
- Schale mit Kichererbsensalat - S. Arif
Kichererbsen sind wahre Multitalente in der Küche, ob als Beilage, sommerlicher Salat, Eintopf oder als Highlight in einem vegetarischem Gericht.
Die Kichererbse - schmackhaftes Heilmittel
An einem warmen Sommerabend schmeckt ein frischer Salat aus Kichererbsen (lat.: Cicer arietinum - im englischsprachigen Raum „Chickpea“ genannt) toll zu frisch gegrilltem Fleisch, man kann ihn als arabisches „Tapas“ nutzen, als würzige Beilage zu einem arabischen Hauptgerich wie zum Beispiel geschmortes Lamm reichen oder – mit leckerem Brot dazu eine ganze vegetarische Hauptmahlzeit davon bestreiten. Eine besondere Spezialität aus dieser Hülsenfrucht sind auch hausgemachte Falafeln. Kichererbsen werden zu unrecht in der deutschen Küche – die ja eigentlich eine große Liebe für Hülsenfrüchte hat – nur selten verwendet. Dabei taucht die verkannte Erbse unter anderem schon in mittelalterlichen Kräuterbüchern und Schriften als schmackhaftes Heilmittel auf – zum Beispiel bei Hildegard von Bingen. In arabischen Ländern, Indien und Mexiko, werden sie heute noch oft genossen, ob in Eintöpfen, zu CousCous, Gemüse, frittiert oder als cremige Paste, die auf Brot gestrichen wird.
Hülsenfrüchte - antike Nutzpflanzen
Die Kichererbse ist eigentlich nicht näher mit der uns bekannten grünen Erbse verwandt – obwohl beide zur Familie der Hülsenfrüchte gehören. Es wird angenommen, dass die Kichererbse schon vor 80000 bis 10000 Jahren im Orient als schmackhafte Nutzpflanze angebaut wurde. Archäologische Funde und in der Antike dann Schriften über den Ackerbau, belegen ihre Nutzung als sättigendes und leckeres Gemüse. Im Altertum soll sie der Göttin Venus heilig gewesen sein, daher auch die Bezeichnung „Venuskicher“.
Getrocknete oder gekochte Kichererbsen?
Wer sich tapfer der monumentalen (und relativ unnötigen) Aufgabe stellen und statt Dosenerbsen lieber die getrockneten Kichererbsen verwenden will, muss diese mindestens 12 Stunden in kaltem Wasser einweichen. (Hier bitte darauf achten von vorn herein Schüsseln zu wählen, die groß genug sind, die Erbsen quellen noch stark auf.) Danach wird das Wasser weggegossen und die Erbsen werden nochmals drei Stunden lang gekocht, bevor sie weiterverarbeitet werden können.
Rezept Kichererbsensalat
Zutaten für den Sommersalat
1 Dose Kichererbsen (gekocht)
1 Bund glatte Petersilie
1 kleine scharfe Zwiebel
3-5 Knoblauchzehen (je nach Intensität der Sorte)
2-4 aromatische Tomaten (je nach Größe)
½ Paprika
Olivenöl
1/2 -1 Zitrone
Chili, Pfeffer, Paprikapulver (edelsüß), Salz
Zubereitung des Kichererbsensalates
Die Dose öffnen, die Kichererbsen abgießen und in eine mittelgroße Schale geben. Die Zwiebel, die Tomaten und die Paprika sehr fein würfeln und mit den Kichererbsen vermischen. Die glattblättrige Petersilie waschen, die groben Stängel entfernen und das ganze grob hacken (ein Wiegemesser bietet sich an). Die Knoblauchzehen häuten, säubern und mit der Knoblauchpresse direkt in den Salat drücken. Jetzt einen reichlichen Schuss gutes Olivenöl in den Salat geben und den Zitronensaft hinzu fügen. Mit Chili, frisch gemahlenem Pfeffer, Paprikapulver und Salz abschmecken.
Der Salat hat durch den Knoblauch, die feinen Zwiebelstückchen und den Hauch Chili eine angenehme Schärfe und gleichzeitig durch den Zitronensaft eine angenehm fruchtige Frische.
Etwas durchziehen lassen und evtl. nachwürzen. Im Kühlschrank hält sich ein solcher Salat auch gut einen Tag lang knackig frisch. Allerdings sollte man das Behältnis in dem er sich befindet wirklich gründlich und sorgfältigst verschließen – die Gefahr einer geschmackstechnischen Knoblauchverseuchung aller Lebensmittel im Kühlschrank ist sonst einfach zu groß.
