface zu integrieren.

iPad 2-Varianten

Beim iPad 2 hat sich in Sachen Speichervarianten nicht viel geändert. So kommt es nach wie vor in einer 16 GB-, 32 GB- oder 64 GB-Version daher. Ebenfalls hat man wieder die Möglichkeit, ein Gerät mit 3G oder zusätzlicher WiFi-Unterstützung zu kaufen. Die Preise bewegen sich hier zwischen 480 und 800 Euro.

Andreas Schnell, Andreas Schnell

Andreas Schnell - Andreas Schnell ist freier Autor / Journalist und lebt gemeinsam mit seiner Frau und zwei Töchtern in Frankfurt/Main. Redaktionell ...

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